30 Aug

Die Sonnenblume (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

gewidmet Christiane Krohn

 

Wenn man eine Therapeutin besucht, hat das meistens einen guten bzw. meist nicht so guten Grund. Manchmal sind es Fragen oder Probleme, die man allein nicht bewältigen kann. Ich wollte einen Termin für den nächsten Tag vereinbaren und wusste nicht, dass das ihr Geburtstag ist.

 

Es war schon später Nachmittag, doch sie merkte gleich, dass mir etwas auf der Seele brannte. Sie bot mir einen Termin noch am selben Tag am frühen Abend an.

Auf dem Weg zur U-Bahn kam ich an einem Blumenladen vorbei. Ich sah verschiedene Sträuße – und hatte aber gleich einen Impuls – einen Sonnenblume sollte dabei sein. Ich hatte schon einen Strauß in der Hand, da fragte ich den Verkäufer, ob er auch Sonnenblumen im Topf hätte. Er zeigte mir draußen vor dem Laden einige und ich entschied mich dafür und wählte noch einen Übertopf. Wenn auch einen Tag zu früh, wollte ich -nun wo ich es wusste- meine Wertschätzung ausdrücken und zumindest eine kleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag mitbringen.

Mit der Blume in der Hand machte ich mich auf den Weg. Das letzte Stück fuhr ich Bus. Da ich sowohl bei der U-Bahn als auch beim Bus Glück hatte und kaum Wartezeit, war ich etwas früher da. Zugegeben ich bin selten unpünktlich – aber so hatte ich noch ca. 20min und brauchte nur 5min bis zu ihrer Praxis. Nahe der Bushaltestelle ist ein kleiner Park mit einem See und einigen Bänken. Dort wollte ich noch etwas im Schatten warten.

Vor einer Bank saß ein älterer Mann im Rollstuhl. Als er mich mit der Sonnenblume in der Hand sah, schaute er mich an. Es ging mir nicht gut – und vermutlich sah man das deutlich. Ich lächelte ihn trotzdem an. „Eine Sonnenblume – eine gute Wahl.“, sagte er zu mir, “… als Entschuldigung ?“ Ich blickte ihn fragend an. „Du siehst so aus, als hättest Du etwas ausgefressen und wolltest Dich entschuldigen. Die ist doch für eine Frau? Naja, Männern schenkt man ja keine Blumen. Die können damit ja nicht viel anfangen.“, grinste er. Ich nickte, “… aber diese ist zu einem Geburtstag“, entgegnete ich ihm. Dann setzte ich mich auf die Bank. Ich hatte ja noch etwas Zeit.

„Ich habe auch schon mal Blumen bekommen, aber naja. … Ich habe welche auf meinem Balkon. Also eher wilde … hab ein paar schöne Gräser von der Wiese ausgesucht und ein paar Blumen, so blaue … und Gladiolen. Sieht ganz schön aus.“ Er zählte mir einiges und ich hörte zu. „Die Sonnenblume würde da wohl auch reinpassen.“, erwähnte er in einem Nebensatz. Ich überlegte kurz, „diese ist leider schon vergeben, die kann ich nicht verschenken.“ Es tat mir ein bisschen leid. „Nein, nein…“, sagte er schnell, „ich will die Sonnenblume ja gar nicht. Und Du hast mir schon doch etwas geschenkt …“, lächelte er. Wieder blickte ich ihn fragend an.

„Etwas von Deiner Zeit und Aufmerksamkeit. … Ich sitze oft hier … und selten setzt sich jemand zu mir.“ Ich lächelte und für einen Moment vergaß ich meine Probleme. Ich bin es gewohnt, Menschen zuzuhören – doch für diesen Mann bedeutete es mehr.

„Ich wünsche noch einen schönen Tag.“, verabschiedete ichmich, bevor ich aufbrauch. „Danke, Junge. Und mit der Blume hast Du Geschmack bewiesen. Ich hoffe, sie gefällt ihr auch.“, grinste er wieder. Als ich mich ein letztes Mal umdrehte, sah ich ein Lächeln in seinem Gesicht…

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

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Die Sonnenblume (Therapeutische Geschichte)
30 Aug

Brombeeren (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

 

Ein Mann ging zum Arzt. Als dieser ihn sah, schaut er ganz besorgt, „Kasper, was ist denn mit Dir passiert – Du siehst ja furchtbar aus.“ Kasper hatte völlig zerkratzte, wunde Hände und sah sehr übermüdet aus.

„Alles wegen der Brombeeren!“, schnaubte er dem Arzt entgegen.

„Wegen der Brombeeren?“, fragte der Arzt nach.

