26 Apr

Der Morgen, an dem Carlo nicht bellte …

Der Morgen, an dem Carlo nicht bellte

 

 

Der Morgen, an dem Carlo nicht bellte …
Mein Liebesbrief an Dich
(Therapeutische Geschichte)
-Für Katja-

  

Als ich aufwachte, schien alles normal zu sein. Und doch war dieser Tag dann so ganz anders. Es stand kein Kaffee auf meinem Platz in unserer Küche. Es war nicht so, dass ich es erwarten würde und doch hatte ich mich über die Jahre daran gewöhnt. Der Kaffee war wie ein Morgengruß von Dir, der mich jeden Tag daran erinnerte, dass es Dich und uns gibt.

Am Tisch sitzend blicktest Du auf die leere Tischplatte vor Dir und sahst so traurig aus. Ich fragte Dich, was los sei, doch Du gabst mir keine Antwort. Du warst so versunken und ich ging erstmal in den Hof, um frische Luft zu schnappen.

Und dann war noch etwas anders: Carlo, der Hund unserer Nachbarin, der mich sonst jeden Morgen anbellte, schwieg. Ich versuchte mich zu erinnern, wann er das letzte Mal nicht gebellt hatte als ich auf dem Hof war und konnte mich nicht daran erinnern.

Als ich zurück kam, warst Du nicht mehr am Küchentisch und so ging ich nochmal durch unser Haus. Es kam mir merkwürdig verändert vor, auch wenn ich nicht genau sagen konnte, was es war. Auf Deinem Nachttisch stand noch immer mein Bild. Doch es sah anders aus. Die Box mit den Papiertaschentüchern neben Deinem Bett war mir wohl vorher nie aufgefallen.

Und dann sah ich mir mein Bild auf Deinem Nachttisch genauer an und bemerkte es. Wie ein Blitz durchfuhr es mich – es war in schwarz-weiss und plötzlich erinnerte ich mich. Da war dieser eine Tag und ein Augenblick veränderte mein Leben, denn er beendete es schlagartig – so schnell und ohne Vorwarnung.

Ich hatte keine Möglichkeit mehr, Dir zu schreiben, was ich Dir für Dein weiteres Leben von Herzen wünsche. Der Teil von mir, der noch immer hier ist, weil Du ihn im Herzen trägst und weil er noch etwas mitzuteilen hat, möchte, dass Du folgendes weisst:

Ich bin nicht mehr so bei Dir, wie Du es kennst, aber meine Liebe bleibt bei Dir. Menschen, die wir lieben, tragen wir in unserem Herzen mit uns. Auch wenn alles andere endet, bleibt das.

Wir wissen nicht, wieviel Zeit uns geschenkt ist. Mein Leben endete und daher bitte ich Dich zu leben, Dein Leben zu leben. Füll Dein Dasein wieder mit Leben, Liebe, Freude und Glück.

Lass Deine Erinnerungen an mich und unsere gemeinsame Zeit Deine Motivation sein, das Beste aus Deinem Leben zu machen und das beste Leben zu leben, was Dir möglich ist. Gib allen Gefühlen ihren Raum, ergreife die Hände, die Dir helfen wollen und lass Dir helfen. Dann kannst auch Du irgendwann dem Deine Hand reichen, der Deiner Hilfe bedarf.

Ich danke Dir für Dein Sein und Deine Einzigartigkeit, mit der Du mein Leben bereichert hast, Deine Liebe, Dein Vertrauen, Deinen Halt, Deine Zuverlässigkeit und für jede Träne, die Du um mich geweint hast.

Deine Leidenschaft hat mich begeistert und Dein Humor zum Lachen gebracht. Ich bin Dir so dankbar für jedes Lächeln, jeden Kuss, jeden Blick und jede Berührung, die Du mir geschenkt hast, für zwei Leben, die Du mit mir in diese Welt gegeben hast und die Du jeden Tag umsorgst.

Alle Momente, die wir gemeinsam erlebt, durchgestanden oder uns geschaffen haben, werde ich in Erinnerung behalten.

