16 Mai

Das Meer in Dir (Therapeutische Geschichte)

-gewidmet Malamati-

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

Manchmal wenn wir reden, sehe ich deine Zweifel … in deinen Augen.

Du fragst dich dann, ob du all das, was vor dir liegt, schaffen kannst oder was du noch ändern – besser machen – könntest.

Manchmal glaubst du, nicht gut genug zu sein. Manchmal fragst du dich, was du noch tun oder verändern solltest, um endlich liebenswert zu sein und gemocht oder geliebt zu werden.

Bei anderen Menschen erkennst du schnell das Positive, die Stärken und kannst über die Schwächen schnell hinwegsehen. Du siehst den Menschen gerne als Ganzes, gehst über Oberflächliches hinweg und stehst anderen offen und empathisch gegenüber.

Dich selbst betrachtest du VIEL kritischer. Jeder Gedanke über dich, was du tust oder nicht, was du sagst oder nicht – wird von dir hinterfragt. Was werden andere über dich denken? Werden sie vielleicht enttäuscht, traurig oder unzufrieden sein? Könnten sie dich weniger schätzen oder mögen, weil du VIELLEICHT manchmal nicht den Erwartungen entsprichst, von denen DU glaubst, dass die anderen sie von dir haben? Ob du nicht intelligent, schön, stark, oder was auch immer, genug sein könntest … oder auch nur so zu wirken, beschäftigt dich manchmal.

Wenn ich dir dann spiegele, was ich in dir sehen kann und wie ich es wahrnehme, schaust du mich ungläubig an. Du kannst nicht verstehen, wie ich so viel mehr in dir sehen kann. Wir grinsen beide, wenn ich frage, warum es bei anderen denn anders sein sollte als bei dir…

Gefallen gefunden und neugierig, wie es weiter geht? Die vollständige Geschichte und viele weitere Geschichten für Groß und Klein gibt es in meinem Buch

 

 

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „Das Meer in Dir (Therapeutische Geschichte)

  1. Ein wunderschöner Text. Und die liebevolle Aufforderung, sich selbst mit dem sanften Meer in sich zu beschäftigen und den kraftvollen Wellen, die es bewegen kann. Danke für diese tiefgehende Anregung.
    Herzliche Grüße
    Alexandra Cordes-Guth

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