09 Mai

Vortrag zu Psychosomatischen Rückenschmerzen in der Humboldt-Universität zu Berlin

Vortrag Rückenschmerzen in der Humboldt-Universität zu Berlin

Vortrag Rückenschmerzen in der Humboldt-Universität zu BerlinWer hätte gedacht, dass ich mal in der Humboldt-Universität zu Berlin Vorträge halten würde oder einen Workshop gebe? Ich freue mich sehr, dass ich am 27.4.18 erstmalig meinen Vortrag Psychosomatische Ursachen von Rückenschmerzen (Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche) halten durfte.

Rückenschmerzen sind eine der Hauptursachen für krankheitsbedingte Fehltage in Deutschland. Immer mehr Unternehmen und Institutionen nehmen dies zum Anlass, im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements Aufklärung, Vorsorge und Unterstützung zu betreiben.

 

In meinem Vortrag ging es hauptsächlich um

  • Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist/Gefühlen
  • Definition von Rückenschmerzen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Ursachen und Auslöser
  • Entstehung Rückenschmerzen
  • multimodale Therapieansätze
  • Entspannungsverfahren
  • Vorteile von begleitender Psychotherapie

 

Vielen Dank an Christine Alpermann und Dörte Schimansky-Geier  aus der Abteilung für Personal und Personalentwicklung (Berufliche Weiterbildung) für die Vorbereitung und Unterstützung.

 

 


Bei Interesse an einem Vortrag (z.B. Sportstudios, Hochschulen, Betriebliches Gesundheitsmanagement von Unternehmen, Schulen, etc.) freue ich mich über eine Nachricht.

 

 

© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018

 

 

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02 Mai

Abnehmen – WARUM will ich das eigentlich? (Thema des Monats)

Wenn auch draußen noch nicht immer merklich, ist es Frühling  und bei einigen Menschen beginnen mit der Sonne und den ersten warmen Tagen die Gedanken an den Sommer und die dann gewünschte Figur wieder verstärkt aufzukommen. Eine mögliche Diskussion über Schönheitsideale und grundsätzliches Ernährungsverhalten lasse ich bewusst außen vor. Meine Ausführungen richten sich vorrangig an Menschen, die die Entscheidung gefällt haben, ihr Körpergewicht verändern zu wollen und damit bisher nicht den gewünschten Erfolg hatten.

Ich möchte mich der Frage widmen, warum es manchen Menschen gelingt, ihr Körpergewicht zu verändern und anderen weniger.

Was beeinflusst eigentlich unsere Ernährung(sweise)? Hier gibt es eine Vielzahl an Faktoren wie z.B.

  • Stress,
  • Emotionen (z.B. Trauer, Frust, Angst, Wut, Alleinsein, Glück, Freude, Spaß, Liebe, Geborgenheit),
  • Erziehung/Prägung, Kindheitserinnerungen, Rituale,
  • Werbung, Medien, Düfte, Verpackungen, Packungsgröße, Hersteller, Preis, Verfügbarkeit,
  • individueller Geschmack/Vorlieben und auch situatives Geschmacksempfinden,
  • Ernährungswissen, Inhaltsstoffe, Herstellung, Anbau, Herkunft, Lebensmittelskandale,
  • Werte-/Weltbild (vegetarisch/vegan, Religion), Selbstbild/Fremdbild, Selbstwert, Achtsamkeit, Kulturkreis,
  • Körperlicher Bedarf: Menge (Energiebedarf, Sättigung), Nährstoffe (schneller Zucker vs. langfristige Kohlenhydrate; Vitamine, Eiweiße, Fett, Kalorien), Jahreszeit / Wetter / Hormone.

Selbst diese (unvollständige) Aufzählung zeigt schon, wie viele unterschiedliche Faktoren die individuelle Ernährung(sweise) beeinflussen. Jedoch ist die Ernährung nur eine Komponente, die sich auf unseren Körper auswirkt. Dem, was wir als Nahrung und Energie aufnehmen, steht unser Energieverbrauch gegenüber. Hier spielen Faktoren wie z.B. Menge an körperlicher/geistiger Arbeit, Umgebungs-/Körpertemperatur, Kondition eine Rolle. Eine Reduzierung des Körpergewichts (Abbau der körpereigenen Fettreserven) funktioniert.

Diese Informationen sind allgemein bekannt und stellen daher zunächst gleiche Ausgangsvoraussetzungen dar. Es mag in manchen Fällen auch genetische Faktoren geben, die eine Gewichtsveränderung begünstigen oder erschweren, aber ich möchte einen anderen -meines Erachtens wichtigen- Aspekt betrachten.

 

Warum funktioniert Abnehmen dann so oft nicht?

Ich denke, dass das Motiv / die Motivation, WARUM jemanden abnehmen WILL, ein wichtiger Faktor ist, der darüber entscheiden kann, ob es gelingt oder nicht.

starke Motive/Motivationen

schwache Motive/Motivationen

Ich will in dem Kleid meiner Mutter heiraten.

Mein Arzt hat mir geraten abzunehmen.

