Schritte zur Veränderung

Ändere den Blick(winkel)

Allein die Frage, ob die gemachte Aussage (Glaubenssatz) wirklich so ist/zutrifft, bewirkt oft schon ein (erstmals?) kritisches Auseinandersetzen mit der dahinstehenden Bewertung. Bei einem ‘ja’ frage ich gerne, ob das ganz sicher und immer so ist bzw. sein muss und es keine (!) andere Möglichkeit/Lösung (Erklärung, Begründung) dafür gibt. (vgl. Byron Katie, The work)

 

Kenne Dein Ziel.

Bei einem Wunsch, etwas zu verändern, ist mir die Frage „Wohin“ jemand möchte wichtiger, als das „wovon weg“ er/sie möchte. Ein klares, formuliertes Ziel und die Motivation/den Willen es zu erreichen, sind eine gute Basis, für ein erfolgreiches Coaching – ganz gleich, in welchem Bereich (Verhaltensweisen, privat, beruflich etc.). Eine gute Zielformulierung fängt oft mit „Ich will …“ oder „Ich möchte …“ an und enthält eine klare, kurze Beschreibung WAS ein(e) Klient(in) will (also nicht, was sie nicht will !). Eine realistische Zeitkomponente und ggf. Zwischenschritte sind ebenso hilfreich wie eine Meßbarkeit des Erfolgs. Vergleichswerte („mehr“, „weniger“, „schneller“, „besser“ etc.) helfen dann, wenn sie eindeutig bestimmbar und skalierbar sind (z.B. Skala 0-10). Dann sind auch persönliche Einschätzungen / Berwertungen der Zielwertes möglich.

 

Erkenne die inneren Schweinehunde. Was hält Dich ab ?

Ebenso ist ein Blick auf die aktuelle Situation und die Frage, welche positiven Aspekte es daran gibt, wichtig. Sich mit den positiven Aspekten des IST-Zustands (der Nicht-Veränderung) auseinanderzusetzen unterstützt, mögliche innere Einwände früh zu erkennen und ggf. zu klären.

Von einer Veränderung ist in der Konsequenz selten nur die Klient selbst betroffen. Umso ein erfolgreiches Erreichen Ihres Zieles zu ermöglich, fragen Sie sich z.B. auch
Was sind ggf. unerwünschte Aspekte bei meiner Zielerreichung/Veränderung?
Wer ist von der Veränderung außer mir noch betroffen (Partner, Familie, Kollegen, Freunde, Nachbarn etc.)?
Welche Konsequenzen hat das Erreichen meines Zieles auf mein Leben (privat, Beruf, Umfeld, weitere Ziele)?

Veränderung erzeugt in der Regel eine Gegenwehr – von innen („meine Werte“) und außen („mein Umfeld“). Solange Ihre inneren Einwände nicht geklärt sind, werden Sie zur Erreichung Ihres Zieles nur „mit angezogener Handbremse fahren“ und sich selbst (un)bewusst behindern. Auch das Wissen um mögliche Widerstände und Reaktionen im Umfeld hilft, sich über die Konsequenzen des Veränderungswunsches klar zu werden und abzuwägen.

 

 Definiere Dein Ziel.

Ein gutes Ziel ist für mich erstrebenswert, klar und positiv benannt, der Erfolg messbar, die Erreichung terminiert (mit einem Zieldatum/-spanne versehen) und für mich und andere stimmig. Je erstrebenswerter das Ziel, desto größer ist die Motivation, es zu erreichen. Eine positive und klare Formulierung (ohne „nicht“, „kein“, „weniger“ etc.) verdeutlicht das Ziel und macht etwas greifbar. Wenn die Zielschritte messbar sind, ist auch leicht, auch Zwischenziele zu feiern. Die Freunde über erreichte Zwischenschritte, erhöht die Motivation weiter zu machen. Wenn ein Ziel terminiert ist, kann ich über die Zwischenschritte genauer festlegen, wieviel Energie in die einzelnen Phasen gelegt werden müssen und ggf. reagieren.

 

Plane Dein Ziel.

Welche Fähigkeit und Fertigkeiten, Stärken und Talente unterstützen bei der Zielverfolgung und -erreichung?
Wer und/oder was kann mich dabei unterstützen?
Wen/was brauche ich, um mein Ziel zu erreichen?
Was sind die ersten, konkreten Schritte?
An welchen Zwischenschritten/-zielen merke ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin?
Wozu will ich dieses Ziel erreichen ?
… sind Fragen, die es zu beantworten gilt.

 

Visualisiere Dein Ziel.

Mit Fragen wie
Wie fühlt es sich an, wenn das Ziel erreicht ist?
Woran denke ich, wenn ich dann zurückschaue?
Was wird (mir) dadurch alles möglich?
… können jemand vorausahnen lassen, wie es ist, das Ziel erreicht zu haben. Eine Vielzahl positiver Gedanken, Gefühlen oder Bilder tauchen auf und geben -gerade am Anfang- einen zusätzlichen Motivationsschub. Ein klares Bild, wofür/wozu ich mein Ziel erreichen will, ist ein guter Schutz davor, es aus den Augen zu verlieren.

 

 Konzentriere/Fokussiere Dich auf das Ziel.

Hürden und Rückschläge gibt es überall und sie treten gerne unerwartet auf. Solange man immer wieder aufsteht und seinen Weg weiter geht, interessiert niemanden, wie oft man gestürzt oder gestrauchelt ist. Um durchzuhalten und nach vorn zu schauen, hilft es, sich auf das zu konzentrieren, was man will und wozu man es will. Meine zielgerichtete Kraft mit der Frage „Wie…“, lässt mich viel intensiver Lösungen finden, als die Frage „Ob… ich mein Ziel erreiche.“ Auch das Einplanen von und Erfreuen an Zwischenschritten hält die Motivation aufrecht und zeigt, wieviel man schon geschafft hat.


Und wenn sich die Umstände doch einmal so verändern, dass ich mein Ziel nicht mehr erreichen will? So wie die Welt sich jeden Tag verändert, können sich manchmal auch Ziele verändern. Auch das ist ein wichtiger Prozess, seine Ziele zu überprüfen und hinterfragen. Wenn es gute Gründe gibt, sein Ziel neu abzustecken, kann das besser sein, als an Altem bedingungslos festzuhalten. Oftmals ist auch der Weg das Ziel (Konfuzius).

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