Für all das und so viel mehr danke ich Dir und deshalb wünsche ich Dir, dass sich Deine Trauer in dankbare Erinnerungen wandelt. Richte Deinen Blick nach vorn auf das, was noch alles vor Dir liegt und entdecke die Welt wieder mit Neugierde, so dass Du jeden Tag einen und sei es noch so kleinen Glücksmoment findest.

Ich möchte, dass Du wieder lachst und lebst und wieder glücklich wirst und von jemandem gefunden wirst, dem Du Dein Herz schenkst und der Deine Liebe erwidert. Er wird nicht wie ich sein, er wird wie er sein und Dein Herz heilen lassen.

Nimm Dir Zeit für Dich, achte auf Dich. Gib Deinen Gefühlen den Raum, den sie brauchen und folge Deinem Herzen, wenn es Dir neue Wege zeigen will. Ich liebe Dich so, wie Du bist, also bleib Dir selbst treu und sei der wunderbare Mensch, der Du bist.

Schau Dir einen Sonnenuntergang mit jemandem an und mach die Nacht durch bis die Sonne wieder aufgeht, koste Schneeflocken, tanze im Regen, tauche Deine Füsse ins Meer und mach eine Schneeballschlacht – mit anderen Worten: LEBE.

Es wäre schön, wenn Du Dir an jedem Tag einen (wenn auch kleinen) Glücksmoment notierst, für den Du dankbar bist.

Dir wünsche ich alles Glück der Welt

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2022)

 

 

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Der Morgen, an dem Carlo nicht bellte …
06 Apr

Vorlese-Weltrekord 2022 in Berlin

Vorlese-Weltrekord-Versuch 2022 in Berlin

 

Nachtrag 23.04.2022

Jaaaaaa, der Weltrekord im Vorlesen ist erreicht! Und ich durfte dabei sein. Ich freue mich für und mit Berlin.

21 Tage lang – 504 Stunden haben knapp 700 Vorleser*innen über 800 Bücher und  Geschichten (über 50 Verlage) an 7 Locations in Berlin vorgelesen. Und ich durfte einer davon sein.

 

 

Beim Weltrekord-Versuch im Vorlesen in Berlin habe ich nun am 5.4.2022 ca. 0:15 bis 3:20 in der rbb Lounge meinen Beitrag geleistet und aus meinem Buch „Herzgeschichten für kleine Glücksmomente – Zum Nachdenken und Entspannen“ vorgelesen.

 

VorleseWeltrekord 2022 - Ich war dabei

 

 

 

 

Da es gemäß den Regeln erforderlich war, das ganze Buch am Stück zu lesen, war die Zeit erforderlich. Zum,Glück hielt mich die Aufregung die gesamte Zeit wach. Auf meine Teilnahmeurkunde bin ich schon stolz.

Vorlese-Weltrekord 2022 Berlin - ich war dabei

 

Ich finde dieses Gemeinschaftsprojekt von Leselounge e.V., rbb media und Bürgerstiftung Berlin toll und unterstützenswert. Lesen und Vorlesen ist etwas Wunderbares.

Wer noch mitmachen möchte – noch (Stand 5.4.22) gibt es freie Zeiten (meist in den Nachtstunden) und es ist im Online Livestream) verfolgbar.

 

 

Da die Handykamera relativ weit weg stehen musste, ist die Bild-/Tonqualität nicht so toll. Der Livestream wäre deutlich besser gewesen, jedoch gibt es ihn nicht als Mitschnitt.

 

 

 

 

 

VorleseWeltrekord 2022 - Ich war dabei

 

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

Das Buch „Herzgeschichten für kleine Glücksmomente – Zum Nachdenken und Entspannen“ ISBN 978-3-86541-940-8 ist im Buchhandel oder per Mail direkt beim Verlag (11,95€) erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt einige, mich berührende Rezensionen zum Buch, für die ich sehr dankbar bin:
https://bibilotta.de/herzgeschichten-fuer-kleine-gluecksmomente/
https://www.amazon.de/Herzgeschichten
https://www.pummelfeechens-lesezimmer.de/

 

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2022)

 

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Vorlese-Weltrekord 2022 in Berlin
04 Apr

Vorlese-Weltrekord 2022 in Berlin

Vorlese-Weltrekord-Versuch 2022 in Berlin

Am 2. April 2022, dem Internationalen Kinderbuchtag, startete der Weltrekord-Versuch im Vorlesen in Berlin und soll am 23. April 2022, dem Welttag des Buches, nach 21 Tagen enden.

