29 Nov

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 5/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt. Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.

 

5. Licht „Schatten in der Nacht“

Es war einer dieser kalten Winternächte, wo keiner gerne draußen war. Jochen saß in seinem roten Pförtnerhäuschen und kochte gerade Tee. Er dachte schon daran, dass er in ein paar Minuten wieder mit Hektor raus musste, um einen Kontrollgang durchs Gelände zu machen. Hektor lag noch friedlich neben dem kleinen Ofen, der das Häuschen wärmte. „Na komm Hektor, alter Junge. Es ist Zeit für unsere Runde. Hektor freute sich vermutlich -trotz der Kälte- deutlich mehr über eine Runde Gassi als Jochen. Kaum draußen, zog Hektor schon an der Leine. Aber irgendwie zog er zu zielgerichtet, als das er nur sein Geschäft verrichten wollte. Vielleicht hatte sich mal wieder ein Kaninchen im Gebüsch versteckt.

Jochen machte den Job schon einige Jahre und war doch immer wachsam geblieben, auch wenn bisher noch niemand in seiner Schicht unerlaubt das Betriebsgelände betreten hatte. Plötzlich schlug Hektor an und in einer dunklen Ecke neben einem Lüftungsschacht glaubte er einen Schatten zu sehen. Er hielt sein Funkgerät parat, um im Bedarfsfall die Zentrale informieren zu können und versuchte mit der anderen Hand Hektor und seine Taschenlampe zu koordinieren. Und tatsächlich schien jemand über dem Warmluftschacht zu kauern. „Kaum raus oder ich lasse den Hund los!“ rief er in die Ecke.

Er wusste zwar, dass Hektor viel zu gutmütig und in die Jahre gekommen war, aber die mögliche Einbrechern zum Glück nicht. „Bitte nicht!“, hörte er nur eine fast kindliche Stimme. Er war näher gekommen und entdeckte eine junge Frau vielleicht sogar noch ein Mädchen, das zusammengekauert über dem zumindest etwas wärmeren Lüftungsschacht saß. „Los komm her. Aber ich will Deine Hände sehen.“ – das wollte er schon immer mal sagen. Es klang so professionell. Fast freute er sich schon darüber. „Was machst Du hier und wer bist Du?“, fragte er und tat dabei recht streng. „Iris… ich heiße Iris. Und ich … ich weiß nicht wohin“, begann sie zu weinen.

„Hier kannst Du nicht bleiben.“, entgegnete ihr Jochen, „Los komm mit.“ Iris befürchtete das Schlimmste – Anzeige, Polizei oder wieder raus in die Kälte. Oder würde er … sie hatte schon einiges gehört. Und der große Hund machte ihr auch ein bisschen Angst. Sie gingen zum Pförtnerhäuschen. „Los rein mit Dir!“, Jochen hatte den rauen Charme einer Drahtbürste, aber wer ihn kannte, wusste, dass er das Herz am Recht Fleck hatte. „Willste einen Tee?“ Iris überlegte und sagte dann dankend zu. „Bist wohl abgehauen von zu Hause?“, fragte er. Da brach es aus Iris heraus. Der Streit mit der Mutter um ihren neuen Freund, die Tasse die ihr versehentlich runterfiel, die vielen lauten und bösen Worte die gefallen waren und wie sie sich davon geschlichen hatte.

Der Tee wärmte und mehr und mehr sah sie das schelmische Grinsen in seinem Gesicht. „Hab ich auch mal gemacht, da war ich 15.“, man sah seinem Gesicht an, wie er sich daran erinnerte, „drei Tag hab ich geschafft. Meine Mutter ist fast gestorben vor Sorgen. … Na, lass uns mal Deine Mutter anrufen, die macht sich bestimmt auch schon Sorgen um Dich.“ Nur zögerlich rückte, Iris die Telefonnummer heraus und Jochen zückte sein Handy.

„Hallo, hier ist Jochen. Die Iris ist hier bei mir.“, am anderen Ende konnte man die Erleichterung hören. „Wer sind Sie? Und wo ? Und was macht Iris bei Ihnen? Sie ist weggelaufen nach unserem Streit…“, sagte die noch aufgebrachte Mutter. „Ähm, nein nein. Äh … Sie hat mir nur meinen Hektor gebracht – der dumme Hund war mir einfach mit der Leine entwischt und ich bin nicht mehr so schnell…“, flunkerte Jochen. Er hatte das Mädchen schon ins Herz geschlossen und wollte nicht, dass sie Ärger bekommt. „Ach so“, hörte er am Telefon.