Ich will mit meinem Enkeln spielen können.

Meiner Frau bin ich zu dick.

Ich will wieder mit meiner Frau tanzen/reisen können. Meine Kleidung passt mir nicht mehr.

 

Ein starkes Motiv motiviert, schafft positive Energie, ist DER Antrieb für mich, stärkt mein Durchhaltevermögen, schafft Veränderungspotenzial und gibt mir Kraft. Auch das Setzen realistischer Ziele -meine Erwartungen an mich- ist wichtig. Eine Ernährungs- und Lebensumstellung führt regelmäßig nicht zu Blitzerfolgen. Der Körper reagiert auf Nahrungsumstellung und veränderte Aktivität. Setze ich mir viele kleine realistische Teilziele, kann das motivieren und das Durchhaltevermögen stärken.

Abnehmen funktioniert meist nicht linear, erfordert eine gewisse Anstrengung und Durchhaltevermögen und erfolgt geschlechtsspezifisch unterschiedlich. Das Wissen über unterschiedliche Abnehmerfolge kann Frust ersparen und ein starkes Motiv lässt mich durchhalten.

Bedenken wir auch den Alltag und all die Situationen und Momente, die uns Kraft kosten werden: „Das Leben – der ganz alltägliche Wahnsinn“: Stress, Konflikte, Veränderungen, Ausnahmen (Geburtstage, Feiern, Reisen, u.v.m.) und Gewohnheiten. (Ess)Gewohnheiten und Aktivitäten zu verändern, kostet Energie und kann in der Umwelt auf Widerstand stoßen. Veränderungen erzeugen meist inneren und äußeren Widerstand. Das Dokumentieren und „Feiern“ von Zwischenzielen, kann die Motivation auf- und ausbauen.

In der Arbeit mit Klienten achte ich darauf, dass sich die/der Klient/in bewusst macht, wo überall Gewohnheiten bestehen, die es zu verändern gilt. Gewohnheiten sind schon so lange da, dass sie unbewusst funktionieren. Sie sind uns vertraut, fühlen sich oft gut an und haben sich „bewährt“. Gleiches gilt für unsere „Systeme“ (Partner, Familie, Freunde, Kollegen, …), die auf die gelebte Veränderung (Ernährung, Sport, etc.) reagieren. Hier heißt es, sich bewusst zu machen, wer unterstützt und wer bremst? Veränderungen kosten Kraft. Ein starkes Motiv verleiht Kraft.

Auch das Selbstbild und der Selbstwert kann den Erfolg von Veränderungen beeinflussen. Wer bin ich – wer will ich sein? Was hat mich zu dem/derjenigen gemacht, der/die ich heute bin? Was ändert sich für mich, wenn ich mich verändere? Was gewinne ich? Was verliere ich aber vielleicht auch? Bin ich es mir wert, dass ich mein Ziel erreiche? Manchmal sorgen (unbewusste) innere Konflikte dafür, dass wir uns selbst sabotieren. Würde beispielsweise nur ein Mitglied einer Familie versuchen, abzunehmen, könnte ein innerer Konflikt entstehen. Die Zugehörigkeit und Akzeptanz der eigenen Familie stünde ggf. der Veränderungswillen gegenüber. Hier kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung zu suchen, um die Aspekte zu klären. Mit einem starken Motiv gelingen Veränderungen leichter.

Meine Klienten lasse ich sich gern vorstellen, wie sie ihr Ziel bereits erreicht haben. Das kann einen tollen Motivationsschub geben, lässt die innere Motivation nochmal prüfen und ermöglicht eine Betrachtung der verschiedenen Aspekte (Vor-/Nachteile, Veränderungen, Selbstbild, etc.)

 

Um erfolgreich zu sein und zu verändern, brauchst Du ein gutes und starkes Motiv. Es gibt Kraft.

GLAUBE AN DICH.

 

 

Über Feedback, Meinungsaustausch, Ideen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

 

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10 Apr

Die Weisheiten der alten Eule 4 (Therapeutische Geschichte)

Die Weisheiten der alten Eule © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

Die Weisheiten der alten Eule
(Therapeutische Geschichte)

 

In einer sehr alten Eiche lebte eine auch ziemlich alte Eule. Mit der Zeit konnte sie schlechter hören und sehen, aber die Tiere des Waldes gingen gern zu ihr, wenn sie Sorgen und Probleme hatten. Im Gespräch mit der alten Eule fanden viele Tiere ihre Lösungen und verstanden, was das eigentliche Thema war. Von einigen dieser Begebenheiten will ich berichten.

 

Der Storch Shakir

Als der Frühling wieder eines Tages den Wald zu neuem Leben erweckte, kam auch der Storch Shakir von seinem Winterquartier im Süden zurück. Nach der langen Reise erholte und stärkte er sich zunächst in den Auen, die an den Wald grenzten. In den letzten Jahren hatte er häufiger von der alten Eule und ihrer Weisheit gehört. Nun hatte er so viel Kummer im Herzen, dass er sie aufsuchte, um ihr sein Leid zu klagen. Er fühlte sich vom Leben gestraft, glücklos und tieftraurig.

