24 Mai

7.6.16 Kurzvortrag Angst beim BKC Business-Netzwerken in Zehlendorf

Am Dienstag, 7.6.2016, halte ich einen Impulsvortrag zu meiner Arbeit mit Angst / Angstpatienten im Rahmen des BKC-BusinessKontakteClub Business-Netzwerken in Zehlendorf.

Wann: 18:30 – 21:00 Uhr
Wo: TOMASA Zehlendorf, Berliner Str. 8, 14169 Berlin

Wer daran Interesse hat, kann sich über den folgende Links anmelden.
www.business-kontakte.net/kalender/
www.business-kontakte.net/xing
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Ich freue mich auf einen interessanten Abend, kurzweilige Gespräche und neue Kontakte.

Ebenso halte ich Vorträge z.B. zu Prüfungsangst an Schulen.

Vorträge Prüfungsangst







Praxis Der Zuhörer -Steffen Zöhl

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7.6.16 Kurzvortrag Angst beim BKC Business-Netzwerken in Zehlendorf
23 Mai

Bella & Liberou (Therapeutische Geschichte)

Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl Charlottenburg

 

Auf einem kleinen Bauernhof, nahe einem kleinen Bach zwischen den Feldern und Weiden und dem Wald lebte die Bernhardinerhündin Bella. Ihre Hütte hatte ein rot angemaltes Dach mit weißen Wänden und drinnen lag eine Decke, auf der sie sich ausruhen konnte, wenn der Tag zu Ende ging. Bella liebte diesen Hof, den Bauern, der sich um sich kümmerte und ihr ein Zuhause gab und die Schafherde, die sie bewachte. Mit ihrem sanften Wesen und den gütigen Augen konnte sie ihre Umgebung schnell für sich gewinnen. Dennoch war sie eine wachsame und pflichtbewusste Hütehündin. Noch nie war ihr ein Schäfchen der Herde abhanden gekommen. Sie liebte es, dass Grass ihr Fell streifte, sie im Bach schwimmen und sich abkühlen konnte und der Bauern sie abends streichelte und für ihre Arbeit lobte.


Nur manchmal in den lauen Sommernächten, wenn der kühle Abendwind ihre Nase streifte, die Vögel aus dem Wald sangen und die Luft nach frischem Heu schmeckte, schaute sie in den Himmel und bewunderte die Sterne. Dann hätte sie gerne einen Partner an ihrer Seite gehabt, um all das Schöne zu teilen und vergnügt und frei durch die Wiese zu laufen. Das ginge natürlich nur, wenn die Schafe bewacht waren oder im Stall – sonst hätte sie sich diese Dinge selbst nie erlaubt.


Eines Tages blickten zwei Augen aus dem Wald. Sie waren viel kleiner als Bellas und blickten frecher daher. Sie gehörten Liberou – einem wilden Hund, der irgendwann über die Berge kommen war. Irgendwo dort –niemand wusste mehr wo und wann genau- wurde er geboren. Als er noch ganz klein war, kam er mit seiner Familie hinunter in den Wald. Er kannte nur den Wald. Dort lebte er frei, wild und schlief jede Nacht an einem anderen Ort. Er dachte nie daran, sich irgendwo niederzulassen. Die Tiere in dem Wald achteten ihn, weil er immer für Ordnung sorgte, wenn es mal Streit gab. Manche hatten sogar ein bisschen Angst vor ihm, was ihm sogar ein bisschen gefiel. Sein Fell war bunt gemustert und struppig, sein Körper eher drahtig und er konnte ziemlich schnell laufen.