 

An folgenden Standorten findet das Vorlesen statt:

  • 2.-5.4.22  rbb Lounge – Studio 14
  • 5.-6.4.22  Heinrich-Böll-Bibliothek
  • 6.-7.4.22  EDEKA Wilhelmsruher Damm
  • 7.-10.4.22  Heinrich-Böll-Bibliothek
  • 10.-15.4.22  Janusz-Korczak-Bibliothek
  • 15.-20.4.22  Bettina-von-Arnim-Bibliothek
  • 20.-21.4.22  EDEKA Nollendorfplatz
  • 21.-23.4.22  Schloss Friedrichsfelde

 

Dieses Gemeinschaftsprojekt von Leselounge e.V., rbb media und Bürgerstiftung Berlin will den Weltrekord im Vorlesen erreichen durch 21 Tage live Vorlesen (ohne Pause und mit Online Livestream). Informationen gibt es auf der (vorstehend verlinkten) Internetseite von Leselounge e.V. und auf https://www.facebook.com/VorleseVerein.

 

Ich werde mich, wenn alles klappt, heute Nacht (geplant ca. 0:00-3:00 Uhr) in der rbb Lounge beteiligen und aus meinem Buch „Herzgeschichten für kleine Glücksmomente“ vorlesen. Sehr gespannt und etwas aufgeregt, freue ich mich auf die heutige/morgige Nacht. Wer zu später Zeit noch wach ist und Lust hat zuzuhören, ist herzliche eingeladen und kann den Online Livestream verfolgen.

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017Das Buch „Herzgeschichten für kleine Glücksmomente – Zum Nachdenken und Entspannen“ ISBN 978-3-86541-940-8 ist im Buchhandel oder per Mail direkt beim Verlag (11,95€) erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt einige, mich berührende Rezensionen zum Buch, für die ich sehr dankbar bin:
https://bibilotta.de/herzgeschichten-fuer-kleine-gluecksmomente/
https://www.amazon.de/Herzgeschichten
https://www.pummelfeechens-lesezimmer.de/

 

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2022)

 

 

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Vorlese-Weltrekord 2022 in Berlin
18 Mrz

Das kaputte Fahrrad – so ein Tag wie dieser …

Das alte Fahrrad - so Tage wie dieser

 

 

Das kaputte Fahrrad – so ein Tag wie dieser …
(Therapeutische Geschichte)

  

Ich hatte ein schwarzes Fahrrad, auf dem ich tagein tagaus fuhr. Auf all diesen Wegen war es recht zuverlässig gewesen. In der letzten Zeit waren jedoch immer mal wieder kleinere Reparaturen erforderlich, um es in Stand zu halten.

Und dann gibt es so Tage …

 Diese Geschichte habe ich exklusiv auf nur-positive-nachrichten.de veröffentlicht.

https://nur-positive-nachrichten.de/inspirierende-geschichten/das-kaputte-fahrrad-kurzgeschichte

 

Hier gibt es die Hörversion:

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2021)

 

 

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Das kaputte Fahrrad – so ein Tag wie dieser …
22 Dez

Die kleine Murmel

Die kleine Murmel im Schnee - Weihnachtsgeschichte für Weihnachten 2021

 

 

Die kleine Murmel
(Therapeutische Geschichte)

 

Eine kleine Murmel lag inmitten eines von frischem Schnee bedeckten Fleckchens Erde. Sie hatte längst vergessen, wo genau das eigentlich war. Auch wie sie dort hingekommen war, wusste sie nicht mehr. Dafür fühlte sie sich allein und nutzlos. Sie war sich sicher, für nichts und niemanden mehr gut zu sein. Das machte sie sehr traurig.

Vor langer Zeit hatten Kinder mit ihr gespielt. Die kleine Murmel hatte so oft das Lachen der Kinder gehört und konnte ihre Freude spüren. Doch diese Zeiten und das Strahlen der Kinderaugen waren lange her. Die kleine Murmel hatte früher selbst auch gestrahlt. Sie war einst glatt poliert und funkelte im Licht der Sonne. Wenn die Sonnenstrahlen durch sie hindurch gingen, entstand ein buntes Lichterspiel. Dann fühlte sie sich wie eine kleine Zauberkugel und verzauberte die Kinderherzen.

