30 Aug

Brombeeren (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

 

Brombeeren
-gewidmet A.C. LoClair-

 

Ein Mann ging zum Arzt. Als dieser ihn sah, schaut er ganz besorgt, „Kasper, was ist denn mit Dir passiert – Du siehst ja furchtbar aus.“ Kasper hatte völlig zerkratzte, wunde Hände und sah sehr übermüdet aus.

„Alles wegen der Brombeeren!“, schnaubte er dem Arzt entgegen.

„Wegen der Brombeeren?“, fragte der Arzt nach.

„Gestern gegen Zwölf kam meine Nachbarin vorbei und erzählte, dass meine Brombeeren im Garten reif sind. Da wir immer gegen 1 Uhr essen, bin ich gleich los geradelt.“, berichtete Kasper.

„Aber brauchst Du nicht fast zwanzig Minuten, bis zu Eurem Garten?“, fragte der Arzt.

„Ja, deshalb wollte ich auch gleich los. Und sie waren schon reif – gut reif.“, erzählte Kasper weiter.

„Und ich dachte, Du magst keine Brombeeren, weil Du sie nicht verträgst.“, hakte der Arzt nach.

„Mag ich auch nicht, aber…

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(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

 

 

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25 Aug

Die Welle (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

Die Welle (Therapeutische Geschichte)
Inspiriert durch Jessica Thormann

 

Ich war schon immer „Wassermann“. Einerseits bin ich in diesem Sternzeichen geboren, andererseits habe ich schon immer eine besondere Verbindung zum Wasser. Schon als Baby wollte ich im und am Wasser spielen. Später entdeckte ich das Tauchen und Surfen für mich.

„Wasser spendet Leben“, sagt man. Für mich spendet es auch Ruhe und Frieden. Es zeigt mir die sanfte Kraft von Ausdauer, Beharrlichkeit und fließender Bewegung – im Fluss sein. Wenn ich mich ihm anvertraue, trägt es mich und bringt mich weiter.

Eins zu werden mit dem Wasser, seine weiche und doch kraftvolle Energie zu spüren und eine neue Welt zu erleben – das hat mich immer fasziniert und begeistert. Beim Tauchen konnte ich in eine neue, fremde und beeindruckende Welt ‘eintauchen’ und mich schwerelos bewegen. Die Unterwasserwelt bietet so viele Eindrücke an farbenfrohen und eigenartigen Pflanzen und Lebewesen, so dass man auch nach einigen Tauchgängen nicht genug davon bekommt.

Wie viel Kraft Wasser hat, weiß jeder, der schon einmal von einer Welle erfasst wurde. Als junger Mann bin ich bei Wellengang -um (m)einer Frau zu imponieren- ins Wasser gegangen. Beim Rausgehen spülte mir eine zurückfließende Welle am Ufer den Boden weg und eine zweite vom Meer kommende ließ mich -unfreiwillig- einen Salto ins Kiesbett machen.

Beim Surfen kann man die Kraft des Wassers ebenso spüren und für sich nutzen. Gleichgewicht, Körperspannung und -beherrschung sind erforderlich, um auf den Wellen zu reiten und durch das Wasser zu gleiten. Vor einigen Jahren hatte ich einen Unfall beim Surfen, der mir einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt und eine Narbe am rechten Bein bescherte. Auch wenn ich schon einige Erfahrungen hatte, kann man das Wasser nie 100%ig beherrschen. Eine solche Naturgewalt kann einen Demut lehren und Grenzen zeigen. Ich hatte sie für einen Moment unterschätzt.

Seit jenem Tag hatte ich einen neuen Begleiter an meiner Seite, wenn ich im Wasser war – meine Angst, mich nochmals zu verletzen und eine Narbe, die mich daran erinnerte. Ich nannte die Angst „Vorsicht“ und suchte mir nur noch ungefährliche Surfspots, wo ich zwar nicht mehr dieses großartige Gefühl von Freiheit, Verbindung zur Natur und Flow fand, aber mich sicher fühlte. Meine Angst wollte mich beschützen, schränkte mich aber auch ein – ich verlor ein Stück Freiheit.

