31 Okt

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 1/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt.

Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.

 

Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl

 

1. Licht „Das schönste Wort“ – gewidmet meinem Bruder

Ein alter Mann schaute eines Abends aus dem Fenster in den Sternenhimmel. Er erinnerte sich an so viele schöne, glückliche und auch traurige, besondere und berührende Momente in seinem Leben. Sein Herz war so voller Dankbarkeit und Freude.

Nur das Bild seiner Frau auf dem Tisch ließ immer mal wieder eine Träne seine Wangen herunterlaufen. Sie wäre so glücklich gewesen, ihren Enkel jetzt laufen zu sehen.
Als sein kleiner Enkel zur Tür hereinkam, war er so stolz, glücklich und nahm ihn sofort in seine Arme. „OPA“ war das schönste Wort in seinen Ohren, wenn es aus dem Mund seines Enkels kam.

Und jedes freudige Strahlen lies sein Herz aufgehen und seine Augen leuchteten. Und jedes Leuchten in seinen Augen war ein Weihnachtslicht.

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

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Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 1/8
21 Okt

Interview mit Florian Mayer

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

 

Florian Mayer (ausbildungheilpraktiker.info) gefiel meine Internetseite
und er bat mich um ein kurzes  Interview zu meiner Arbeit und meinem
Werdegang.

 

 

Es behandelt u.a. die Themen

  • Wie werde ich Heilpraktiker der Psychotherapie (Motivation, Ausbildung)?
  • Wie finde ich eine geeignete Heilpraktikerschule?
  • Arbeitstag und Herausforderungen
  • Chancen und Grenzen der therapeutischen Arbeit

 

Das vollständige Interview : http://ausbildungheilpraktiker.info/heilpraktiker-psychotherapie-interview-steffen-zoehl/

oder als pdf-Datei.

 

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Interview mit Florian Mayer
18 Okt

Das weise Orakel (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

Ein junger König wollte einst sein Schloss vergrößern und noch edler gestalten. Also fragte er seinen Bauminister und Finanzminister, wie hoch die Kosten dafür wären und wie hoch das königliche Vermögen geschätzt würde. Die beiden kamen zu dem Ergebnis, dass das königliche Vermögen nicht ausreicht, um das Bauvorhaben abzudecken.

Also fragte er seine versammelten Minister, wie man das erforderliche Geld beschaffen könne. Der Finanzminister schlug vor, die Steuern zu erhöhen. Jedoch könnte die Bevölkerung dann möglicherweise einen Aufstand planen. Der Kriegsminister schlug vor, Eroberungszüge zu finanzieren. Aber diese würden zunächst Geld kosten und es bliebe offen, wann und wie viel man erobern würde. Und man würde das friedliche Verhältnis zu den Nachbarn aufgeben und das Vertrauen verletzen. Keiner der Minister konnte einen Vorschlag unterbreiten, der dem König zusagte.

Der junge König wusste nicht weiter und ritt in den Wald, um zu überlegen. An einem hellen, aber schattigen Plätzchen vor einem Berg setzte er sich und hoffte auf eine weise Eingebung. „Was soll ich nur tun? Das Geld reicht nicht. …“ sprach er vor sich hin. Plötzlich hörte er eine Stimme aus der Höhle „Warum?“. Er erschrak und schaute in die Höhle, konnte jedoch niemanden sehen.

„Nun … vielleicht ist es ein weises Orakel, welches mir bei der Lösung helfen kann.“, dachte sich der junge König und fand, dass es eine gute Frage sei. Also antwortete er “… weil die Kosten für den Umbau des Schlosses so hoch sind.“ Und wieder hörte er „Warum?“ aus der Höhle. Wieder überlegte er, „weil ein größeres Schloss nunmal mehr kosten und ich will es größer haben!“ Kaum ausgesprochen hörte er wieder die Stimme „Warum?“ Zunächst war er verärgert und dann überlegte er. Warum wollte er das eigentlich? Und er würde trotzig “… weil ich der König bin !“ Da hörte er wiederum die Stimme „ein König ?““Ja, der König dieses Landes. Ich regiere dieses Land und beschütze die Einwohner. Ich sorge für Recht und Ordnung!“ rief er in die Höhle.

Und als er es ausgesprochen hatte, sank er zu Boden und erkannte, dass sein „großes Problem“ nur deshalb bestand, weil er aus einen Geltungsbedürfnis heraus etwas erbauen wollte, was gar nicht nötig war. Er war der König und daher entschied er einfach, das Schloss nicht größer zu bauen und war zufrieden. „Danke, ich habe verstanden, weises Orakel. Vielen Dank. Wie kann ich Dir nur danken?“ rief er in die Höhle. „Danke“ hörte er die Stimme sagen.

Das ist wirklich ein weises Orakel und es lebt bescheiden und lehrte mich Demut vor meiner Aufgabe und was es heißt, König zu sein. Und das mit so wenigen Worten – aber entscheidenden Fragen. Dann er ritt zufrieden und glücklich wieder in sein Schloss und wurde ein weiser König.