„Gestern gegen Zwölf kam meine Nachbarin vorbei und erzählte, dass meine Brombeeren im Garten reif sind. Da wir immer gegen 1 Uhr essen, bin ich gleich los geradelt.“, berichtete Kasper.

„Aber brauchst Du nicht fast zwanzig Minuten, bis zu Eurem Garten?“, fragte der Arzt.

„Ja, deshalb wollte ich auch gleich los. Und sie waren schon reif – gut reif.“, erzählte Kasper weiter.

„Und ich dachte, Du magst keine Brombeeren, weil Du sie nicht verträgst.“, hakte der Arzt nach.

„Mag ich auch nicht, aber ich war ja nun schon im Garten. Ich wollte nicht, dass sie sauer oder faul werden. Da hab ich sie gegessen. Und weil ich sie nicht so mag, hab ich sie schnell gegessen – und mir dabei die Hände zerkratzt. Zuhause bekam ich dann immer stärkere Bauchschmerzen. Dabei hätte es Braten gegeben. Und abends konnte nicht einschlafen, weil mir der Bauch so weh tat. Ich war die ganze Nacht wach. Heute morgen war ich total müde – wie gerädert … und dann hatte ich diesen Blähbauch … und jetzt ist mir schrecklich übel, Doktor.“, jammerte Kasper.

Der Arzt sah in mitleidig an, „Das wird schon wieder, Kasper, aber Brombeeren solltest Du zukünftig vermeiden.“

„Ich weiß ja, Doktor. Alles wegen der Brombeeren …“

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

 

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Brombeeren (Therapeutische Geschichte) Kurzes Video – Angst Teil 3 Kurzes Video – Angst Teil 2
25 Aug

Die Welle (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

Die Welle (Therapeutische Geschichte)
Inspiriert durch Jessica Thormann

 

Ich war schon immer „Wassermann“. Einerseits bin ich in diesem Sternzeichen geboren, andererseits habe ich schon immer eine besondere Verbindung zum Wasser. Schon als Baby wollte ich im und am Wasser spielen. Später entdeckte ich das Tauchen und Surfen für mich.

„Wasser spendet Leben“, sagt man. Für mich spendet es auch Ruhe und Frieden. Es zeigt mir die sanfte Kraft von Ausdauer, Beharrlichkeit und fließender Bewegung – im Fluss sein. Wenn ich mich ihm anvertraue, trägt es mich und bringt mich weiter.

Eins zu werden mit dem Wasser, seine weiche und doch kraftvolle Energie zu spüren und eine neue Welt zu erleben – das hat mich immer fasziniert und begeistert. Beim Tauchen konnte ich in eine neue, fremde und beeindruckende Welt ‘eintauchen’ und mich schwerelos bewegen. Die Unterwasserwelt bietet so viele Eindrücke an farbenfrohen und eigenartigen Pflanzen und Lebewesen, so dass man auch nach einigen Tauchgängen nicht genug davon bekommt.

Wie viel Kraft Wasser hat, weiß jeder, der schon einmal von einer Welle erfasst wurde. Als junger Mann bin ich bei Wellengang -um (m)einer Frau zu imponieren- ins Wasser gegangen. Beim Rausgehen spülte mir eine zurückfließende Welle am Ufer den Boden weg und eine zweite vom Meer kommende ließ mich -unfreiwillig- einen Salto ins Kiesbett machen.

Beim Surfen kann man die Kraft des Wassers ebenso spüren und für sich nutzen. Gleichgewicht, Körperspannung und -beherrschung sind erforderlich, um auf den Wellen zu reiten und durch das Wasser zu gleiten. Vor einigen Jahren hatte ich einen Unfall beim Surfen, der mir einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt und eine Narbe am rechten Bein bescherte. Auch wenn ich schon einige Erfahrungen hatte, kann man das Wasser nie 100%ig beherrschen. Eine solche Naturgewalt kann einen Demut lehren und Grenzen zeigen. Ich hatte sie für einen Moment unterschätzt.

Seit jenem Tag hatte ich einen neuen Begleiter an meiner Seite, wenn ich im Wasser war – meine Angst, mich nochmals zu verletzen und eine Narbe, die mich daran erinnerte. Ich nannte die Angst „Vorsicht“ und suchte mir nur noch ungefährliche Surfspots, wo ich zwar nicht mehr dieses großartige Gefühl von Freiheit, Verbindung zur Natur und Flow fand, aber mich sicher fühlte. Meine Angst wollte mich beschützen, schränkte mich aber auch ein – ich verlor ein Stück Freiheit.

