07 Dez

Der Glücksknochen auf “Nur positive Nachrichten”

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016Meine Premiere als Gastautor bei “Nur positive Nachrichten”. Die Geschichte  ‘Der Glücksknochen‘ ist exklusiv auf dieser Seite zu finden.

Sie beschreibt unsere Welt der Bewertungen in gut/schlecht, richtig/falsch schön/unangenehm … und wie man sich manchmal täuschen kann.

Viel Spaß beim Lesen.

 

 

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05 Dez

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 6/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt. Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.

 

6. Licht „Die Predigt“ -gewidmet Julia-

An einem Sonntagmorgen ging Lucia in die Kirche. Sie mochte die feierliche Atmosphäre und die meisten Menschen dort waren freundlich zu ihr. Sie hatte im Leben viel Pech gehabt. Ihr Elternhaus war nicht sehr liebevoll gewesen, was die Schule nicht leichter und ihren beruflichen Weg nicht erfolgreicher gemacht hatte.

Heute sollte ein bekannter Prediger aus Amerika, Michael Johns, kommen und eine Gastpredigt zur Nächstenliebe halten. Sie hörte gerne den Predigten zu. Der Pfarrer hatte eine so schöne Stimme, wie sie fand, und seine Worte regten sie meist zum Nachdenken an. Sie war extra früh in Kirche gegangen, um noch einen guten Platz aussuchen zu können und den Gast auch gut zu sehen und zu hören.

In der vierten Reihe direkt am Mittelgang hatte sie einen Platz gefunden. Es waren noch nicht so viele Menschen da. Nur ein junger Mann schräg von ihr -unter der Kanzel- war ihr aufgefallen, der lächelte sie so nett an. Langsam füllte sich der Raum. Plötzlich kam eine Frau im sehr schicken Mantel und stellte sich neben sie. In der Sitzreihe waren noch 2-3 Plätze rechts neben Lucia frei geblieben, weil dort ein Pfeiler die Sicht einschränkte. Die so schick gekleidete Frau schaute Lucia an und fragte, ob noch zwei Plätze frei wären – für sie und ihren Mann. Lucia stand auf und wollte die Dame durchlassen. „Rutschen Sie doch einfach durch. Da hinten sehe ich ja nicht so gut“, sagte die Dame.

Lucia sah sie an und überlegte und verzog das Gesicht. „Hören Sie, ich bin Frau van Itas, mein Mann ist der Chefarzt im Klinikum hier. Wir spenden dieser Gemeinde jedes Jahr viel Geld. Da werden wir wohl einen vernünftigen Sitzplatz bekommen können.“, polterte die Frau ihr entgegen. Lucia war irritiert, traurig und eingeschüchtert zugleich. „Bitte … setzen Sie sich.“, war das einzige, was sie noch sagen konnte.

Sie überlegte, die Kirche zu verlassen … oder doch noch einen anderen Platz zu suchen, um der Predigt zuhören zu können. Der junge Mann, der sie so freundlich angelächelte hatte, hatte das Ganze beobachtet und winkte Lucia zu. Sie sah ihn verwundert an und er winkte noch deutlicher und zeigte auf einen freien Sitz neben seinem. Die Kirche war schon sehr voll. Bevor sie gar keinen Platz mehr finde würde, war dieser immerhin in der Nähe der Kanzel. „Tut mir leid, was da gerade passiert ist.“, sagte er als Lucia sich setzte, „aber so werde ich Deine Gesellschaft genießen. Ich bin Michael.“ „Lucia“, antwortete sie kurz. Selten war ein Mann so nett zu ihr gewesen und hatte etwas so Freundliches, Anerkennendes zu ihr gesagt. In ihr spürte sie ein warmes Gefühl und ihre Augen wurden wässrig – eine kleine Träne bildete sich im Augenwinkel. Ein Sonnenstrahl, der durch das Kirchenfenster fiel, brach sich darin. In diesem Funkeln wurde ein Weihnachtslicht geboren.

Der junge Mann stand plötzlich auf und ging die Kanzel hinauf. Er stellte sich kurz vor und sprach davon, wie er aus seiner Heimatstadt vor einigen Jahren nach Amerika ging und jetzt zurückkam, um hier heute eine Predigt zu halten. Dann sprach er über Nächstenliebe und wie diese im Alltag aussehen kann. Eine Dame fühlte sich sichtlich unwohl dabei.

Nach der Predigt geleitete Michael Lucia unter den Blicken vieler anderer noch bis zu Tür. Sie lächelte, wie sie vielleicht noch nie in ihrem Leben gelächelt hatte und nahm dieses warme Gefühl mit nach Hause.

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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03 Dez

KGS Magazin Der Traum vom Sterben

Praxis Der Zuhörer - Steffen ZöhlIn dieser Woche habe ich gleich nochmal Grund mich sehr zu freuen und ein bisschen stolz zu sein.

Meine Geschichte “Der Traum von Sterben” wurde im aktuellen KGS-Magazin (Dezember) veröffentlicht.

Ich wünsche allen einen wunderschönen 2. Advent und eine besinnliche Adventszeit.

 

 

 

 

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30 Nov

Trainer/Dozent im Institut Christoph Mahr

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016Ich freue mich, dass ich jetzt ganz offiziell als Dozent im Institut Christoph Mahr zu finden bin.

Für die zukünftigen Heilpraktiker für Psychotherapie-Anwärter werde ich ab März 2017 den Block Angststörungen (Angst/Phobie/Panik) unterrichten und freue mich schon darauf.

http://www.christoph-mahr.de/team.php

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29 Nov

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 5/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt. Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.