Am Abend kam ein Bauer zu dem Berg mit der Höhle und ging ein Stück um ihn herum. Die Höhle hatte an der Seite eine kleine Öffnung nach draußen, die wie ein kleiner Verstärker wirkte. Dann nahm er sein Kind aus einem kleinen Verschlag, das er dort zum spielen hinterlassen hat. Es war dort geschützt und liebte diesen Ort.

„So wir gehen jetzt heim.“, sagte er und nahm das Kind auf den Arm. Und das Kind schaute ihn an und fragte „Warum?“.

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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Das weise Orakel (Therapeutische Geschichte)
10 Okt

Mein erster Beitrag in der EmotionalBlue 14

Steffen Zöhl, Heilpraktiker für Psychotherapie

Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl

Ich bin gerade erfreut, stolz, begeistert und aufgeregt.

Meine Geschichte „Der Traum vom Sterben“ ist in der
aktuellen EmotionalBlue 14 zu lesen.

EMOTIONAL BLUE ist ein Magazin für alle Themen, die emotional
berühren. Es erscheint online als interaktives ePaper im
PageFlipping-Style mit integrierter Vorlesefunktion.

 

 

 

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Mein erster Beitrag in der EmotionalBlue 14
04 Okt

Die Wut-Nuss (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

Die Wut-Nuss (Therapeutische Geschichte)

gewidmet S.I.N.

In einem Land fern von hier stand ein großer, alter Baum. Kein Mensch wusste mehr, wie er hieß – vielleicht hatte er auch nie einen Namen. Aber es war ein sehr besonderer Baum und das wussten die Menschen in der Gegend. Je nachdem, mit welchen Gedanken und Gefühlen die Menschen zu dem Baum kamen, schmeckten die Früchte anders und nahmen eine andere Form, Farbe oder Konsistenz an.

Verliebte gingen gern zu dem Baum, dann schmeckten beiden die Früchte süß und lecker und waren farbig und es prickelte noch Tage lange. Auch Geburtstagskinder erfreuten sich an den bunten und saftigen Früchten. Für Trauernde schmeckten die rauen Früchte anfangs bitter und salzig wie Tränen und später mild. Doch sie stärkten sie sehr und gaben etwas Trost und Hoffnung. Wenn sich der erste Liebeskummer zeigte, gingen die Mütter oft mit Ihren Kindern zu dem Baum. Die Früchte waren dann zwar anfangs hart und furchtbar sauer, aber das innere der Frucht schmeckte einzigartig, wenn man ein paar Tage wartete. Die Früchte konnten auch Kraft spenden, Zuversicht, Mut oder Gelassenheit.

Manche Menschen mieden den Baum jedoch, denn bei Neid und Missgunst stanken die Früchte ganz widerlich und schmeckten zum Erbrechen. Für andere, die aggressiv oder rachsüchtig waren, brannten die Früchte auf der Zunge wie scharfer Chili.

Eines Tages kam die kleine Ira an dem Baum vorbei. Gerade hatte sie sich mit ein paar Kindern gestritten und war sehr wütend, dass diese nun nicht mehr mit ihr spielen wollten. In ihrer Wut trat sie gegen den Stamm des Baumes. In dem Moment viel ihr eine Frucht auf den Kopf. Die war hart und ihr kleiner Kopf tat ihr weh. „Na warte“, dachte sich Ira und wollte die Frucht auf den Boden schleudern und zerschmettern. Aber die Frucht hatte kleine Stacheln und als Ira sie schleudern wollte, stach sie sich damit selbst in die Hand. Die Frucht hatte eine harte Schale und begann in ihrer Hand zu zappeln und wild zu springen, sobald Ira sie in ihre Hände nahm. Und sie wurde dunkler, je länger sie Ira in den Händen behielt.

Sie nahm sie mit nach Hause und zeigte sie ihrer Mutter. Diese schaute sie an, “Oh…eine Wut-Nuss… Was ist passiert?“, fragte die Mutter. Ira erzählte von ihren Erlebnissen und zeigte die kleine Beule am Kopf und ihre kaputten Händchen. „Du musst an den Kern gelangen.“, sagte die Mutter zu ihr. Ira versuchte, mit einem schweren Buch die Schale zu knacken, aber es gelang ihr ebenso wenig, wie mit den heißen Feuerhaken oder der Säge. Die Mutter riet ihr, sich die Wut-Nuss genau anzuschauen. Ira ging mit der Nuss ans Licht und legte sie vor sich. Das Zappeln der Nuss wurde weniger. An einer kleinen Stelle entdeckte Ira ein kleines Löchlein und eine weiche Stelle. Mit einen kleinen Messerchen piekste sie vorsichtig in diese Stelle und plötzlich knackte die Schale in zwei gleiche Hälften. Diese zerbröselten dann wie von allein.

In der Nuss war ein kleiner Käfer gefangen gewesen, der sie kurz betrachtete und dann davon flog. Er war sehr schön anzusehen, als er flog. Plötzlich fing Ira an, zu weinen … Der schöne Käfer war weg.

Auch ihre Wut war weg … irgendwie war sie wohl schon die ganze Zeit eigentlich traurig.

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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Die Wut-Nuss (Therapeutische Geschichte)