30 Jan

Das Geheimnis der alten Flasche 1 (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

Als die alte Flasche an diesem Morgen erwachte, wusste sie noch nicht, dass dieser Tag ein ganz besonderer Tag werden würde. Schon lange lag sie in der Uferböschung des kleinen Flüsschens. Sie war in ein paar Zweigen hängengeblieben und hatte sich dort verfangen. Sie wusste nicht mehr, wie sie dort hingekommen und auch nicht, warum sie überhaupt dort war.

 

 

Für eine Flasche ist das ja ein ungewöhnlicher Ort. Sie hatte schon so viele Sommer, Herbste, Winter und Frühlinge gesehen. Von außen hatte sie eine Hülle von Schmutz angenommen. Ein rotbraunes Kleid, was sie undurchsichtig und geheimnisvoll machte. Sie bekam dadurch ebenfalls einen antiken Charme. Durch die rotbraune Schicht war sie in der Umgebung schwer zu erkennen, denn auch manche Blätter und Büsche hatten diese Farbtöne.

Manchmal fragte sie sich, ob sie dort jemand vergessen hatte. Sie fühlte sich so nutzlos und leer. Was sollte auch jemand mit einer alten, schmutzigen Flasche anfangen? Das kühle Wasser des Flüsschens umspülte sie und gab etwas Trost, aber seine Kraft reichte nicht aus, die alte Flasche fortzutragen. „Ans Meer und hinaus in die weite Welt oder zumindest auf eine Reise – mit der Strömung eines richtigen Flusses“, träumte die alte Flasche oft.

Der kleine Ben schlenderte an diesem Tag über die Wiesen und an dem kleinen Flüsschen entlang. Er war nun alt genug, dass seine Großeltern ihn die Umgebung rund um ihr Gartenhäuschen erkunden ließen. Von Zeit zu Zeit schauten sie und hatten ihn von der Terrasse aus ganz gut im Blick. Ben war langweilig und so schaute er in das kleine Flüsschen. Er hoffte, vielleicht ein paar Fische, Libellen oder Frösche zu erspähen. Stattdessen sah er die alte Flasche. „Was da wohl drin ist?“, fraget sich Ben. „Sie sieht alt aus. Vielleicht eine Schatzkarte …“, er wurde ganz aufgeregt und sah sich schon mit seinem Opa auf Schatzsuche gehen.

Aber so einfach war die alte Flasche gar nicht zu erreichen – zumindest nicht, ohne nasse Füße zu bekommen. Sie war gerade so weit entfernt vom Ufer, dass Ben sie ohne Hilfe nicht erreichen konnte. Da musste wohl sein Opa helfen. Der war ganz froh über etwas Abwechslung. Auch wenn es für ihn „nur eine alte Flasche“ war. Für seinen Enkel macht er doch so einiges. Der Opa hielt Ben fest an einer Hand und ließ ihn soweit hinab, dass er die Flasche greifen konnte.

Die alte Flasche, die in der Sonne ein bisschen gedöst hatte, wurde plötzlich hell wach. Irgendwas war anders – sie spürte das Wasser nicht mehr und sah nun ganz andere Dinge um sich herum. „Und … und … was ist drin ? Eine Schatzkarte ?“, fragte Ben aufgeregt. „Wir werden sie säubern und öffnen“, sagte der Opa, immer noch sicher, dass es nur eine alte Flasche war, die jemand weggeworfen hatte. Unter der Pumpe und mit etwas Seife wurde die alte Flasche gewaschen. Durch das noch leicht verschmutzte Glas konnte man plötzlich erkennen, dass sich tatsächlich etwas in der Flasche befand.

Der Opa wurde nun auch etwas neugierig und hielt die Flasche gegen die Sonne. Ben war nun kaum noch zu halten, „Mach sie auf, mach sie auf! Ich will die Schatzkarte sehen.“, rief er und tanzte vor Freude. „Na mal schauen, was für ein ‚Schatz‘ sich darin verbirgt“, lächelte der Opa schelmisch. Aber er wollte auch Ben die Freude nicht nehmen. Es kostete etwas Kraft, doch dann ließ sich die alte Flasche öffnen.

Sie war selbst sehr gespannt, was sich wohl in ihrem Inneren verbergen würde. Der Opa schüttelte die Flasche… und hervor kam ein Zettel. Er war gerollte und schien schon ziemlich alt zu sein. „Ein Schatz, ein Schatz“, rief Ben wieder. Der Opa nahm das Papier und entrollte es vorsichtig. Dann las er vor: …

Gefallen gefunden und neugierig, wie es weiter geht? Die vollständige Geschichte und viele weitere Geschichten für Groß und Klein gibt es in meinem Buch

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

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27 Jan

Meine Therapeutischen Geschichten als Hörgeschichten

Ich habe mich entschieden, meine Geschichten zukünftig auch als “Hörgeschichten” zu veröffentlichen.

Vielleicht gefällt es manchen Menschen, diese lieber zu hören als zu lesen oder ich erreiche zusätzlich Menschen, die sie nicht lesen können.

Wenn auch noch nicht alle Geschichten vertont sind, habe ich die, die schon als Hörgeschichten fertig sind, in den Beiträgen eingebunden.

Viel Spaß beim Hören und Lesen.

 

Das ist z.B. meine neueste Geschichte, die von Dankbarkeit und Achtsamkeit handelt.

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

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20 Jan

Vortrag psychosomatische Rückenschmerzen bei Mrs.Sporty

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

Am 19.01.2017 fand einer meiner Vorträge “Psychosomatische Ursachen bei Rückenschmerzen” bei Mrs.Sporty in der Reichsstraße statt. Herzlichen Dank an die Clubmanagerin Christin Dittrich und ihr Team für den freundlichen Empfang und die Unterstützung.