Eines Tages saß ich auf einer Bank an einem See und sah, wie ein Mädchen mit einem Welpen und „seinem“ Ball spielte. Bei einem etwas zu kräftigen Wurf fiel der Ball ins Wasser und trieb dort. Der Welpe lief an das Seeufer und ich konnte ihm ansehen, dass das Wasser ihm Unbehagen machte. Ich kann nicht sagen, ob es neu für ihn war oder er eine schlechte Erfahrung gemacht hatte, aber es zog ihn zum Ball – doch so bald seine Pfoten das Wasser berührten schreckte er zurück. Das Hin und Her sah fast wie ein Tanz aus. Das Mädchen sah es, schritt jedoch nicht ein.

Der Welpe fiepte und jaulte eine Weile. Doch dann…

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(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

 

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24 Aug

Kurzes Video – Angst Teil 1

Unabhängig von den Ängsten, die ich im Folgenden beschreibe, gibt es Angstsymptome, die z.B. körperlich (z.B. Schilddrüsenüber- bzw. -unterfunktion), durch Medikamente oder Drogen bedingt sind. Eine ärztliche Abklärung sollte daher bei häufiger auftretenden Angstattacken erfolgen.

 

Teil 1 (von 3 Videos) zum Thema Angst, Angsttypen/-formen und wozu die Angst gut ist.




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09 Aug

Der Traum vom Sterben (Therapeutische Geschichte)



© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

Die Nachricht traf Linus wie ein Schlag. Sein bester Freund aus Kindertagen Rafael lag im Krankenhaus. Die Diagnose hatte Rafael vor kurzem erhalten und war kurz danach ins Krankenhaus gebracht worden. Nur wenig Zeit – einige Tage, ein paar Wochen, bestenfalls wenige Monate würden ihm bleiben.Auch gab es in seinem Fall keine Hoffnung auf eine Heilung mehr. Rafael war am Boden zerstört, als er es erfahren hatte. Allein die Tatsache, dass er durch die ärztliche Betreuung keine größeren Schmerzen haben würde und nicht ansteckend war – und daher Besuch bekommen durfte- war ein kleiner Tropfen Trost.

Als Linus sich nach dem ersten Schock ein wenig gefasst hatte, brachen nach und nach Gefühle aus ihm heraus. „Warum Rafael? Es gibt so viele schlechte Menschen auf der Welt – wieso er?“ Er dachte an die gemeinsame Zeit in der Schule, der Jugend, als Heranwachsende – so oft hatten die beiden über ihre Pläne gesprochen. Auch wenn sie sich mal eine Weile nicht gesehen hatten – es war immer so, wenn sie sich trafen, als wären sie gerade erst auseinander gegangen. Sie verstanden sich meist mit wenigen Worten. Und all das sollte nun auf so schmerzliche Weise beendet werden? „Das ist doch unfair“, Linus wurde wütend, auch wenn er nicht wusste auf wen – das war so ungerecht. „Wieso kann ihm keiner helfen?“ Er war doch noch so jung.

Einige Zeit später machte er sich auf den Weg. Je näher er dem Krankenhaus kam, desto unwohler wurde ihm. Wie Rafael wohl aussehen würde? Was sollte er ihm sagen? Er kann doch vor ihm nicht zeigen, wie traurig er ist. Außerdem würde das Rafael vllt. nur noch mehr belasten – und ihm ging es schlecht genug. Soviel hatte er am Telefon erfahren. Wie sollte er nun mit ihm umgehen. Früher – ja früher hatten die beiden immer viel zu lachen, wenn sie sich sahen. Einer hatte immer etwas zu erzählen und dann konnten die beiden sich eins feixen.