Nachdem die Eule ihm eine Weile zugehört hatte, sagte sie nur „traurig, traurig, kohohomm heute abend wiehieder, wenn die Sonne uhuntergeht und klage auch den anderen Dein Leiheid.“ Shakir freute sich, dass die Eule ihn verstand. Etwas Trost von den anderen Tieren zu bekommen, würde ihm sicher gut tun. Als die Sonne ihre letzten Strahlen durch den Wald sandte und ihn in ein Farbenspiel hüllte, kam Shakir wieder zur Eiche der alten Eule. Darunter hatten sich einige Tiere versammelt, die wohl die alte Eule eingeladen hatte. Er sah in viele freundliche und glückliche Gesichter. Dieser Anblick lies ihn sofort wieder daran denken, wie schwer sein Leben und wie unglücklich er war.

„Ich hatte nicht viel Glück im Leben.“, begann er zu erzählen, „Als erstes musste ich mich durch die harte Schale eines Eies kämpfen, mit meinen 2 Brüdern musste ich das Nest und das Futter, was meine Eltern brachten, teilen und schon nach wenigen Wochen fliegen lernen. Heute muss ich zweimal im Jahr eine weite Reise antreten und viele Kilometer fliegen. Seit 10 Jahren mache ich das nun schon. Meine Beine sind lang und dünn und obwohl ich ein Vogel bin, kann ich doch nicht zwitschern und tirilieren, sondern nur klappern. Das klingt, als ob man schnell auf einen hohlen Baum schlagen würde.“

Mit gesenktem Haupt fuhr er fort: „Mein Gefieder ist auch nur schwarz und weiss und nicht so schön bunt, wie das anderer Vögel. Wann immer die Menschen mich sehen, zeigen sie auf mich und sprechen miteinander. Ich kann es von da oben zwar nicht hören, aber vermutlich mögen sie mich nicht und machen mich schlecht.“ Er wollte gerade weiter über seinen Kummer reden, als er einmal aufsah und in die Gesichter der anderen Tiere schaute. Viele der kleinen und großen Zuhörer hatten Tränen in den Augen. Shakir war froh, dass die anderen Mitleid mit ihm hatten und erkannt hatten, wie schlecht es ihm ging und dass sein Leben schon sehr hart war.

Plötzlich spürte er ein Pieksen am Bein. Es war das Küken der Schwalbe, das dem Storch an sein Bein pickte und es schaute eher wütend. Als Shakir hinabsah zum Küken, plusterte sich das Küken auf und fuhr ihn an: „Was fällt Dir eigentlich ein, die anderen so traurig zu machen? Du bist so reich beschenkt und siehst es nicht!“ Shakir war zunächst überrschascht und wurde dann sogar etwas wütend: „Was verstehst DU denn schon davon, Du kleines Küken? Womit sollte ich denn schon beschenkt sein?“

Da meldete sich eines der anderen Tiere. „Du beschwerst dich, dass du so weite Wege fliegen musst“, sagte die Taube, „und vergisst, dass du es KANNST. Mit meinem gebrochenen Flügel kann ich nicht mehr fliegen – und würde so gern. Frei durch die Luft fliegen zu können, ist ein großes Geschenk.“ Erst jetzt bemerkte Shakir, dass die Taube verletzt war und wurde verlegen. „Du ‘musstest’ deine Kindheit mit deinen Brüdern teilen? Ich hätte gerne Brüder gehabt, um mit ihnen zu spielen.“, meldete sich das Reh. So erfuhr Shakir, dass andere Tiere ohne Geschwister oder Eltern aufwuchsen, nicht fliegen oder zwitschern konnten oder auch gejagt wurden. Viele Tiere wurden nicht einmal 10 Jahre alt.

„Weisst Duhu, warum die Menschen ahauf Dich schauen und übeher Dich sprechen?“, fragte nun die alte Eule den Storch, “… weil Du für sie das Symbol der Gebuhurt bist. Manche Menschen erzählen ihren Kihindern sogar, duhu würdest die Babys bringen.“ Da mussten Shakir und die alte Eule lachen. „Die Menschen mögen mich?“, fragte Shakir überrascht, „Das hätte ich nicht gedacht.“

Vieles, was ihm selbstverständlich oder sogar belastend vorkam, erschien plötzlich in einem ganz anderen Licht. Shakir bemerkte, dass es vieles in seinem Leben gab, wofür er nun dankbar war. Er hatte noch ein halbes Leben vor sich. Die Menschen mochten ihn.

Es war ein warmes Gefühl, das sich in ihm ausbreitete und er war erfüllt von Dankbarkeit und Lebensfreude. Er klapperte voller Stolz und Freude und bedankte sich bei den Tieren des Waldes und der alten Eule, die ihm ein neues Lebensgefühl und ein Leben voll Dankbarkeit geschenkt hatten.