Als er Bella sah, konnte er seinen Blick lange nicht von ihr lösen und er verharrte am Waldrand. Er konnte es sich nicht erklären, warum diese fremde Hündin ihn so faszinierte. Nachdem er sie eine Weile beobachtet hatte, lief er wieder in den Wald. Bella hatte ihn wohl bemerkt und war wachsam, was dieser Fremde in der Nähe des Hofes wohl wollte, aber nachdem er verschwunden war, widmete sie sich wieder ihrer Arbeit. Und doch ertappte sie sich, dass sie über diesen fremden Hund aus dem Wald nachdachte. Liberou träumte in dieser Nacht, wie er schon lange nicht mehr geträumt hatte. Im Traum liefen Bella und er nebeneinander her durch den Wald und durch die Wiesen. Er konnte den Wind spüren, roch das Gras und die Bäume, hörte ihren Atem neben sich und sein Herz schlug schneller. Am Morgen, als er erwachte und bemerkte, dass es nur ein Traum war, fasste er sich ein Herz und lief hinüber an den Waldrand.


Liberou wollte unbedingt wissen, ob sich sein Traum erfüllen würde. Langsam und für Bella gut sichtbar näherte er sich ihr. Sie hatte ihn natürlich schon bemerkt. Er sah anders aus als die Hunde, die sie bisher getroffen hatte und er roch anders – nach Wald, Freiheit und Abenteuer. Auch wenn sie ihre Arbeit liebte, von diesem Fremden ging etwas aus, dass sie unglaublich neugierig machte.


Liberou zeigte sich freundlich und lies an dem, was er tat und wie er sich ihr näherte keinen Zweifel, dass er ihr oder dem Hof nichts Böses wollte. Bella sah ihn an, wie er immer wieder vor ihr hin und her lief und sich ihr als starker Hund zeigte. Er hielt immer wieder inne und schaute, wie sie reagierte. Am Abend, als ihr Tagewerk vollendet war, hielt sie nichts mehr – sie rannte auf ihn zu und tollte mit ihm durch die Wiese. In ihren schönsten Träumen hatte sie immer wieder davon geträumt. Ihr Herz schlug Purzelbäume und ihre Augen leuchteten wie kleine Sterne. Liberou sah es und war überglücklich. Endlich hatte er jemanden gefunden, endlich konnte er sich vorstellen, an einem Ort zu bleiben und er schwärmte ihr vor, wie er sich die gemeinsame Zeit vorstellen würde.0

Als die Nacht kam, ging Bella wie selbstverständlich zu ihrer Hütte. Sie wartete, weil sie dachte, dass Liberou natürlich zu ihr kommen würde – auf den Hof, in die Hütte nahe der Herde. Liberou aber war schon im Wald verschwunden und fing an zu träumen. Er kannte keine Hütte, keinen Hof oder eine Herde und Menschen mochte er nicht sonderlich. Am nächsten Abend war es wieder so – die beiden liefen verliebt durch die Welt und alles roch nach süßer Unbeschwertheit. Liberou blieb manchmal am Zaun vor dem Hof und Bella besuchte ihn manchmal am Waldrand, wenn sie gerade Pause hatte. Dann brachte sie ihm mal eine Decke und mal etwas Futter mit. Liberous Herz schlug jedes Mal höher, wenn er Bella sah und hatte auch allen Tieren im Wald voller Stolz von ihr erzählt. Was er mit den ganzen Sachen, die Bella mitbrachte, anfangen sollte, wusste er aber nicht so richtig. Er hatte sie auch schon mal angeknurrt, als sie ihm unbedingt zeigen wollte, wie er die Herde hüten und in der Hütte schlafen sollte. Liberou kannte keine Hütte und wollte keine Herde hüten. Seine Heimat war der Wald und so sehr er Bella liebte, fühlte er sich nur dort wohl.

Als der Bauer die beiden sah, wurden seine Augen glänzend. Wie freute er sich, dass Bella einen Liebsten gefunden hatte und gerne hätte er einen zweiten Hund auf den Hof aufgenommen aber er ahnte wohl, dass ein wilder Hund immer irgendwann dem Ruf der Freiheit und des Waldes folgen musste. Auch Bella kleffte nun manchmal in den Tag, weil sie nicht verstehen konnte, warum Liberou immer wieder in den Wald ging, obwohl sie ihm schon so oft einen Platz neben ihrer Hütte angeboten hatte.