Mit jedem Meter, dem er Rafael näher kam, wurde Linus unsicherer. Nur noch den Gang runter – die zweite Tür links – die Tür ging etwas knatschend auf. Rafael sah nicht so krank oder erschreckend aus, wie Linus befürchtet hatte – fast normal. „Hi, alter Kerl“, begrüßte er ihn, „siehst ja fertig aus.“. Sie hatte sich immer ähnlich „liebevoll“ begrüßt. Aber in der Sekunde, als er es ausgesprochen hatte, blieb es ihm im Halse stecken. Er versuchte es zu verstecken, aber innerlich hätte er sich ohrfeigen können. „Nicht halb so besch … eiden wie Du.“, Rafael grinste. Linus war einen Moment sprachlos – er schien wie immer, dabei war doch alles so anders.

Die Situation war so skurril und unwirklich für Linus. Sein bester Kumpel lag dort und sollte bald sterben. Auch wenn die beiden sonst sehr offen miteinander sprachen – er nahm sich zusammen – Rafael sollte nichts merken. Für beide war es schwer – Rafael wollte niemandem zur Last fallen – und doch war es seine größte Angst allein zu sein, allein zu sterben und Linus wusste nicht, wie er mit Rafael umgehen sollte. Der Humor, die Leichtigkeit und alles, was die beiden verband, schienen plötzlich wie ausgelöscht.

Linus konnte an dem Abend schlecht einschlafen. Die Gedanken um seinen sterbenden Kumpel kreisten in seinem Kopf. Dann begann er zu träumen. In seinem Traum wachte er in dem Bett im Krankenhaus auf…

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(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

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22 Jul

Die andere Frau (Therapeutische Geschichte)

Die andere Frau

Pia und Fynn waren schon seit 7 Jahren ein Paar. Die Beiden waren jetzt Mitte Zwanzig, kannten sich schon seit der Schulzeit und wurden kurz danach ein Paar. Sie konnten viel miteinander lachen – so verschieden sie in manchen Dingen auch waren. Fynn liebte Fußball und verbrachte mindestens einen Abend der Woche entweder auf dem Rasen oder mit den Kumpels beim Fußball gucken. Pia ging einmal die Woche zum Tanzen und einmal zum Fitnesstraining.

So oft sie konnten, verbrachten die beiden Zeit miteinander. In der letzten Zeit hatte Fynn nun regelmäßig auch zwei Abende für sich genutzt – zum Glück überschnitt sich zumindest ein Tag. Pia fiel auf, dass er sich „irgendwie komisch“ verhielt. Sein Handy lag nicht mehr offen in der Wohnung herum und er schrieb häufiger Nachrichten als sonst. Das ging jetzt schon eine Weile so.

„Sieben Jahre ist eine lange Zeit.“, dachte sich Pia, „ob er eine andere Frau …?“ Bei dem Gedanken schlug ihr Herz schneller, sie spürte die Aufregung in sich und wie die Anspannung in ihr wuchs. Sie war doch eine attraktive Frau und bekam auch immer mal wieder Komplimente von anderen Männern. War sie nicht mehr schön oder reizvoll genug für ihn? Sie blickte in einen Spiegel. Gut, ein paar Stellen würde sie an sich vielleicht schon verändern, das will wohl jede Frau, aber eigentlich war sie mit ihrem Aussehen doch ganz zufrieden.

Was die andere Frau wohl hatte, was sie ihm nicht bieten konnte? Eine bessere Figur? Ein aufregen­deres Liebesleben? War es nur der Reiz des Neuen? Wer sie wohl war? Plötzlich erinnerte sie sich, dass sie kürzlich ein paar Brocken eines Telefonates von Fynn aufgeschnappt hatte – „Ich freue mich“. Sie hatte sich zunächst nichts dabei gedacht … aber jetzt.

Beim nächsten Tanzkurzabend fragte sie ihre Freundin Susanne, was sie von der Situation halten solle. „Der liebt Dich doch, da mach Dir mal keine Gedanken.“, versuchte Susanne sie zu beruhigen. Aber irgendwie ließ es Pia keine Ruhe. Bei Fynns nächstem freien Abend folgte sie ihm heimlich. Er hatte sich schick angezogen und seine guten Schuhe an. Sie ahnte es – er geht zur anderen Frau.