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

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26 Mrz

Die Weisheiten der alten Eule 3 (Therapeutische Geschichte)

Die Weisheiten der alten Eule © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

Die Weisheiten der alten Eule
(Therapeutische Geschichte)

 

In einer sehr alten Eiche lebte eine auch ziemlich alte Eule. Mit der Zeit konnte sie schlechter hören und sehen, aber die Tiere des Waldes gingen gern zu ihr, wenn sie Sorgen und Probleme hatten. Im Gespräch mit der alten Eule fanden viele Tiere ihre Lösungen und verstanden, was das eigentliche Thema war. Von einigen dieser Begebenheiten will ich berichten.

 

Der Kater Elias

An einem Sonntagmorgen im Herbst, die Sonne wollte sich nicht zeigen und der Himmel war grau, kam der Kater Elias zur weisen Eule. Er wusste nicht mehr weiter. „Meine Frau Dori ist in letzter Zeit immer kratzbürstiger geworden und ist oft krank. Früher hatte ich zumindest am Wochenende frei und konnte mit den anderen Katern um die Häuser ziehen. Jetzt muss ich abends auch noch den Haushalt machen, da sie das oft nicht schafft oder sie pflegen, wenn sie krank ist. Zumindest ist sie dann nicht mehr so schnippisch zu mir.“, jammerte Elias.

Die Eule hörte ihm eine ganze Weile zu und fragte dann: „Wie hast du sie kennengelernt?“ Kater Elias war verwundert: „Kennengelernt? Das ist doch schon so lange her. Was hat das denn damit zu tun? Naja … wir waren schon in der Schule gern in der Pause…“ Plötzlich begannen seine Augen zu leuchten und er fuhr fort: “Sie hatte die schönsten Augen und ich war stolz, dass sie mit mir zum Abschlussball ging. Der Weg am Fluss … wir sind ihn so oft zusammen gegangen. Da bekam ich meinen ersten Kuss von ihr.“ Dann senkte sich sein Kopf, „Das haben wir schon eine Weile nicht mehr gemacht. Sie zieht sich immer mehr zurück. Vielleicht ist sie ja schwerkrank?“ Elias erschrak.

„Das könnte sein“, sagte die Eule, „aber vielleicht ist es noch nicht zu spät. Du wirst ihr ab sofort, jeden Abend ihr Lieblingsessen kochen, bringst ihr Blumen mit und holst frische, wenn sie verblüht sind – drei Wochen lang. Sobald es ihr besser geht, gehst du jeden Tag mit ihr diesen Weg am Fluss entlang und schaust ihr dort mindestens 3 Minuten in die Augen.“ Dann schaute sie ihn mahnend an und ergänzte: „Und du darfst ihr von all dem nichts verraten – egal wie sehr sie fragt. Du wirst lächeln und ihr sagen, dass du es gerne für sie tust und es möchtest.“ Als Letztes gab ihm die Eule einen hohlen Kürbis und sagte ihm , er solle jeden Abend einen Taler hineinlegen.

Elias ging nach Hause. Kurz bevor er die Tür öffnete und schon damit rechnete, dass seine Frau mit ihm schimpfen würde, wo er wieder gewesen wäre, versuchte er zu lächeln. Es war eine Grimasse. Dann erinnerte er sich an seinen ersten Kuss und lächelte. Er ging hinein und lächelte. Dori sah ihn und wollte sich gerade beschweren, wie er sie so krank allein lassen konnte … und sah dieses Lächeln. Dieses Lächeln hatte er schon lange nicht mehr gezeigt. Sie verstummte. „Bleib ruhig liegen und ruhe Dich aus. Ich bringe Dir Dein Essen. Du magst doch noch Milchreis mit Honig?“ Dori war überrascht: „Ähm ja, … ja ich mag das sehr gerne.“ Sie überlegte, wann er ihr das zuletzt gekocht hatte und war gerührt.

Elias kümmerte sich nun jeden Tag um sie und sie lachten auch wieder miteinander. Dori ging es schnell wieder etwas besser. Sie bedankte sich bei ihm und schien, wieder mehr zufrieden zu sein. Aber irgendwie fiel es ihr schwer, das Bett zu verlassen. „Heute gehen wir ein paar Schritte spazieren.“, sagte Elias zu ihr. „Ich weiss nicht recht“, zögerte Dori. „Wir machen langsam und schauen, wie es klappt“, beruhigte sie Elias. So gingen sie vor das Haus und Schritt für Schritt weiter. Dori genoss es sichtlich, mit ihrem Elias zu gehen. Als sie an dem Weg am Fluss ankamen, pochte Doris Herz. Sie erinnerten sich beide an ihre unzähligen Spaziergänge. Plötzlich nahm Dori Elias in ihren Arm und küsste ihn. Elias brachte weiterhin auf dem Heimweg Blumen mit, obwohl die drei Wochen schon längst abgelaufen waren und kochte am Wochenende Milchreis mit Honig.