„Ach, so ein kleiner Streit …“, sprach er in sein Handy, “… da läuft sie doch nicht weg. Ein bisschen frische Luft … wir waren doch alle mal jung.“ Iris lächelte. „Danke, dass Du … dass Sie mich nicht …“ „Schon gut, Kleine“, grinste Jochen, „ich heiße Jochen.“ Dann rief er ein Taxi. „Aber Du musst mir versprechen, dass Du nicht wieder abhaust. Hier haste meine Nummer, … wenn es mal wieder Stress gibt. Ich sitze eh fast die ganze Zeit hier und mit Hektor kann ich mich nur sehr eingeschränkt unterhalten.“

In dem Moment leuchteten Iris’ Augen. Vermutlich eine Reflexion der Deckenleuchte … oder ? Als das Taxi kam, handelte Jochen gleich einen Preis aus und bezahlte den Fahrer. Iris stieg nochmal aus dem Auto aus und umarmte diesen Klotz von einem Mann, „Danke, Danke vielmals.“ Jochen lächelte nur und doch wurde es in ihm warm.

Zuhause nahm ihre Mutter sie sofort in die Arme und drückte sie fest. „Ich dachte schon, … Du wärest weggelaufen oder Dir wäre etwas passiert“, drückte die Mutter sie noch fester an sich. „Schon gut, Mama. Es war ein blöder Streit.“ Und wieder leuchteten ihre Augen … und ein Weihnachtslicht wärmte drei Menschen.

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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22 Nov

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 4/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt. Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.

 

4. Licht „Heimkehr“

Finn hatte keine einfache Kindheit. Als sein Vater die Familie verließ, war er gerade 7 Jahre alt. Seine Mutter hat vieles versucht, doch als Alleinversorgerin, war nicht viel Zeit für ihren Sohn. Mit der Pubertät wurde das Verhältnis zwischen den beiden schwieriger. Er hatte sie bestohlen, belogen und sie beschimpft. Eines Tages mit 19 Jahren war er einfach abgehauen und lies sie ohne ein Wort zurück. Einige Zeit hatte er bei Freunden gelebt, dann eine Zeit auf der Straße, war durch die Städte gezogen mit Gelegenheitsjobs.

Dann führte ihn ein Zufall nach Norwegen. Sunja hieß „der blonde, wunderschöne Zufall“, der ihm Hoffnung, Mut und ein neues Leben schenkte. Als er eines Tages auf der Straße saß, blieb sie bei ihm stehen und schaute ihn an. „Was machst Du hier?“, hatte sie gefragt. Er hatte nicht aufgeschaut. „Hey, BrownEyeBoy“ hatte sie ihn nochmals angesprochen. Als er aufblickte, blendete ihn für einen Moment das Licht einer Laterne und er konnte nur einen Umriss sehen. Er zwinkerte mit den Augen und versuchte zu erkennen, wem die helle Stimme gehörte.

Dann sah er in die schönsten Augen und das herzerwärmendste Lächeln seines Lebens. Wer weiß, was sie in ihm gesehen hatte, aber sie hielt ihm ihre Hand hin und zog ihn hoch. Dabei stießen sie zusammen, sahen sich für eine gefühlte Ewigkeit in die Augen und lachten. Ein Licht wurde geboren. Für ihn strahlten ihre Augen so, dass es sich kaum daran satt sehen konnte.

Mit Sunja ging nach Norwegen. Er machte eine Ausbildung als Zimmermann und wurde zum besten Lehrling in seinem Betrieb. Die beiden waren sehr verliebt und ihre Augen leuchteten jedes Mal, wenn sie sich sahen. Und doch plagten ihn ein schlechtes Gewissen und eine Sehnsucht nach seiner Mutter. So gerne wollte er sich bei ihr entschuldigen, erklären, was alles passiert war und ihr sagen, dass es ihm gut geht und er sie liebte. Oft hatte er über das Internet versucht, eine Telefonnummer zu finden. Doch unter ihrem Namen konnte er in seiner Heimatstadt nichts finden.