Mrs. Sporty richtet das Angebot explizit an Frauen, um in motivierender Atmosphäre, mit Spaß und individueller Betreuung durch qualifizierte Trainerinnen Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit zu trainieren.

Über die ausgebuchte Veranstaltung und das rege Interesse der anwesenden Damen habe ich mich sehr gefreut.

Mein Vortrag befasste sich mit

  • Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist/Gefühlen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Ursachen und Auslöser
  • Entstehung Rückenschmerzen
  • multimodale Therapieansätze
  • Vorteile von begleitender Psychotherapie

Im Anschluss gab es noch einen interessanten und regen Austausch.

 

Weitere solcher Veranstaltungen werden folgen. Ebenso startet im Januar eine Vortragsreihe, die sich an Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Orthopäden richtet.

Bei Interesse freue ich mich über eine Nachricht.

 

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19 Jan

Aus dem Fenster geschaut (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017Gestern Abend schaute ich aus dem Fenster. Es war ein klarer, kalter Winterabend. Einer dieser Winternächte, wo man nicht draußen sein wollte, wenn es unbedingt nötig war. Der Wind pfiff durch die Straße und ließ die kalte Luft noch kälter auf der Haut scheinen, als sie ohnehin schon war.

Ich schaute hinaus in die Nacht – auf die kleine Straße und die Bäume, die gegenüber auf dem Schulhof stehen. „Wie gut, dass ich nicht hinaus muss.“, war mein erster Gedanke, „So klar auch die Luft sein mag – es ist schon ganz schön kalt da draußen.“ Eine Frau ging die Straße entlang und verschwand bald wieder in der Dunkelheit der Straße.

„da draußen …“, ich nahm mir einen Moment für mich. In diesem Moment wurde mir bewusster, dass ein „da draußen“ bedeutete, dass es auch ein „da drinnen“ gibt – eine Wohnung, die warm war, ein Bett, in das ich gleich steigen würde und schlafen könnte. Ich würde schlafen können – gesund, ohne Hunger, ohne Angst verfolgt zu werden, ganz gleich weshalb. Ich werde warm, sicher und behütet schlafen können.

Ich habe ein „Zuhause“, einen Ort des Rückzuges, der Privatsphäre und der Sicherheit. Ein Zuhause voller ‘Luxus’ – mit Kleidungsstücken, die ich tlw. bestimmt schon über ein 1 Jahr nicht getragen habe -manche vermutlich länger, mit einem Computer, Fernseher, Bücherregalen und einer recht gut ausgestatteten Küche.

Ich bin nicht allein oder isoliert – ich habe Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, Klienten, Kunden oder kann neue freundliche Menschen kennenlernen.

Auch wenn es kitschig klingen mag … einmal bewusst wahrzunehmen, wie viele Dinge ich in meinem Leben besitze (von denen ich sicher nicht alle ‘brauche’) oder wie viel Glück es für mich bedeutet, genau hier und jetzt leben zu dürfen, erfüllt(e) mich mit einer großen Dankbarkeit.

Natürlich war es nicht immer und auch nicht alles leicht in meinem Leben. Es gab und gibt immer wieder Stolpersteine, Herausforderungen, aber ich erfreue mich mehr an den Erfolgen, als dass ich mich über die Tiefschläge des Lebens ärgere. … zumindest im Nachhinein. Jeder trägt sein Päckchen – ich kann meines (er)tragen.

Das Bewusstwerden, dass ich in meinem Leben aber viel Glück hatte – eine glückliche Kindheit, keine größeren Probleme in der Schule, Ausbildung, Studium, Erfolg im Beruf und ein auskömmliches Einkommen, was mir ein zufriedenes Leben und letztlich den Start in meine jetzige Berufung als Heilpraktiker für Psychotherapie ermöglichte, ließ mich unglaublich glücklich und dankbar sein.

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
(Sir Francis Bacon)

Die Chance, etwas tun zu können, was mich aus tiefstem Herzen glücklich werden lässt – Menschen helfen zu dürfen, wurde mir möglich. Und dafür war und bin ich zutiefst dankbar.

Auch mit meinen Klienten mache ich gerne eine Übung -meist als Hausaufgabe zwischen zwei Terminen, bei der sie eine Liste aufstellen, z.B. wofür sie dankbar sind, worauf sie in ihrem Leben stolz sind oder was sie an kleinen und großen Dingen in ihrem Leben glücklich macht. Denn allzu oft verlieren wir das aus den Augen und fokussieren uns auf das, was uns (scheinbar) fehlt.

Oft denken wir nicht an die wichtigsten Dinge … Gesundheit, Freiheit, Liebe, …

P.S. Wie wäre es, heute mit diesen oder zumindest einer dieser Listen zu beginnen?

 

Gefallen gefunden und neugierig geworden? Diese und viele weitere Geschichten für Groß und Klein gibt es in meinem Buch

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

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11 Jan

Top 10 Heilpraktikerblogs bei ausbildungheilpraktiker.info

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016Direkt zu Beginn des neuen Jahres informierte mich Florian Mayer von der Seite ausbildungheilpraktiker.info, dass sowohl mein Interview als auch mein Blog sich größerer Beliebtheit erfreuen.

Dabei hat es mein Blog bereits im ersten Jahr in die Top 10 (Platz 10) seiner Liste geschafft.
Ich bin schon ein wenig stolz darauf.

 

Gleichzeitig möchte ich diese Gelegenheit (1. Artikel in 2017) nutzen und allen einen guten Start in ein glückliches, zufriedendes, friedvolles und gesundes 2017 wünschen.

 

 

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