Als ein Jahr vergangen war, klopfte es an der alten Eiche der Eule. Plötzlich erschien ein kleiner Katzenkopf vor der Baumhöhle und maunzte die Eule an. „Wer bist du denn?“, fragte die Eule, da erschienen noch zwei weitere neugierige kleine Katzenköpfchen. „Entschuldigung, Frau Eule“, sagte Elias rasch, „sie sind noch recht neugierig und stürmisch. Wir wollten uns sehr herzlich bedanken. Dori ist wieder gesund und … naja, den Rest könnt ihr euch denken.“ Dann grinste er: „Das ‘Kürbis-Geld’ konnten wir gut gebrauchen.“

An diesem Abend schlief die weise Eule mit einem warmen Gefühl im Herzen und einem Lächeln im Gesicht ein.

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

#SinnSationsGeschichten #Mobbing #PraxisDerZuhörer #WeisheitenDerEule #Kater #Elias #Liebe #Beziehung #Alltag #Achtsamkeit #TherapeutischeGeschichten

 

 

 

 

 

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20 Mrz

Die Weisheiten der alten Eule 2 (Therapeutische Geschichte)

Die Weisheiten der alten Eule © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

Die Weisheiten der alten Eule
(Therapeutische Geschichte)

 

In einer sehr alten Eiche lebte eine auch ziemlich alte Eule. Mit der Zeit konnte sie schlechter hören und sehen, aber die Tiere des Waldes gingen gern zu ihr, wenn sie Sorgen und Probleme hatten. Im Gespräch mit der alten Eule fanden viele Tiere ihre Lösungen und verstanden, was das eigentliche Thema war. Von einigen dieser Begebenheiten will ich berichten.

 

Die Schildkröte Lucinda

Vor vielen Jahren, als die Eule noch jünger war, kam die Schildkröte Lucinda zur alten Eiche und klagte ihr Leid. Sie berichtete der Eule, dass sie oft kränklich war und sich schlapp fühlte. Sie kam fast immer zu spät zur Schule, zu Treffen mit Freunden oder Geburtstagen und Feiern. „Soho so“, sagte die Eule zu Lucinda, „uhund was passiert dahann?“ Lucinda schaute die weise Eule fragend an, „Was soll dann schon sein? Dann muss mir immer einer helfen und mich unterstützen.“

Die Eule schaute sie an und fragte „Und sohonst? Was machst du sohonst?“ Lucinda antwortete: „Sonst … kann ich gut für mich alleine sorgen – alleine mein Essen zubereiten und meine Dinge alleine regeln.“ Die Eule fragte: „Wahas machst duhu denn gerne so, wenn duhu alleine bist?“ „Dann“, sagte Lucinda, „spiele ich für mich auf meiner Flöte.“

Ihr müsst wissen, die Weisheit der Eule lag nicht allein in ihrem Wissen, sondern vielmehr darin, dass sie zuhörte und mitfühlte. Daher lächelte sie die Schildkröte Lucinda an und sagte: „In den nächsten drei Mohonaten gehst duhu jeden Sonntag auf die Wiese mitten auf dem Dorfplatz und spielst auf Deiner Flöhöte.“ Lucinda schaute die Eule verwundert an: „Und wie soll mir das helfen?“ Aber sie versprach, es zu tun.

Das Herz der Schildkröte schlug schneller und sie war ziemlich aufgeregt, als sie am nächsten Sonntag mit ihrer Flöte zur kleinen Wiese auf dem Dorfplatz ging. Sie setzte sich und sah, dass die Eule dort schon wartete. Auch ein paar andere Tiere saßen dort. Lucinda machte es sich bequem und fing an, zu spielen. Angelockt vom Klang des Flötenspiels kamen immer mehr Tiere und lauschten ihrer Musik. Sie applaudierten Lucinda und die kleine Schildkröte strahlte vor Glück. Von da an spielte Lucinda regelmäßig sonntags.

Es sprach sich schnell herum, wie schön sie spielen konnte und immer wieder luden Tiere Lucinda ein, um auf Festen, Geburtstagen oder an Feiertagen zu spielen. Lucinda war nun stets pünktlich und fühlte sich gesünder und kräftiger als je zuvor.

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

 

 

 

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12 Mrz

Die Weisheiten der alten Eule 1 (Therapeutische Geschichte)

Die Weisheiten der alten Eule © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

Die Weisheiten der alten Eule
(Therapeutische Geschichte)

 

In einer sehr alten Eiche lebte eine auch ziemlich alte Eule. Mit der Zeit konnte sie schlechter hören und sehen, aber die Tiere des Waldes gingen gern zu ihr, wenn sie Sorgen und Probleme hatten. Im Gespräch mit der alten Eule fanden viele Tiere ihre Lösungen und verstanden, was das eigentliche Thema war. Von einigen dieser Begebenheiten will ich berichten.

 

Der Hase Snorre

Eines Tages kam der Hase Snorre an der alten Eiche vorbei und sah die alte Eule, die sich in der Abenddämmerung langsam auf ihre Nachtruhe vorbereitete. „Hallo Frau Eule“, sagte Snorre. Die alte Eule hatte gerade ihre Brille nicht auf und wusste auch nicht, wo sie gerade war und sagte nur: „Hallo“. „Ach Frau Eule“, fuhr Snorre fort, „mein Leben ist soo anstrengend. Dabei bin ich wirklich schnell. Ich laufe wie der Blitz und bringe Nachrichten und Dinge vom einen zum anderen. Naja, manchmal verlaufe ich mich oder lande zunächst beim Falschen, weil die Namen ähnlich klingen, aber dann laufe ich noch ein bisschen schneller.“ Er sprach ziemlich schnell, weil er irgendwie alles recht schnell machte.