Doch nun hatte sie eine Schmutzschicht angesetzt und ihr Zauber und das Funkeln waren verschwunden. Sie hatte sogar eine kleine Kerbe bekommen. „Mit dieser Kerbe und so schmutzig, wie ich bin, will mich ja sowieso niemand mehr haben.“, dachte sich die kleine Murmel oft.

Der erste Schnee fiel auf die Dächer der Stadt und deckte alles mit einem puderzuckerweißen Mantel ein. Doch heute sollte ein besonderer Tag für die kleine Murmel werden. Der kleine Caspar kam ausgerechnet heute und ausgerechnet an dieser Stelle vorbei. Normalerweise wäre er einen anderen Weg nach Hause gegangen, aber nun dachte er viel über seine jüngere Schwester Mila nach. Mila war nun schon einige Zeit krank und lag in ihrem Bettchen. Seitdem ihre Lieblingspuppe Tara, die wie eine kleine Elfe aussah, verschwunden war, ging es ihr nicht gut. Sie hatte viel geweint und klagte über Kopf- und Bauchschmerzen.

Überall hatten Mila, Mama, Papa und Caspar gesucht und doch konnten sie Tara nicht finden. „Vielleicht bekommst Du zu Weihnachten eine neue Puppe geschenkt“, hatte die Mama gesagt und ihre Tochter getröstet. Aber Mila wollte ja gar keine neue Puppe. Sie wollte ihre Tara zurück.

In dem Moment, als Caspar noch ein paar Schritte von der kleinen Murmel entfernt war, fiel ein Sonnenstrahl in eben diese kleine Kerbe der kleinen Murmel und ein Glitzerfunkeln traf Caspars Gesicht. Das weckte seine Neugier und er schaute nach, was denn da auf dem Boden lag. „Oh, eine kleine Murmel.“, sagte er erstaunt, „Die nehme ich für Mila mit.“ und steckte die kleine Murmel in seine Hosentasche.

Als er zuhause ankam, schaute er als Erstes in Milas Zimmer. Sie lag noch immer im Bett und sah etwas kränklich aus. Dann ging er ins Badezimmer und wusch sich die Hände und dabei die kleine Murmel gleich mit. Ein bisschen von ihrem Zauberfunkeln konnte man nun schon wieder erahnen.

Dann holte er eine kleine Pappschachtel aus seinem Zimmer, die er vor einer Weile mit seinem Opa gebastelt hatte und legte die kleine Murmel hinein. So hübsch verpackt war die Murmel nun ein Geschenk geworden – für Mila. Mit einem strahlenden Gesicht ging er leise in Milas Zimmer. Sie schaute ihn an und Caspar sagte leise: „Hallo“. „Ich hab Dir etwas mitgebracht“, platzte es aus ihm heraus, „ein Geschenk – eine Zauberkugel“.

Mila sah ihn erstaunt an: „Eine Zauberkugel? Was kann die denn?“ Neugierig schaute sie über die Bettdecke und öffnete die kleine Schachtel. Caspar wollte seiner kleinen Schwester eigentlich nur eine kleine Freude bereiten. Darüber, was die Zauberkugel nun eigentlich genau konnte, hatte er nicht nachgedacht. „Hm, naja … sie glitzert und …“, er überlegte kurz, “… und kann Wünsche erfüllen, wenn man ganz fest daran glaubt.“ Nun war er es, der sich wünschte, dass die kleine Murmel Wünsche erfüllen könnte.

„Hatschi“, nieste Mila plötzlich und die kleine Murmel fiel auf den Fußboden. Dann rollte sie weiter und rollte und rollte – bis ans Bettende, weiter über den Holzboden und bis unter ihren kleinen Spielzeugschrank mit den bunten Schubladen. Erst als sie an die Wand stieß, blieb sie liegen. „Oh nein“, rief Mila laut, „meine Zauberkugel ist weg. Wo ist sie? Ich muss mir doch noch etwas wünschen.“ Kleine Tränchen bildeten sich in ihren Augen. „Keine Sorge, ich finde sie“, sagte Caspar sofort, denn er wollte keinesfalls, dass Mila wieder traurig werden würde.