Nun wo sie heiraten wollten, war es beiden ein großer Wunsch, seine Mutter dabei zu haben, sich zu versöhnen und Frieden zu finden. In manchen Nächten lag er wach -was wenn ihr etwas passiert war, sie krank wäre oder nicht mehr lebte. In einem Urlaub fuhr er zurück in seine Heimatstadt und suchte das Haus auf, wo er aufgewachsen war. Fast 8 Jahre waren vergangen. An der Klingel stand ein anderer Name und die Frau die öffnete, kannte seine Mutter nicht. Er suchte im ganzen Ort, fragte an verschiedenen Stellen. Manche kannten zwar noch seine Mutter oder ihn, aber niemand wusste, wo sie lebte.

Traurig und frustriert setzte er sich auf eine Bank, an dem kleinen Park, wo er als Junge gespielt hatte. Wo mochte sie nur sein. Er legte sein Gesicht in seine Hände und weinte. Vermutlich seit 15 Jahren zum ersten Mal weinte er um die verlorene Zeit, sein Verhalten in der Jugend und, dass er seiner Mutter nicht sagen konnte, wie sehr er sie liebte und es ihm leid tat. Plötzlich fragte ihn jemand, „Was ist passiert, dass Sie so traurig sind?“ Er blickte nicht auf. Zu schwer war die Last, die er mit sich trug.

„Ich komme so oft hierher, wie ich kann. Aber heute ist ein besonderer Tag. Heute ist der Jahrestag, an dem ich einen geliebten Menschen verloren habe.“ Die weibliche Stimme schluchzte kurz, „Aber ich gebe nicht auf. Irgendwann … irgendwann. Ich werde nie aufhören. ihn zu lieben.“ Die Worte berührten ihn sehr. Er fühlte, dass da jemand ähnlich empfand, wie er selbst. Noch in seiner ganzen Traurigkeit gefangen sagte er, „Ich habe so viel falsch gemacht, bis ich mich und mein Glück gefunden habe. Ich habe sie so verletzt und es tut mir so unendlich leid.“ Tränen liefen über sein Gesicht.

Plötzlich zuckte die Frau neben ihm zusammen. „FINN ? FINN?“ sie klang so erschrocken und aufgeregt. Er riss seine Hände vom Gesicht und blickte durch die Tränen verschwommenen Augen. Nach einigen Wimpernschlägen konnte er wieder klarer sehen und wurde von seinen Gefühlen übermannt. „MAMA …“, quälte er mit verweinter Stimme hervor.

Und das Weihnachtslicht wurde größer und größer. Minutenlang lagen sich beide in den Armen und waren glücklich. Mutterliebe ist unerschütterlich und Finns Mutter war sehr glücklich, dass es ihrem Sohn gut ging und war stolz, was er aus seinem Leben gemacht hatte. Zwei Jahre später zog sie zu ihrem Sohn und seiner Frau. Ein Enkelkind kündigte sich an und ein neues Licht sollte in die Welt kommen.

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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14 Nov

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 3/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt.

 

Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl

 

3. Licht „Der Engel“ – gewidmet dem Institut Christoph Mahr

Eines Abends lief ich noch durch den Park und setzte mich irgendwann auf eine Bank, um das Licht der untergehenden Sonne zu bewundern. Plötzlich setzte sich eine junge Frau neben mich. Ich hatte keine Ahnung, wo sie her kam, aber ich verspürte sofort eine besondere Anziehung. Auch die Frau schien und etwas in mir zu sehen und wir unterhielten uns eine Weile. Sie lächelte mich an. Ich war von ihrem Lächeln augenblicklich bezaubert und lächelte zurück. Ich spürte wie mein Herz schneller schlug und sich eine tiefe Wärme in mir ausbreitete. Dann schauten wir uns in die Augen und näherten immer mehr. Wie in Zeitlupe kamen sich unsere Lippen näher, bis sie sich zum ersten Mal zu einem Kuss vereinten. Ein unglaubliches Gefühl vollkommener Liebe, Geborgenheit und Glücks durchströmte mich. Ich war sofort beseelt und überglücklich. Sie musste ein Engel sein, da war ich mir sicher. Die Nacht war lau und wir saßen die ganze Zeit dort, erzählten, küssten uns und sahen irgendwann die Sonne gemeinsam aufgehen.