Sie war viel zu aufgeregt, um den Weg zu verfolgen, aber er ging nur etwa eine viertel Stunde und dann klingelte er. Die Tür öffnete sich. „Schön, dass Du da bist.“, hörte sie eine Frauenstimme. Sie kannte diese Stimme doch … das … das war … Susanne.

Wie konnte sie ihre Freundin nur so hintergehen? Und Fynn … sie hatten doch gemeinsame Pläne, sogar über das Heiraten hatten sie mal gesprochen. Aufgelöst und mit Tränen in den Augen lief sie nach Hause. Wir hatte das nur geschehen können? Wie konnten die beiden ihr DAS antun. Viele Tränen kullerten ihre Wangen herunter. Dann wurde sie auch wütend. Nach so vielen Jahren … und sie war ihm immer treu geblieben, obwohl es durchaus Angebote gegeben hätte.

Da ging die Tür auf und Fynn kam herein…

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(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

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12 Jul

Die Trauerweide (Therapeutische Geschichte)

Die Trauerweide

 

Auf dem Friedhof einer kleinen Stadt befand sich so ziemlich in der Mitte ein kleiner Teich. Direkt an dem kleinen Teich stand eine Trauerweide. Sie war schon viele Jahre alt und hatte viele Menschen kommen und gehen gesehen. Einige, die auf den Friedhof gingen, um ihre Verstorbenen zu besuchen, setzten sich in den Schatten des Baumes – auf die kleine Bank, die dort stand.

 

Viele Tränen hatte die Trauerweide schon gesehen und Trauernde weinen und klagen gehört. Doch sie schwieg. Vielleicht war es auch das schweigende Zuhören, das so viele Menschen schätzten und sie im Kreise des Baumes ihren Kummer aussprechen ließ. Anfangs hatte sie versucht, den Menschen etwas zuzuflüstern, um sie zu trösten, doch keiner hatte sie gehört. Auch Vögel saßen in den Zweigen des Baumes. Doch wenn sie dort saßen, sangen sie keine Lieder oder zwitscherten miteinander. Die Weide war ein besonderer Ort und alle respektierten dies.

Weil sie schon so alt war, überragte die Trauerweide viele der jüngeren Bäume und konnte alles bemerken, was auf dem Friedhof geschah. Sie wusste auch genau, wo die letzte Ruhestätte eines jeden war.

Eines Tages setzte sich der kleine Linus auf die Bank. Linus war erst 9 Jahre alt und hatte doch schon vieles erlebt. Seine Eltern standen nur wenige Meter von ihm entfernt an einem Grab. Beide hielten ihre Hände und weinten. Sein kleiner Bruder Benjamin war vor einigen Tagen verstorben. Auch Linus war sehr traurig. In diesem Jahr wäre Benni, wie er ihn nannte, sieben geworden und in die gleiche Schule eingeschult worden, wie er.

Die beiden konnten sich streiten, wieder vertragen und spielten sehr gerne miteinander. Seine Eltern hatten ihm erklärt, dass Benni nie wieder mit ihm spielen würde. Vor einigen Wochen musste Benni ins Krankenhaus. Dort hatten Ärzte festgestellt, dass Benni sehr krank war. Schon damals hatten seine Eltern viel geweint. Linus hatte es nicht verstanden. Schließlich ging er fest davon aus, dass er bald wieder mit Benni spielen würde.

Als er daran dachte, wie er doch immer mit Benni um die Wette gelaufen war, sie gemeinsam im Park mit den Fahrrädern übten oder mit ihren Eltern spielten, wurde Linus sehr, sehr traurig. Bisher hatte er kaum geweint, aber unter der Trauerweide kullerten seine Tränen die Wangen herunter.