Und der Glanz in ihren Augen wich und sie wurde traurig. Noch immer trafen sich die beiden und liefen abends durch die Felder, aber es war etwas verloren gegangen. Jetzt sah sie auch die rauen Seiten an ihm, die er zum Leben im Wald brauchte, sie aber nicht an ihm mochte. Beim Blick in den Sternenhimmel fragte sie sich viele Abende, wie es weitergehen sollte.

An einem Abend, als die Sterne besonders klar und hell leuchteten, der Nachtwind sanft über die Felder strich und die Luft besonders stark nach frischem Gras und Äpfeln roch, kam ein kleiner Engel herbei und setzte sich auf das Dach von Bellas Hütte. Er sah auf sie hinunter und blickte dann zu Liberou, der am Rande des Waldes lag. Und er sah die Liebe und den Schmerz, der beide verband und weinte eine Träne.

Als die Träne auf den Boden fiel …



[offenes Ende zur eigenen Ergänzung]
(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)
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Bella & Liberou (Therapeutische Geschichte)
11 Mai

Vortrag examination nerves in der Berlin British School

9.5.2016 Vortrag (Prüfungsangst) examination nerves in der Berlin British School

Prüfungsangst ist unabhängig von der Sprache. Auch in einer englischsprachigen Schule gibt es Prüfungs-situationen und somit Potenzial für Prüfungsängste. Am Montag habe ich (erstmalig in englisch) einen Vortrag zur Prüfungsangst vor den Schülern der 9. Klasse gehalten. Neben der Theorie zur Angst (Was ist Angst?, Wie spürt man sie? Gegenmittel zur Prüfungsangst usw.) habe ich in zwei kurzen Übungen (Entspannung, Imagination) Möglichkeiten aufgezeigt, besser mit Prüfungsangst/ -situationen umzugehen. Ein kurzer Austausch mit den Schülern ließ die Veranstaltung ausklingen.

Über eine Fortführung dieses Vortrags in der Schule im Herbst sind wir im Gespräch.


Vielen Dank an Andrea Lutz, Sara Keil und Dominic Coutts für die freundliche Unterstützung.

 

Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, Vortrag BBS

9.5.2016 Vortrag in der Berlin British School








Praxis Der Zuhörer -Steffen Zöhl

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Vortrag examination nerves in der Berlin British School
03 Mai

Das Glück des Hasen (Therapeutische Geschichte)

Gleich hinter dem Wald, wo die Wiesen begannen war der Hoppelbergweg. Und in Nummer 7 wohnte der kleine Hase Löwenzahn. Eigentlich hieß er Cäsar Carl Conrad vom Hoppelberg, aber weil er sooo gerne am Löwenzahn roch und Blüten vernaschte, nannte ihn alle Löwenzahn. Das war auch viel kürzer. Außerdem war er ein recht mutiger kleiner Hase, aber manchmal etwas neugierig.

Wenn er nicht gerade auf den Wiesen am Löwenzahn mümmelte, spielte er am liebsten mit seinem roten Ball. Eines Tages spielte er mit seinen Freunden und sein roter Ball flog weiter als sonst … bis vor einen Zaun. „Schnell, schnapp Dir den Ball und dann weg hier“, riefen seine Freunde. „Wieso?“, fragte Löwenzahn. „Da wohnt der alte Grummel. Der mag keine Kinder, keine Bälle und auch sonst niemanden. … Da sollen schon kleine Hasen verschwunden sein, wenn sie auf seinem Grund waren.“

Nun war Löwenzahns Neugierde natürlich erst recht geweckt. Und schon polterte der alte Grummel aus seiner Hütte. „Verschwindet hier. Ihr habt hier nichts zu suchen. Ich mach Euch gleich Beine.“ Die Häschen liefen weg … bis auf Löwenzahn. „Hallo, ich bin Löwenzahn. Sie haben einen schönen Garten und einen Ort für Ihr Häuschen. Es ist geschützt genug, bekommt aber noch ausreichend Sonne, ist nicht gleich zu sehen und die Rüben wachsen hier besonders gut.“, sagte Löwenzahn unbeeindruckt. „Das … das hast Du gut bemerkt.“, antwortete Grummel überrascht, „Aber nun geh wieder und störe mich nicht“. „Was machen Sie denn gerade?“, fragte Löwenzahn einfach darauf los. „Nichts!“ grummelte Grummel in seinen Bart. „Und dabei störe ich Sie?“ fragte Löwenzahn spitzbübisch. Grummel fühlte sich ertappt, konnte sich aber dem herzlichen Humor des Kleinen kaum entziehen.