Er hatte genau beobachtet, wo die kleine Murmel entlang gerollt war und versuchte, mit seinen Armen unter den kleinen Spielzeugschrank zu kommen. Aber sie waren zu kurz und er erreichte sie nicht. Der Schrank war zu schwer für ihn, um ihn zu verschieben. „Wir müssen den Schrank ausräumen“, sagte er, „dann kann ich ihn vielleicht verschieben und die Zauberkugel hervorholen.“

Mila krabbelte aus ihrem Bettchen und zog sich warme Sachen an. Das hatte sie schon einige Tage lang nicht mehr gemacht. Doch nun ging es um die Zauberkugel. Gemeinsam räumten sie Stück für Stück die Spielsachen aus und bei jedem Spielzeug erinnerte sich Mila daran, wie schön es war, damit zu spielen. Und doch war kein Spielzeug wie Tara.

Als der Schrank leer war, versuchte Caspar, ihn mit aller Kraft zur Seite zu schieben … und es gelang ihm. Plötzlich hörte man ein dumpfes Geräusch. Irgendetwas, was wohl zwischen den großen Kleiderschrank und ihren kleinen Spielzeugschrank gerutscht war, musste auf den Boden gefallen sein.

„Tara“, rief Mila laut und strahlte über das ganze Gesicht, „Meine Tara ist wieder da. Das hatte ich mir doch so sehr gewünscht. Woher wusste die Zauberkugel das nur?“ Sie umarmte ihren großen Bruder ganz fest und sagte immer wieder „Danke, Danke“. Die kleine Murmel war überglücklich, dass sie die verlorene Puppe „gefunden“ hatte.

„Sie ist wirklich eine wunderbare Zauberkugel“, sagte Mila und legte die kleine Murmel in ihr Schatzkästchen, das auf dem Spielzeugschrank stand. Als die Mama in Milas Zimmer kam, strahlte Mila noch immer. „Was ist denn passiert?“, fragte sie. „Dir scheint es ja wieder besser zu gehen“, freuten sich Mama und Papa, der auch dazu gekommen war.

„Meine Tara ist wieder da! Meine Tara ist wieder da!“, rief Mila nochmals, „Die Zauberkugel, die Caspar mir geschenkt hat, hat meine Tara gefunden. Das ist ganz wunderbar!“, freute sich Mila, „Das hatte ich mir so sehr gewünscht. Und dabei ist noch gar nicht Weihnachten.“

Mama lächelte: „Morgen ist Weihnachten …“

 

 

Hier gibt es die Hörversion:

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2021)

 

 

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Die kleine Murmel
05 Mrz

Die Geschichte von Zwei-Fell

 

Die Geschichte von Zwei-Fell

In einem tiefen Wald -fern von hier- lebte unter den Tieren des Waldes eines, das irgendwie anders war. Viele der Waldtiere nannten es „Fellchen“ oder „Zwei-Fell“, weil es ein zweites Fell übergezogen hatte. Dadurch wusste auch niemand so genau, welche Art Tier sich eigentlich darunter verbarg. Einige der älteren Tiere erinnerten sich, dass Fellchen -als es noch ganz klein war- oft verletzt wurde und sich dann in sein zweites Fell einpackte. So fühlte es sich geschützter. Aber das Fell wog auch schwer, so dass Fellchens Bewegungen langsamer wurden und man ihm ansah, dass die Last des zweiten Fells auf ihm drückte.

Auch wenn das Zwei-Fell eine Last war, trug Fellchen es tagein tagaus mit sich herum und fühlte sich so sicherer. Es war so gewohnt daran, es mit sich zu tragen, dass es ihm kaum noch auffiel. Schon oft hatten die anderen Waldtiere versucht, Fellchen zu überzeugen, das schwere zweite Fell abzulegen, aber die Angst, erneut verletzt zu werden, war bislang stets zu groß gewesen. Nur gelegentlich, wenn es zu dem kleinen Teich ging und dort badete, legte es für einen Moment sein Zwei-Fell ab. Auf einem seiner Wege zurück war Fellchen Vita -einer Häsin aus dem Wald- begegnet und hatte sie ins Herz geschlossen.