Die alte Trauerweide hatte schon so oft Tränen gesehen und einfach nur zugehört. Doch als Linus Tränen auf ihre Wurzeln trafen, …

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(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 




 

 

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30 Jun

Silbergras (Therapeutische Geschichte)

Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl-gewidmet Doreen-

 

Linus war einer der Hasen, die es liebten, Neues zu entdecken. Seine ständigen Ausflüge hatten ihm schon die eine oder andere Schramme beschert und ihn in brenzlige Situationen geraten lassen. Aber er war ein schneller kleiner Hase und mutig dazu.

Schon oft war er über die Heide und den kleinen Hügel im Norden, um den Teich im Osten, die westlichen Waldlichtungen oder die Wiesen und Felder im Süden des Hasenwaldes gehoppelt. Und hatte viel Neues und Schönes entdeckt. Linus liebte es, Schönes zu entdecken. Daran hatte er Freude. Dann konnte er vergessen, wie oft ihn andere Hasen wegen seines einen Knickohrs geärgert hatten. Das Problem für Linus war, dass das Schöne für ihn schnell wieder an Reiz verlor, wenn er es eine Weile betrachtet hatte. So musste er immer längere Ausflüge unternehmen und schneller laufen, damit er zum Abend zurück im Dorf war.

Eines Tages traf er die alte Louisa. Die greise Häsin hatte schon weißes Haar und bewegte sich nur noch langsam. Linus dachte sich, so alt, wie sie ist, hat sie bestimmt schon vieles gesehen – und viel Schönes. Vielleicht kann sie mir sagen, wo ich noch etwas Schönes und Neues finden kann. Also setzte er sich neben sie auf ihre Bank. Louisas Bank stand ziemlich in der Mitte des Hasendorfes nahe bei ihrem Haus. So konnte Louisa noch viel mitbekommen, was so im Dorf passierte. Linus fragte die alte Louisa, was wohl das Schönste sei, was sie jemals gesehen hatte. „Silbergras“, sagte Louisa, „ich liebe Silbergras.“ Linus überlegte. „Wo finde ich Silbergras?“, fragte er Louisa. Sie erklärte ihm, dass Silbergras etwas Sonne und etwas Feuchte braucht, um zu gedeihen und wunderschön anzusehen ist.

Linus lief los so schnell er konnte und suchte an all den Orten, die er besucht hatte. Doch er fand kein Silbergras. Er hatte zwar noch nie selbst welches gesehen, aber dafür eine gute Vorstellung davon, wie Silbergras aussehen würde. Er lief immer schneller und weiter und fand doch kein Silbergras.

Eines Tages kam er ziemlich erschöpft zurück ins Hasendorf und setzte sich wieder neben Louisa auf die Bank…

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(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

 

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08 Jun

7.6.2016 Vortrag Angst im BKC

im Tomasa Zehlendorf

Berlin, 07.06.2016 Vortrag ‘Angst’ beim BKC-BusinessKontakteClub-Netzwerktreffen im Tomasa Zehlendorf

Am Dienstag habe ich einen Impulsvortrag zu Angst gehalten.

 + Angst / Prüfungsangst
+ Was ist Angst?
+ Was passiert im Körper bei Angst?
+ Formen von Angst
+ Wofür ist meine Angst gut?(!)
+ Praxisbeispiel Prüfungsangst
+ Wie kann ich damit (besser) umgehen?

Mein Ziel war es, ein kleines Plädoyer für die Angst zu halten und die positiven Aspekte aufzuzeigen. Viele Ängste haben eine positive Absicht (z.B. Schutz, Warnung, Unterstützung, Aufmerksamkeit, Wichtigkeit) und sind oft ein verkannter Freund. Ich hatte viel Spaß dabei.

Im Anschluß gab es eine Vorstellungsrunde aller Teilnehmer und ein aktives „Speed-Dating“. Ein toller Abend in schöner Atmosphäre und mit Sonne.

Ich bedanke mich nochmals herzlich bei Michael Krebs für die Einladung, das Interesse am Thema, die Möglichkeit mich vorzustellen und Helga Breusing, Jolanta Schaefer und Angelika Mix für den freundlichen Empfang.

(Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl)

Praxis Der Zuhörer -Steffen Zöhl

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