Die alte Eule hatte kaum etwas verstehen können und fragte: „Warum …“ Noch bevor sie weitersprechen konnte, sprach Snorre weiter: „… weil die Nachrichten vom einen zum anderen sollen und es immer mehr Hasen werden, für die ich Nachrichten überbringe.“ Die alte Eule hatte ihre Brille noch immer nicht gefunden und schaute mit großen Augen hinab, wer denn da wohl so viel und so schnell erzählen würde. „Wer bist duhu?“, fragte sie. „Na ich bin doch der Snorre, aus dem Dorf -der mit dem kleinen grünen Haus, direkt am Brunnen rechts von der Blumenwiese am kleinen Anger. Du kennst mich doch …“, er musste kurz Luft holen und fuhr etwas lauter fort, „schon lange.“ Die alte Eule verstand nur: „Sch … lange“. „Schlange?“, dachte sie sich. „Nein!“, rief sie dann hinunter, „Wer bist duhu wirklihich?“

Snorre kam ins Überlegen: „Das ist eine gute Frage.“ Die alte Eule horchte und horchte, doch sie hörte nichts und fragte deshalb: „Wozuhu bist du hier?“ Snorre durchfuhr es: „Noch eine richtig gute Frage! Darüber werde ich nachdenken“, sprach er leise vor sich hin und hoppelte das erste Mal seit laaangem langsam davon. Frau Eule wunderte sich, dass der vage Umriss, der so schnell sprach, plötzlich verschwand und rief: „Wo willst du hihin?“ hinterher. „Ja, wo will ich eigentlich hin?“, fragte sich der kleine Snorre, „Sie ist schon eine wirklich weise Eule.“

Frau Eule legte sich etwas verwundert und müde in ihr Nachtlager. Als Snorre in seinem kleinen grünen Haus ankam, dachte er über die Frage der Eule nach. Er träumte viel in dieser Nacht. Am nächsten Morgen erinnerte er sich an seine Träume. Einmal hatte er geträumt, er wäre in einem Spinnennetz und sah den Fliegen zu, dann, dass er in einer Tonne säße und zuletzt sah er seinen Opa, der immer nur den Kopf schüttelte.

Als Snorre gerade seinen Tee trank und wieder aufspringen wollte, um loszulaufen, verstand er es. Er musste lernen, auch mal „nein“ zu sagen, wenn es zu viel wurde und damit klare Grenzen setzen. Kurz darauf gründete er die erste Hasenpost. Er kannte alle Wege: direkte, Schleichwege und Umgehungen – er war sie oft genug gelaufen. Den jungen Hasen im Dorf, denen es ohnehin viel Spaß machte, zu laufen, brachte er diese Wege bei und plante ihre Routen. So hatte er die Fäden in der Hand bzw. in der Pfote.

Seitdem setzte er sich abends neben sein Häuschen und betrachtete, wie wunderschön die Sonne unterging. Nun wusste er, wer er sein wollte: ein Hase, der sein Leben und die vielen schönen Momente auch genießen konnte.

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

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06 Mrz

Workshop “Rede- und Prüfungsangst” Winterakademie in der ASH Berlin

Workshop Prüfungs-/Redeangst Winterakademie ASH Alice Salomon Hoschule Berlin © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

 

Am 1.3.18 war ich zum ersten Mal im Rahmen der Winterakademie in der Alice Salomon Hochschule Berlin mit (m)einem Workshop “Rede- und Prüfungsangst” dabei.

 

Neben etwas Theorie zu Beginn, gab es Übungen und Selbsterkenntnisse über die eigenen Rede- und Prüfungsängste. Ich war begeistert, dass alle den gewünschten Kurzvortrag gehalten und positives Feedback dafür bekommen haben.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und (gemäß Feedback) konnten alle Teilnehmer_innen positive Erfahrungen für sich mitnehmen. Da schlägt das Trainerherz höher ;o)

Über das tolle Feedback zum Workshop habe ich mich sehr gefreut.

 

 

 

Prüfungssituationen, Reden und Vorträge vor anderen stellen für manche Menschen schwierige, angstbehaftete Momente dar. Ein bisschen Anspannung ist dabei sogar förderlich. Lernen Sie, leichter mit diesen Situationen umzugehen und Rede-/Prüfungssituationen zu meistern.

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

Seminarteilnehmer_innen haben ein Verständnis bekommen, was Angst (emotional, mental, körperlich) ist und wie sie sich äußert sowie Grundformen der Angst kennengelernt, um damit Prüfungsangst und Redeangst (besser) zu verstehen und eigene Lösungswege zu finden, mit Ängsten besser umzugehen. Zur praktischen Übung haben die  Teilnehmer_innen einen Kurzvortrag (5 min, eigenes Thema) gehalten. Ziel war es, zukünftig entspannter mit Rede-, Vortrags- oder Prüfungssituationen umgehen zu können.