Eines Tages badete Fellchen im Teich und betrachtete anschließend seine Narben, da bemerkte es den Rauch, der von der Lichtung herüber wehte. So wie der Wind stand, würde er das Feuer auf den Wald zu treiben. Fellchen selbst war hier sicher, doch ein Gedanke schoss ihm plötzlich durch den Kopf: „Was würde aus Vita werden, wenn sie und die anderen nicht gewarnt werden.“ Nur gemeinsam könnten sie das Feuer bekämpfen.

Nun hieß es so schnell wie möglich in den Wald und die anderen Tiere warnen. Es blieb keine Zeit, das Zwei-Fell überzulegen. Außerdem würde die Last verlangsamen und damit wichtige Zeit kosten. Also nahm Fellchen allen Mut zusammen und lief los – so schnell und kraftvoll, wie noch nie in seinem Leben. Es war klar, dass der Wald und die Tiere gerettet werden müssen – vor allem natürlich Vita. Und plötzlich war da so viel Kraft und Leichtigkeit, denn ohne das Zwei-Fell ging es viel besser.

Schon von Weitem rief Fellchen in den Wald hinein „Feuer, Feuer“ und die Waldtiere versammelten sich und löschten gemeinsam das Feuer. Als alle aufatmeten, schauten sie Fellchen an, doch niemand erkannte es. „Wir danken Dir herzlich für Deine Warnung. Ohne Dich hätten wir das Feuer wohl nicht rechtzeitig bemerkt und es löschen können.“, sagte die alte Eule, „Doch wer bist Du?“

Nur Vita schaute in seine Augen und erkannte es: „Das ist doch Fellchen, mein Fellchen.“ Viele waren unsicher: „Das soll Fellchen sein, das Zwei-Fell? So schnell und kraftvoll?“ Doch Vita war sich sicher: „Aber natürlich, ich sehe es an den Augen. Die Kraft war schon immer da und nur durch das zweite Fell verdeckt.“ Alle Tiere schauten und waren erstaunt, denn vor ihnen stand ein kräftiger Hase.

Von da an wurde dieser Hase von allen nur noch Leonhard genannt. Und ein Jahr später erzählte Vita ihren Kindern die Geschichte ihres Vaters.

 

Hier gibt es die Hörversion:

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2021)

 

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Die Geschichte von Zwei-Fell
11 Jan

Interview für das Magazin der campus naturalis AKADEMIE

 

Wer hätte gedacht, dass ich mal als Dozent, Trainer und Coach oder Heilpraktiker für Psychotherapie arbeiten würde? Ich selbst vermutlich nicht. Heute habe ich in diesen Aufgaben eine Leidenschaft gefunden.

Menschen für sich selbst und ihre Stärken zu begeistern, ist für mich eine wundervolle Möglichkeit, etwas zu tun, was meinem tiefsten Inneren entspricht. Ganz gleich, ob ich KlientINNen dabei begleiten darf, die an ihren Themen arbeiten wollen oder als Dozent die Entwicklung der Teilnehmer_innen im Rahmen ihrer Ausbildung beobachten kann, es erfüllt mich mit Freude und Ehrfurcht. Es ist eine wundervolle und dankbare Aufgabe.

Kürzlich bat mich die Marketing-Leiterin von Campus Naturalis um ein Interview für das unternehmenseigene Magazin.

 

Das Ergebnis ist hier zu finden: https://www.campusnaturalis.de/magazin/wie-lebenserfahrungen-uns-den-richtigen-weg-weisen/

 

Mein Lebensweg wird kurz beleuchtet und ich äußere mich u.a. zu Fragen der Ausbildung von HeilpraktikerINNEn für Psychotherapie und deren Verantwortung und Beitrag in unserem Gesundheitssystem.

 

 

 

Praxis Der Zuhörer, 2021

 

 

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Interview für das Magazin der campus naturalis AKADEMIE
23 Dez

„Herzgeschichten“ bei Literatur zwischen den Jahren auf Radio 889fmkultur.de

SinnSationsGeschichten auf Radio 889fm Kultur

 

Radio 889fm Kultur hat eine sehr schöne Idee umgesetzt: „Literatur zwischen den Jahren“. Hier können Autor_innen ihre Werke vorstellen und lesen und die Hörer_innen über diese Zeit mit kulturellen Beiträgen unterhalten.