Als der Morgen kam, musste sie gehen und ich wurde sehr traurig. „Du hast mich die vollkommene Liebe eines Engels spüren lassen und nun lässt Du mich zurück. Wie sollte ich jemals wieder glücklich werden und lieben können?“, fragte ich tieftraurig.

Sie sah mich verwundert an und dann lächelte sie „Engel? Ich kann Dir nur spiegeln, was Du bereits in Dir trägst. Das, was Du spürtest, kam alles von Dir. Du trägst so viel Liebe in Dir.“ Dann ging sie und ich kenne weder ihren Namen noch ihre Adresse. Ich habe sie nie wieder gesehen. Doch jedes Mal, wenn ich an der Parkbank vorbei komme, sehe ich ein Leuchten und erinnere mich an die einzigartige Begegnung.

Ein Weihnachtslicht wurde an diesem Abend geboren und ein Funken davon lebt in meinem Herz weiter.

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

 

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07 Nov

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 2/8

Praxis Der Zuhörer - Steffen ZöhlEin Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt. Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.




2. Licht „Wie man Rechnen lernt“ – gewidmet meinen Eltern


Björn geht gerne in die Schule und er mag seine Klassenlehrerin. Heute steht Rechnen auf dem Stundenplan. Die Lehrerin fragt ihn „Du hast eine Tafel Schokolade mit 5 Reihen je 3 Stück Schokolade. Als Du gerade eine Reihe abgebrochen und gegessen hast, kommt ein Freund und bitte Dich auch um eine Reihe. Wie viel Stücke bleiben Dir dann noch?“ Björn überlegt und antwortet „6“.


Die anderen Kinder lachen. Die Lehrerin schaut ihn fragend an und will ihm helfen. „5 Reihen mal 3 Stück sind 15.“, sagt sie. Björn nickt. „Eine Reihe sind immer 3 Stücke. Und 15 minus 3 minus 3 …“, fährt sie fort. “… sind 9. Ich weiß.“, antwortet Björn wie aus der Pistole geschossen und lächelt, “… aber das haben Sie mich nicht gefragt.“ Die Lehrerin schaute ihn verblüfft an und die anderen Kinder waren plötzlich still.


„Sie fragten, wie viel Stücke ich noch haben würde, wenn mich ein Freund nach einer Reihe Schokolade fragen würde, nachdem ich schon eine Reihe gegessen habe.“, lächelte er. „15 minus 3 sind 12. Und wenn mich dann ein Freund fragt, würde ich mit ihm teilen. Er würde von mir die Hälfte bekommen. Daher blieben mir noch 6.“, sagte er weiter.


Nun war es die Lehrerin die lächelte und in ihren Augen sammelten sich ein paar Tränchen. Dann sagte sie „Ja, da hast Du recht lieber Björn. Heute habe ich einmal neu rechnen gelernt.“


Es schien ihr, als ob der Klassenraum plötzlich etwas heller war. Und ein Weihnachtslicht leuchtete in ihrem Herzen.


(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)


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31 Okt

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 1/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt.

Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.

 

Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl

 

1. Licht „Das schönste Wort“ – gewidmet meinem Bruder

Ein alter Mann schaute eines Abends aus dem Fenster in den Sternenhimmel. Er erinnerte sich an so viele schöne, glückliche und auch traurige, besondere und berührende Momente in seinem Leben. Sein Herz war so voller Dankbarkeit und Freude.

Nur das Bild seiner Frau auf dem Tisch ließ immer mal wieder eine Träne seine Wangen herunterlaufen. Sie wäre so glücklich gewesen, ihren Enkel jetzt laufen zu sehen.
Als sein kleiner Enkel zur Tür hereinkam, war er so stolz, glücklich und nahm ihn sofort in seine Arme. „OPA“ war das schönste Wort in seinen Ohren, wenn es aus dem Mund seines Enkels kam.

Und jedes freudige Strahlen lies sein Herz aufgehen und seine Augen leuchteten. Und jedes Leuchten in seinen Augen war ein Weihnachtslicht.