 

Inhalt des  Workshops:

  • Was ist Angst? (Angst, Furcht, Phobie, Panik)  © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018
  • Wie äußert sich Angst? (Dimensionen der Angst, Reaktionsmuster,
    Faktoren und Auslöser von Angst)
  • Grundformen der Angst (F. Riemann)
  • Prüfungsangst
  • Redeangst
  • Übungen für den Akutfall
  • Lösungswege/Therapien (Angst als Freund)
  • Der Spontanvortrag – Tipps für spontane Reden
  • Kurzvortrag der Teilnehmer_innen

 

 

 

Vielen Dank an Magdalena Malyga für die tolle Vorbereitung und freundliche Unterstützung.

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

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25 Feb

Gesundheitsmesse Zehlendorf 24.02.18

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

 

Zum ersten Mal waren meine Kollegin Sylvia Porstein und ich mit einem Stand auf der Gesundheitsmesse Zehlendorf im Bürgersaal vertreten. Die Messe war über den ganzen Tag (10:00-17:00) gut besucht und wir konnten einige gute Kontakte knüpfen.

Wir haben uns jeweils mit der Spende eines Gutscheins an der großen Verlosung zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuz Kreisverbands Berlin Steglitz-Zehlendorf e.V. für das Projekt “Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ” beteiligt.

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018 © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018 © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

 

 

 

 

 

Die Bezirksstadträtin für Jugend, Gesundheit und Integration für Steglitz-Zehlendorf, Carolina Böhm, erwähnte in ihren Grußworten zur Eröffnung, dass dieser Stadtbezirk einer der gesündesten von Berlin ist.

Ich war erstmalig dabei und habe mich als Heilpraktiker für Psychotherapie (Hypnose, Ängste/Phobien, Stress, Zwischenmenschliches), für Teamcoaching (insb. Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungen) und als Autor der Herzgeschichten vorgestellt.

Neben vielen Dienstleistungen, die vorgestellt wurden, konnten die Messebesucher Vorträgen lauschen oder vielfältige Angebote ausprobieren oder verkosten.

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

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20 Feb

Trau dich – Mach mal was „Verrücktes“! (Thema des Monats)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

Aufgrund meiner Begegnung mit Sabine Asgodom Mitte Februar habe ich mein Thema des Monats kurzfristig neu geplant.

 

Viele Menschen -und das schliesst mich ein- mögen das Vertraute. Sich in vertrauter Umgebung zu bewegen, Dinge zu tun, die man schon kennt, sich in der Sicherheitszone zu befinden, empfinden wir als sicher. Hier fühlen wir uns wohl. Ein gewisses Maß an Sicherheit gehört für die meisten Menschen zu den Grundbedürfnissen (Maslow).

 

Allerdings passiert in der Sicherheits-/Wohlfühl-/Komfortzone auch nicht so viel. Es braucht Mut und vielleicht Fantasie und Neugier und manchmal ein bisschen Verrücktsein, um aus der Komfortzone auszubrechen. Mit „etwas riskieren“ meine ich nicht unbedingt, sein Leben oder auch die Gesundheit einer Gefahr auszusetzen. Mal etwas zu wagen, etwas zu tun, von dem man kaum glaubt, dass es möglich ist kann so viele Gesichter haben:

 

  • Probier mal eine Sorte Eis, die Du noch nie probiert hast.
  • Geh zum Bahnhof und fahr mit dem nächsten (erreichbaren) Zug.
  • Besuch einen Workshop/VHS-Kurs/Seminar o.ä.,
    zu dem du dich noch nie getraut hast.
  • Lächle auf der Straße einfach mal eine Frau/einen Mann an, die/die dir gefällt.
  • Bewirb dich dort, wo du „sowieso nicht angenommen“ wirst.
  • Mach, was du „schon immer, aber später mal“ machen wolltest.

 

Etwas außergewöhnliches zu machen, bietet die Chance, Außergewöhnliches zu erreichen, Neues zu erfahren und Glücksmomente zu sammeln.

 

Ich habe vor einiger Zeit in Facebook einen Vorschlag für eine Freundschaftsanfrage erhalten. Diese Frau hat(te) einen absolut faszinierenden Blick und … gemeinsame Freunde mit mir. Ich kannte sie nicht und bin einige Male den Vorschlag übergangen. Warum sollte sich diese Frau auch mit mir vernetzen wollen? Wir kannten uns nicht und … das wäre bestimmt ziemlich dreist von mir.

 

Eines Tages wollte ich es dann aber wissen und habe sie angeklickt und sie hat den Kontakt bestätigt. Mehr noch – wir hatten sofort einen Draht zueinander. Daraus entstand neben einer vertrauten Freundschaft auch eine Zusammenarbeit und so viel mehr. Ich bin sehr froh, sie kennen zu dürfen.