Ich habe mich daran beteiligt und zwei halbstündige Beiträge eingereicht. Diese werden:

am 25.12.20 zwischen 20:00 bis 22:00 Uhr und
am 31.12.20 zwischen 16:00 bis 18:00 Uhr

gesendet.

 

Mehr Informationen zur Sendung gibt es auf

https://www.facebook.com/889fmkultur/

https://www.889fmkultur.de/literatur-zwischen-den-jahren/

 

Mithören kann man hier:

https://player.lfm-audio.de/?station=889fmkultur&farbe=b30000&regler=an

http://stream.laut.fm/889fmkulturhttps://www.radio.de/s/lautfm-889fmkultur

 

 

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017Mehr Geschichten findet man in meinem Buch „Herzgeschichten für kleine Glücksmomente – Zum Nachdenken und Entspannen“ ISBN 978-3-86541-940-8 . Es ist im Buchhandel oder direkt beim Verlag für nur 11,95€ erhältlich.

Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen und Entspannen.

 

 

Allen eine besinnliche Adventszeit, ein frohes und vor allem ein gesundes
Weihnachtsfest und einen guten Start in ein gesundes und glückliches
Jahr 2021.

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

#LebeDeinLeben

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

 

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„Herzgeschichten“ bei Literatur zwischen den Jahren auf Radio 889fmkultur.de
14 Dez

Die Weisheiten der alten Eule – Die Rotkohl-Therapie

Die Weisheiten der alten Eule © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

 

 

Die Weisheiten der alten Eule
(Therapeutische Geschichten)

In einer sehr alten Eiche lebte eine auch ziemlich alte Eule. Mit der Zeit konnte sie schlechter hören und sehen, aber die Tiere des Waldes gingen gern zu ihr, wenn sie Sorgen und Probleme hatten. Im Gespräch mit der alten Eule fanden viele Tiere ihre Lösungen und verstanden, was das eigentliche Thema war. Von einigen dieser Begebenheiten will ich berichten.

Die Rotkohl-Therapie ist meine diesjährige Weihnachtsgeschichte und exklusiv auf https://nur-positive-nachrichten.de veröffentlicht. Die Hörversion gibt es wie gewohnt hier:

 

 

 

 

Die Weisheiten der alten Eule - Die Rotkohl-Therapie, Weihnachten 2020

 

 

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein frohes, friedvolles und gesundes Weihnachtsfest sowie einen guten Start in ein gesundes Jahr 2021.

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

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Die Weisheiten der alten Eule – Die Rotkohl-Therapie
12 Okt

Interview und Lesung auf fakriro-online

 

Die Onlinemesse-Seite ist online und ich bin in der Halle 06: Vielfalt erleben bzw. unter Anthologien zu finden.

 

 

 

 

Meine Gastbeiträge:

17.10.  19:00  Interview
23.10.  17:00  Lesung aus »Herzgeschichten für kleine Glücksmomente«
24.10.  17:00  Zugabe aus »Herzgeschichten für kleine Glücksmomente«

Für das Interview habe ich mir unter den aktuellen Bedingungen eine kreative Lösung gesucht.

 

 

Für alle, die zu den angegebenen Zeiten nicht die Möglichkeit haben, werden hier die Videos veröffentlicht sein:

 

 

 

 

 

 

 

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017Das Buch „Herzgeschichten für kleine Glücksmomente – Zum Nachdenken und Entspannen“ ISBN 978-3-86541-940-8 ist im Buchhandel oder per Mail direkt beim Verlag (11,95€) erhältlich.

 

 

 

 

 

Es gibt einige, mich berührende Rezensionen zum Buch:
https://bibilotta.de/herzgeschichten-fuer-kleine-gluecksmomente/
https://www.amazon.de/Herzgeschichten
https://www.pummelfeechens-lesezimmer.de/

 

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

 

 

(Ansichten 72, 1 Ansichten heute)
Interview und Lesung auf fakriro-online
Interview und Lesung auf fakriro-online