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

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21 Okt

Interview mit Florian Mayer

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

 

Florian Mayer (ausbildungheilpraktiker.info) gefiel meine Internetseite
und er bat mich um ein kurzes  Interview zu meiner Arbeit und meinem
Werdegang.

 

 

Es behandelt u.a. die Themen

  • Wie werde ich Heilpraktiker der Psychotherapie (Motivation, Ausbildung)?
  • Wie finde ich eine geeignete Heilpraktikerschule?
  • Arbeitstag und Herausforderungen
  • Chancen und Grenzen der therapeutischen Arbeit

 

Das vollständige Interview : http://ausbildungheilpraktiker.info/heilpraktiker-psychotherapie-interview-steffen-zoehl/

oder als pdf-Datei.

 

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18 Okt

Das weise Orakel (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

Ein junger König wollte einst sein Schloss vergrößern und noch edler gestalten. Also fragte er seinen Bauminister und Finanzminister, wie hoch die Kosten dafür wären und wie hoch das königliche Vermögen geschätzt würde. Die beiden kamen zu dem Ergebnis, dass das königliche Vermögen nicht ausreicht, um das Bauvorhaben abzudecken.

Also fragte er seine versammelten Minister, wie man das erforderliche Geld beschaffen könne. Der Finanzminister schlug vor, die Steuern zu erhöhen. Jedoch könnte die Bevölkerung dann möglicherweise einen Aufstand planen. Der Kriegsminister schlug vor, Eroberungszüge zu finanzieren. Aber diese würden zunächst Geld kosten und es bliebe offen, wann und wie viel man erobern würde. Und man würde das friedliche Verhältnis zu den Nachbarn aufgeben und das Vertrauen verletzen. Keiner der Minister konnte einen Vorschlag unterbreiten, der dem König zusagte.

Der junge König wusste nicht weiter und ritt in den Wald, um zu überlegen. An einem hellen, aber schattigen Plätzchen vor einem Berg setzte er sich und hoffte auf eine weise Eingebung. „Was soll ich nur tun? Das Geld reicht nicht. …“ sprach er vor sich hin. Plötzlich hörte er eine Stimme aus der Höhle „Warum?“. Er erschrak und schaute in die Höhle, konnte jedoch niemanden sehen.

„Nun … vielleicht ist es ein weises Orakel, welches mir bei der Lösung helfen kann.“, dachte sich der junge König und fand, dass es eine gute Frage sei. Also antwortete er “… weil die Kosten für den Umbau des Schlosses so hoch sind.“ Und wieder hörte er „Warum?“ aus der Höhle. Wieder überlegte er, „weil ein größeres Schloss nunmal mehr kosten und ich will es größer haben!“ Kaum ausgesprochen hörte er wieder die Stimme „Warum?“ Zunächst war er verärgert und dann überlegte er. Warum wollte er das eigentlich? Und er würde trotzig “… weil ich der König bin !“ Da hörte er wiederum die Stimme „ein König ?““Ja, der König dieses Landes. Ich regiere dieses Land und beschütze die Einwohner. Ich sorge für Recht und Ordnung!“ rief er in die Höhle.

Und als er es ausgesprochen hatte, sank er zu Boden und erkannte, dass sein „großes Problem“ nur deshalb bestand, weil er aus einen Geltungsbedürfnis heraus etwas erbauen wollte, was gar nicht nötig war. Er war der König und daher entschied er einfach, das Schloss nicht größer zu bauen und war zufrieden. „Danke, ich habe verstanden, weises Orakel. Vielen Dank. Wie kann ich Dir nur danken?“ rief er in die Höhle. „Danke“ hörte er die Stimme sagen.

Das ist wirklich ein weises Orakel und es lebt bescheiden und lehrte mich Demut vor meiner Aufgabe und was es heißt, König zu sein. Und das mit so wenigen Worten – aber entscheidenden Fragen. Dann er ritt zufrieden und glücklich wieder in sein Schloss und wurde ein weiser König.

Am Abend kam ein Bauer zu dem Berg mit der Höhle und ging ein Stück um ihn herum. Die Höhle hatte an der Seite eine kleine Öffnung nach draußen, die wie ein kleiner Verstärker wirkte. Dann nahm er sein Kind aus einem kleinen Verschlag, das er dort zum spielen hinterlassen hat. Es war dort geschützt und liebte diesen Ort.