„Kennst Du Dich mit Blumen aus?“ fragte Grummel. „Ja, am liebsten mag ich Löwenzahn. Aber auch Tulpen, Gänseblümchen, … aber noch längst nicht alle.“ „Möchtest Du mehr Blumen kennenlernen?“, fragte Grummel. „Oh ja. Kannst Du sie mir erklären? Ähm … Sie.“ „Schon gut, Du kannst Grummel sagen. Aber nun geh wieder nach Hause, sonst machen sich Deine Eltern noch Sorgen.“

Der kleine Löwenzahn ging nun fast jeden Tag zu Grummel und lernte über Pflanzen und Blumen, wo und wie man sie sät und woran, man sie erkennt. Grummel wusste viel und verdiente seinen Namen von Tag zu Tag immer weniger. Er mochte den kleinen Löwenzahn. Die anderen Hasen mieden Grummel, erzählten sich Geschichten über ihn. „Wieso heißt Du eigentlich Grummel?“, fragte Löwenzahn. „Vor langer Zeit hatte ich einen Streit mit meinem Bruder, da hab ich mein Glück verloren.“ „Ich werde sein Glück wiederfinden“, dachte sich Löwenzahn. Er sammelte von der Wiese die schönsten Blumen, denn er vermutete, dass das Glück von Grummel eine Blume war. Dann hoppelte er bis ans andere Ende der Wiese zum Bruder von Grummel und fragte ihn, welche der Blumen wohl Grummels Glück sein könnte. Als der Bruder ihn fragte, wozu er das wissen wollte, erzählte Löwenzahn über Grummel. Dann verabschiedete er den kleinen Hasen. Löwenzahn zog durch das ganze Hasendorf, aber kein Hase konnte ihm helfen. Irgendwie schauten alle nur etwas traurig, obwohl er jedem eine Blume schenkte – als Dankeschön für die Zeit, wenn er über Grummel sprach.

Am nächsten Wochenende besuchte Löwenzahn mal wieder Grummel. „Ich konnte Dein Glück nicht finden. Dabei habe ich überall gesucht. Weißt du denn noch, wo Du es verloren hast?“ Grummels Augen glänzten, „Mein Glück kannst Du doch nicht finden.“ Plötzlich klopfte es an der Tür. Als Grummel die Tür öffnete, blieb er wie versteinert stehen. Da stand sein Bruder vor der Tür und umarmte ihn. „Lass uns den Streit vergessen und wieder gut sein, so wie früher. Wir werden beide nicht jünger.“ Und er lächelte. Über die Wiese kamen immer mehr Hasen zu Grummels Haus.Sie brachten Blumen mit. Als sie von Löwenzahn die Geschichte über Grummel hörten, tat es Ihnen leid, wie sie ihn gemieden hatten. Viele waren früher Nachbarn und Freunde von ihm und kannten ihn noch unter seinem richtigen Namen „Vivianus“. Viele luden ihn für die nächsten Wochen ein, zum Tee, auf ein Hasenbier oder zum Kartenspielen.

„Du hast mir mein Glück zurückgebracht. Ich danke Dir von ganzem Herzen.“, war Grummel – also Vivianus gerührt. „Aber ich habe es doch gar nicht gefunden.“ stutzte Löwenzahn. „Mich wieder mit meinem Bruder zu vereinen, mit meinen Nachbarn und Freunden zu versöhnen und mir Deine Lebensfreude zu zeigen, das ist das größte Glück, was ich habe könnte. Denn weißt Du, Hasen sind nur so richtig glücklich, wenn sie in der Gemeinschaft leben.“

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

Hasen

Das Glück des Hasen

 

 
Praxis Der Zuhörer -Steffen Zöhl





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Das Glück des Hasen (Therapeutische Geschichte)