Eines Tages saß ich auf einer Bank an einem See und sah, wie ein Mädchen mit einem Welpen und „seinem“ Ball spielte. Bei einem etwas zu kräftigen Wurf fiel der Ball ins Wasser und trieb dort. Der Welpe lief an das Seeufer und ich konnte ihm ansehen, dass das Wasser ihm Unbehagen machte. Ich kann nicht sagen, ob es neu für ihn war oder er eine schlechte Erfahrung gemacht hatte, aber es zog ihn zum Ball – doch so bald seine Pfoten das Wasser berührten schreckte er zurück. Das Hin und Her sah fast wie ein Tanz aus. Das Mädchen sah es, schritt jedoch nicht ein.

Der Welpe fiepte und jaulte eine Weile. Doch dann sprang er in den See und wie von allein paddelte er – paddelte auf den Ball zu, schnappte ihn und kam zurück. Erst wedelte nur der Schwanz – dann der ganze Hund. Er schüttelte sich trocken und mich nass. Das Mädchen lobte ihn und hatte wohl meinen fragenden Blick bemerkt – “…er sollte von sich aus die Erfahrung machen, dass Wasser für ihn kein Hindernis ist“, sagte sie. Der Welpe stand mit dem Ball im Maul vor dem Mädchen und schaute immer wieder auf den See. Diesmal warf das Mädchen den Ball bewusst ein paar Meter in den See. Und der Welpe sprang sofort hinterher. Er schien Gefallen daran gefunden zu haben.

Mir wurde in dem Moment bewusst, was der Welpe mich gelehrt und ich zu tun hatte.  Am nächsten Wochenende besuchte ich eine Surfschule, sprach mit dem Trainer und schilderte ihm meinen Unfall. Wir erarbeiteten, wie es -voraussichtlich- dazu gekommen war und übten die schwierigeren Manöver, die ich lange vermieden hatte. Zu meinem Glück hatte der Trainer auch einige Erfahrungen in Mentaltraining aus seiner „aktiven“ Surferzeit. So lernte ich Achtsamkeit, Vorsicht und Angst zu unterscheiden und mich auf das zu konzentrieren, was ich will – anstelle dessen, was ich nicht will.

Bei meinem nächsten Urlaub war es dann so weit. Ich wollte wieder erleben, was mir Spaß machte und stieg auf das Board.

Und dann sah ich sie … meine Welle. Es war wie eine Einladung des Wassers und eine Versöhnung mit meiner Angst.

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

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Die Welle (Therapeutische Geschichte)
24 Aug

Kurzes Video – Angst Teil 1

Unabhängig von den Ängsten, die ich im Folgenden beschreibe, gibt es Angstsymptome, die z.B. körperlich (z.B. Schilddrüsenüber- bzw. -unterfunktion), durch Medikamente oder Drogen bedingt sind. Eine ärztliche Abklärung sollte daher bei häufiger auftretenden Angstattacken erfolgen.

 

Teil 1 (von 3 Videos) zum Thema Angst, Angsttypen/-formen und wozu die Angst gut ist.




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Kurzes Video – Angst Teil 1
09 Aug

Der Traum vom Sterben (Therapeutische Geschichte)



© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

Die Nachricht traf Linus wie ein Schlag. Sein bester Freund aus Kindertagen Rafael lag im Krankenhaus. Die Diagnose hatte Rafael vor kurzem erhalten und war kurz danach ins Krankenhaus gebracht worden. Nur wenig Zeit – einige Tage, ein paar Wochen, bestenfalls wenige Monate würden ihm bleiben.Auch gab es in seinem Fall keine Hoffnung auf eine Heilung mehr. Rafael war am Boden zerstört, als er es erfahren hatte. Allein die Tatsache, dass er durch die ärztliche Betreuung keine größeren Schmerzen haben würde und nicht ansteckend war – und daher Besuch bekommen durfte- war ein kleiner Tropfen Trost.

Als Linus sich nach dem ersten Schock ein wenig gefasst hatte, brachen nach und nach Gefühle aus ihm heraus. „Warum Rafael? Es gibt so viele schlechte Menschen auf der Welt – wieso er?“ Er dachte an die gemeinsame Zeit in der Schule, der Jugend, als Heranwachsende – so oft hatten die beiden über ihre Pläne gesprochen. Auch wenn sie sich mal eine Weile nicht gesehen hatten – es war immer so, wenn sie sich trafen, als wären sie gerade erst auseinander gegangen. Sie verstanden sich meist mit wenigen Worten. Und all das sollte nun auf so schmerzliche Weise beendet werden? „Das ist doch unfair“, Linus wurde wütend, auch wenn er nicht wusste auf wen – das war so ungerecht. „Wieso kann ihm keiner helfen?“ Er war doch noch so jung.