„So wir gehen jetzt heim.“, sagte er und nahm das Kind auf den Arm. Und das Kind schaute ihn an und fragte „Warum?“.

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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10 Okt

Mein erster Beitrag in der EmotionalBlue 14

Steffen Zöhl, Heilpraktiker für Psychotherapie

Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl

Ich bin gerade erfreut, stolz, begeistert und aufgeregt.

Meine Geschichte “Der Traum vom Sterben” ist in der
aktuellen EmotionalBlue 14 zu lesen.

EMOTIONAL BLUE ist ein Magazin für alle Themen, die emotional
berühren. Es erscheint online als interaktives ePaper im
PageFlipping-Style mit integrierter Vorlesefunktion.

 

 

 

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04 Okt

Die Wut-Nuss (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

Die Wut-Nuss (Therapeutische Geschichte)

gewidmet S.I.N.

In einem Land fern von hier stand ein großer, alter Baum. Kein Mensch wusste mehr, wie er hieß – vielleicht hatte er auch nie einen Namen. Aber es war ein sehr besonderer Baum und das wussten die Menschen in der Gegend. Je nachdem, mit welchen Gedanken und Gefühlen die Menschen zu dem Baum kamen, schmeckten die Früchte anders und nahmen eine andere Form, Farbe oder Konsistenz an.

Verliebte gingen gern zu dem Baum, dann schmeckten beiden die Früchte süß und lecker und waren farbig und es prickelte noch Tage lange. Auch Geburtstagskinder erfreuten sich an den bunten und saftigen Früchten. Für Trauernde schmeckten die rauen Früchte anfangs bitter und salzig wie Tränen und später mild. Doch sie stärkten sie sehr und gaben etwas Trost und Hoffnung. Wenn sich der erste Liebeskummer zeigte, gingen die Mütter oft mit Ihren Kindern zu dem Baum. Die Früchte waren dann zwar anfangs hart und furchtbar sauer, aber das innere der Frucht schmeckte einzigartig, wenn man ein paar Tage wartete. Die Früchte konnten auch Kraft spenden, Zuversicht, Mut oder Gelassenheit.

Manche Menschen mieden den Baum jedoch, denn bei Neid und Missgunst stanken die Früchte ganz widerlich und schmeckten zum Erbrechen. Für andere, die aggressiv oder rachsüchtig waren, brannten die Früchte auf der Zunge wie scharfer Chili.

Eines Tages kam die kleine Ira an dem Baum vorbei. Gerade hatte sie sich mit ein paar Kindern gestritten und war sehr wütend, dass diese nun nicht mehr mit ihr spielen wollten. In ihrer Wut trat sie gegen den Stamm des Baumes. In dem Moment viel ihr eine Frucht auf den Kopf. Die war hart und ihr kleiner Kopf tat ihr weh. „Na warte“, dachte sich Ira und wollte die Frucht auf den Boden schleudern und zerschmettern. Aber die Frucht hatte kleine Stacheln und als Ira sie schleudern wollte, stach sie sich damit selbst in die Hand. Die Frucht hatte eine harte Schale und begann in ihrer Hand zu zappeln und wild zu springen, sobald Ira sie in ihre Hände nahm. Und sie wurde dunkler, je länger sie Ira in den Händen behielt.

Sie nahm sie mit nach Hause und zeigte sie ihrer Mutter. Diese schaute sie an, “Oh…eine Wut-Nuss… Was ist passiert?“, fragte die Mutter. Ira erzählte von ihren Erlebnissen und zeigte die kleine Beule am Kopf und ihre kaputten Händchen. „Du musst an den Kern gelangen.“, sagte die Mutter zu ihr. Ira versuchte, mit einem schweren Buch die Schale zu knacken, aber es gelang ihr ebenso wenig, wie mit den heißen Feuerhaken oder der Säge. Die Mutter riet ihr, sich die Wut-Nuss genau anzuschauen. Ira ging mit der Nuss ans Licht und legte sie vor sich. Das Zappeln der Nuss wurde weniger. An einer kleinen Stelle entdeckte Ira ein kleines Löchlein und eine weiche Stelle. Mit einen kleinen Messerchen piekste sie vorsichtig in diese Stelle und plötzlich knackte die Schale in zwei gleiche Hälften. Diese zerbröselten dann wie von allein.