 

Auch andere Freunde habe ich durch solche „Zufälle“ kennengelernt. Natürlich kann auch mal etwas anders laufen, als erhofft oder nicht klappen. Doch was bereuen wir rückblickend eher/mehr … die Dinge, die nicht so passierten, wie gedacht („Fehler“) oder die Dinge, die wir nie probiert haben? In meinem Fall war letzteres der Beginn eines neuen Weges. So habe ich nach zwanzig Jahren als Banker den Spring in die Selbständigkeit gemacht und widme mich Menschen. Andere zu motivieren, von sich selbst zu begeistern und sie beim Wachsen zu unterstützen, entspricht meinem tiefsten Inneren und erfüllt mich.

 

Wie wäre es, häufiger mal etwas „Verrücktes“ zu probieren? Ganz gleich, ob daraus ein Glücksmoment, eine Anekdote oder eine Erfahrung wird … #LebeDeinLeben

 

 

Über Feedback, Meinungaustausch, Ideen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

 

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20 Feb

Hast du heute schon etwas Verrücktes gemacht?

Ich bin grundsätzlich ein planender, vorausschauender und eher konventioneller Mensch. Manchmal habe ich jedoch spontane, „verrückte“ Ideen und manche davon setze ich dann einfach mal um, um zu schauen, was passiert. Auch wenn es mir unwahrscheinlich und ein bisschen „größenwahnsinnig“ vorkommt.

 

Am vergangenen Freitag habe ich in Facebook gesehen, dass Sabine Asgodom nach Berlin kommt und in der Urania einen ihrer Vorträge hält. (Falls sie jemand nicht kennen sollte, sie ist u.a. im Bereich Managementtraining/Coaching, als Vortragsrednerin und Autorin eine der bekannten Größen.) Sie schrieb kurz über die Erlebnisse bei der Bahn-Anreise. Ich kommentierte zunächst nur, indem ich ihr eine gute Reise wünschte und sie in Berlin willkommen hieß.

 

Dann packte mich eine meiner „verrückten“ Ideen. Wenn sie doch (genau wie ich) in Berlin ist, könnte ich sie doch treffen und ihr mein Buch überreichen. Obwohl ich daran dachte, dass die Chance nicht sehr groß sein würde, dass sie sich vor einem Vortrag noch die Zeit für ein (wenn auch kurzes) Treffen nehmen würde bzw. könnte, schrieb ich ihr. Ich schrieb, dass mein erstes Buch mit meinen Kurzgeschichten noch frisch auf dem Markt ist und fragte, ob sie sich vorstellen könnte, mich kurz zu treffen, damit ich ihr eines schenken könnte. (Ein Feedback von ihr würde mir viel bedeuten.)

 

Zu meinem Erstaunen und meiner großen Freude, sagte sie zu und wollte mich am Abend -vor ihrem Vortrag- treffen. Ich hätte mir den Vortrag „Identität statt Image – Erfolg durch Selbst-PR“ gern angehört, aber eine kranke Freundin, für die ich Medikamente gekauft und deren Hündin, der ich eine Gassirunde versprochen hatte, wären wohl nicht begeistert gewesen.

 

Vor Jahren hatte ich mal ein Interview mit Sabine Asgodom gesehen, wo sie über ihre Anfangszeit und die ersten Fernsehauftritte berichtete. Es ging um Präsenz, ein neu gekauftes Kleid, zu kleine Sessel und was das alles mit einem machen kann. Auch wenn es sicher eine Anekdote aus ihrem Leben war, empfand ich es als Motivation und Beruhigung gleichermaßen.

 

Ich bin nun seit 2 Jahren selbständig und es gibt noch Potenzial nach oben. Für das, was ich schon geschafft habe, bin ich sehr dankbar – selbst für die ‘Fehler’, die mir unterlaufen sind und aus denen ich viel gelernt habe. Diese kleine Anekdote erinnert mich immer wieder daran, dass nicht alles von Anfang an perfekt läuft und es dennoch erfolgreich werden kann.

 

Sehr gespannt wartete ich also vorm Humboldtsaal und sprach sogar eine Urania-Mitarbeiterin an, damit ich sie nicht verpasste und nicht zu kurzfristig (vor dem Vortrag) stören würde. Und dann kam sie die Treppe herauf und ich lächelte sie an, als ich sie erkannte. „Herr Zöhl“, begrüßte sie mich sehr freundlich, „dass Sie extra hier hergekommen sind.“ Ich grinste in mich hinein: „dass ICH mir die Zeit nehme?“ Ich war beglückt, dass SIE es tat. Nach einem kurzen Austausch musste sie dann zum Technik-Check. Etwas, was ich selbst gut kenne und toll fand, dass sie es genauso handhabte. Aber Zeit für ein gemeinsames Foto (ich hatte überlegt und mich dann getraut, danach zu fragen) war dann doch noch.

 

Es war eine besondere Begegnung mit einer sehr sympathischen, freundlichen und charmanten Frau, die ich nicht vergessen werde.

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

 

Vielleicht sollte ich häufiger mal etwas „Verrücktes“ machen ;o)

 
 

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

 

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