Einige Zeit später machte er sich auf den Weg. Je näher er dem Krankenhaus kam, desto unwohler wurde ihm. Wie Rafael wohl aussehen würde? Was sollte er ihm sagen? Er kann doch vor ihm nicht zeigen, wie traurig er ist. Außerdem würde das Rafael vllt. nur noch mehr belasten – und ihm ging es schlecht genug. Soviel hatte er am Telefon erfahren. Wie sollte er nun mit ihm umgehen. Früher – ja früher hatten die beiden immer viel zu lachen, wenn sie sich sahen. Einer hatte immer etwas zu erzählen und dann konnten die beiden sich eins feixen.

Mit jedem Meter, dem er Rafael näher kam, wurde Linus unsicherer. Nur noch den Gang runter – die zweite Tür links – die Tür ging etwas knatschend auf. Rafael sah nicht so krank oder erschreckend aus, wie Linus befürchtet hatte – fast normal. „Hi, alter Kerl“, begrüßte er ihn, „siehst ja fertig aus.“. Sie hatte sich immer ähnlich „liebevoll“ begrüßt. Aber in der Sekunde, als er es ausgesprochen hatte, blieb es ihm im Halse stecken. Er versuchte es zu verstecken, aber innerlich hätte er sich ohrfeigen können. „Nicht halb so besch … eiden wie Du.“, Rafael grinste. Linus war einen Moment sprachlos – er schien wie immer, dabei war doch alles so anders.

Die Situation war so skurril und unwirklich für Linus. Sein bester Kumpel lag dort und sollte bald sterben. Auch wenn die beiden sonst sehr offen miteinander sprachen – er nahm sich zusammen – Rafael sollte nichts merken. Für beide war es schwer – Rafael wollte niemandem zur Last fallen – und doch war es seine größte Angst allein zu sein, allein zu sterben und Linus wusste nicht, wie er mit Rafael umgehen sollte. Der Humor, die Leichtigkeit und alles, was die beiden verband, schienen plötzlich wie ausgelöscht.

Linus konnte an dem Abend schlecht einschlafen. Die Gedanken um seinen sterbenden Kumpel kreisten in seinem Kopf. Dann begann er zu träumen. In seinem Traum wachte er in dem Bett im Krankenhaus auf. Er war Rafael und lag dort in dem Bett. Er blickte auf die weiße Zimmertür und aus dem Fenster – und immer wieder auf die Tür. „Ich will in meinen letzten Momenten nicht allein sein“, durchfuhr es ihn. Er träumte von der Angst, der Wut, dem verzweifelten Nicht-Wahr-Haben-Wollen, der Trauer, der Hoffnung auf jeden Tag und der Frage, ob er es irgendwann akzeptieren und Frieden finden könnte. Alles fühlte sich so real an und er wachte mit einem Schrecken auf.

Und doch wusste er plötzlich, wie er Rafael begegnen konnte und wollte – so normal wie möglich. Jedes Mal wenn er die Tür öffnete grinsten sich die beiden an. Linus fragte, wie es ihm geht und dann sprachen die beiden miteinander – und manchmal auch nicht, spielten auf den Smartphones mit- und gegeneinander. An schlechten Tagen war Linus auch einfach nur da und hielt Rafaels Hand. Rafael war so froh über die Besuche – oder manchmal Telefonate, wenn Linus nicht persönlich kommen konnte. Es nahm ihm die Angst, allein zu sein, wenn er sterben würde. Auch darüber sprachen die beiden miteinander, ihre Traurigkeit, ihre Ängste und ihre Gedanken. Eines Tages erhielt Linus den Anruf, vor dem er sich immer gefürchtet hatte. „Bitte kommen Sie heute. Ihr Freund liegt im Sterben.“ Plötzlich war alles so schnell gegangen. Die beiden hatten über diesen Moment gesprochen. Nun wo er da war, dieser grausame Moment des Abschiedes waren beide ruhig. Die Angst war dem Bedürfnis für Rafael da zu sein gewichen. Linus hielt seine Hand und Rafael schloss mit einem Lächeln seine Augen. „Danke, mein Freund.“, waren seine letzten Worte.

Trotz der Trauer, die folgte und mit den Tränen in seinem Gesicht – wusste Linus, dass er sich in seiner letzten Stunde ebenso einen Menschen an seiner Seite wünschte, der seine Hand halten würde …

Und er wird leben – jeden Tag – für Rafael mitleben, denn man weiss nie, wie viel Zeit einem noch geschenkt ist.

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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Der Traum vom Sterben (Therapeutische Geschichte)