In der Nuss war ein kleiner Käfer gefangen gewesen, der sie kurz betrachtete und dann davon flog. Er war sehr schön anzusehen, als er flog. Plötzlich fing Ira an, zu weinen … Der schöne Käfer war weg.

Auch ihre Wut war weg … irgendwie war sie wohl schon die ganze Zeit eigentlich traurig.

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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22 Sep

Die Grollmücke (Therapeutische Geschichte)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

 

Der kleine Tristan war häufiger verärgert und grummelte dann vor sich hin. Heute war wieder so ein Tag. Sein Opa sah es und setzte sich neben ihn ins Gras. „Na meen Jung, watt is denn ?“, fragte der alte Matrose seinen Enkel und lächelte gütig.

 

„Ach Opa, ich ärgere mich …“, antwortete Tristan. „Wie datt?“, fragte der Opa weiter. „Ich wollte doch heute mit Naomi spielen und wir wollten uns hier treffen. Aber sie ist nicht gekommen. Erst dachte ich, dass ihr etwas passiert sein könnte und bin zu ihrem Haus gegangen. Da war sie aber auch nicht und auch keine Notiz. Ich dachte, sie spielt auch gerne mit mir. Aber vermutlich mag sie mich nicht oder hat es vergessen. Vielleicht spielt sie auch mit einem anderen. Das ärgert mich jetzt voll. Ich bin total sauer auf sie …“ sagte Tristan und stampfte mit dem Fuß auf den Boden.

 

Der Opa schaute ihn an und sagte „Joah meen Jung, da hat di woll ne Grollmücke jestochen“. „Eine Grollmücke“, sah ihn Tristan fragend an. „Jipp, de kleenen Dinger pieksen eenen manchmol … und denn denkst de an dee komischsten Dinge und ärgerst di …“, sagte der Opa mit einem kleinen schelmischen Grinsen in seinem von der Zeit und dem Meerwind gezeichneten Gesicht.

 

Tristan dachte kurz darüber nach. Das würde vieles erklären … schon häufig hatte er sich geärgert, auch über Naomi. Meistens war es im Nachhinein halb so wild, kleine Missverständnisse und spätestens, wenn Naomi lächelte, war er ihr nicht mehr böse. Aber in den Momenten, wenn er sich sorgte oder sich ärgerte, dachte er nicht mehr daran. Grollmücken … die würden das alles erklären.

 

„Und was mache ich nun gegen Grollmücken?“, wollte Tristan wissen. „Nu, du krichst dat ja nich mit, wenn de jestochen wirst von de kleenen Viecher – abba … wenn de spürst, dat de Groll hochkommt – und se dich woll jepiekst haben – frog di mol, ob det wirklich stimmt, watt de da grod so denken tust … un erinner dich an de schönsten Momente mit de‘n Menschen“, sagte der Opa, „dann heilt de Stich un … von mal zu mal würst de immun gegen de kleenen Biesta“.

 

Plötzlich kam Naomi um die Ecke und grinste Tristan an. Der war noch so nachdenklich, dass er fast vergessen hatte, wie sauer er doch war … war er es noch? „Ich hab uns noch Äpfel gepflückt“, lächelte ihn Naomi an, „kommst Du spielen?“ „Ich bin immer noch ganz schön …“, Tristan hielt kurz an, „… froh, dass Du da bist“, versuchte er zu lächeln. Er spürte, wie der Stich der Grollmücke heilte.

 

Es dauerte noch eine Zeit und die Grollmücken stachen Tristan noch ein paar Mal, aber er lernte mit jedem Mal und immer schneller, wie die kleinen Piekse heilen konnten.

 

Eines Tages ging er zu seinem Opa, umarmte ihn und sagte „Opa, vielen Dank. Du hast mir sehr geholfen. Heute pieksen mich die Grollmücken nicht mehr“.

 

Und der alte Matrose lächelte zufrieden …

 

 

 

© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016

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Die Grollmücke (Therapeutische Geschichte)