 

5. Licht „Schatten in der Nacht“

Es war einer dieser kalten Winternächte, wo keiner gerne draußen war. Jochen saß in seinem roten Pförtnerhäuschen und kochte gerade Tee. Er dachte schon daran, dass er in ein paar Minuten wieder mit Hektor raus musste, um einen Kontrollgang durchs Gelände zu machen. Hektor lag noch friedlich neben dem kleinen Ofen, der das Häuschen wärmte. „Na komm Hektor, alter Junge. Es ist Zeit für unsere Runde. Hektor freute sich vermutlich -trotz der Kälte- deutlich mehr über eine Runde Gassi als Jochen. Kaum draußen, zog Hektor schon an der Leine. Aber irgendwie zog er zu zielgerichtet, als das er nur sein Geschäft verrichten wollte. Vielleicht hatte sich mal wieder ein Kaninchen im Gebüsch versteckt.

Jochen machte den Job schon einige Jahre und war doch immer wachsam geblieben, auch wenn bisher noch niemand in seiner Schicht unerlaubt das Betriebsgelände betreten hatte. Plötzlich schlug Hektor an und in einer dunklen Ecke neben einem Lüftungsschacht glaubte er einen Schatten zu sehen. Er hielt sein Funkgerät parat, um im Bedarfsfall die Zentrale informieren zu können und versuchte mit der anderen Hand Hektor und seine Taschenlampe zu koordinieren. Und tatsächlich schien jemand über dem Warmluftschacht zu kauern. „Kaum raus oder ich lasse den Hund los!“ rief er in die Ecke.

Er wusste zwar, dass Hektor viel zu gutmütig und in die Jahre gekommen war, aber die mögliche Einbrechern zum Glück nicht. „Bitte nicht!“, hörte er nur eine fast kindliche Stimme. Er war näher gekommen und entdeckte eine junge Frau vielleicht sogar noch ein Mädchen, das zusammengekauert über dem zumindest etwas wärmeren Lüftungsschacht saß. „Los komm her. Aber ich will Deine Hände sehen.“ – das wollte er schon immer mal sagen. Es klang so professionell. Fast freute er sich schon darüber. „Was machst Du hier und wer bist Du?“, fragte er und tat dabei recht streng. „Iris… ich heiße Iris. Und ich … ich weiß nicht wohin“, begann sie zu weinen.

„Hier kannst Du nicht bleiben.“, entgegnete ihr Jochen, „Los komm mit.“ Iris befürchtete das Schlimmste – Anzeige, Polizei oder wieder raus in die Kälte. Oder würde er … sie hatte schon einiges gehört. Und der große Hund machte ihr auch ein bisschen Angst. Sie gingen zum Pförtnerhäuschen. „Los rein mit Dir!“, Jochen hatte den rauen Charme einer Drahtbürste, aber wer ihn kannte, wusste, dass er das Herz am Recht Fleck hatte. „Willste einen Tee?“ Iris überlegte und sagte dann dankend zu. „Bist wohl abgehauen von zu Hause?“, fragte er. Da brach es aus Iris heraus. Der Streit mit der Mutter um ihren neuen Freund, die Tasse die ihr versehentlich runterfiel, die vielen lauten und bösen Worte die gefallen waren und wie sie sich davon geschlichen hatte.

Der Tee wärmte und mehr und mehr sah sie das schelmische Grinsen in seinem Gesicht. „Hab ich auch mal gemacht, da war ich 15.“, man sah seinem Gesicht an, wie er sich daran erinnerte, „drei Tag hab ich geschafft. Meine Mutter ist fast gestorben vor Sorgen. … Na, lass uns mal Deine Mutter anrufen, die macht sich bestimmt auch schon Sorgen um Dich.“ Nur zögerlich rückte, Iris die Telefonnummer heraus und Jochen zückte sein Handy.

„Hallo, hier ist Jochen. Die Iris ist hier bei mir.“, am anderen Ende konnte man die Erleichterung hören. „Wer sind Sie? Und wo ? Und was macht Iris bei Ihnen? Sie ist weggelaufen nach unserem Streit…“, sagte die noch aufgebrachte Mutter. „Ähm, nein nein. Äh … Sie hat mir nur meinen Hektor gebracht – der dumme Hund war mir einfach mit der Leine entwischt und ich bin nicht mehr so schnell…“, flunkerte Jochen. Er hatte das Mädchen schon ins Herz geschlossen und wollte nicht, dass sie Ärger bekommt. „Ach so“, hörte er am Telefon.

„Ach, so ein kleiner Streit …“, sprach er in sein Handy, “… da läuft sie doch nicht weg. Ein bisschen frische Luft … wir waren doch alle mal jung.“ Iris lächelte. „Danke, dass Du … dass Sie mich nicht …“ „Schon gut, Kleine“, grinste Jochen, „ich heiße Jochen.“ Dann rief er ein Taxi. „Aber Du musst mir versprechen, dass Du nicht wieder abhaust. Hier haste meine Nummer, … wenn es mal wieder Stress gibt. Ich sitze eh fast die ganze Zeit hier und mit Hektor kann ich mich nur sehr eingeschränkt unterhalten.“

In dem Moment leuchteten Iris’ Augen. Vermutlich eine Reflexion der Deckenleuchte … oder ? Als das Taxi kam, handelte Jochen gleich einen Preis aus und bezahlte den Fahrer. Iris stieg nochmal aus dem Auto aus und umarmte diesen Klotz von einem Mann, „Danke, Danke vielmals.“ Jochen lächelte nur und doch wurde es in ihm warm.

Zuhause nahm ihre Mutter sie sofort in die Arme und drückte sie fest. „Ich dachte schon, … Du wärest weggelaufen oder Dir wäre etwas passiert“, drückte die Mutter sie noch fester an sich. „Schon gut, Mama. Es war ein blöder Streit.“ Und wieder leuchteten ihre Augen … und ein Weihnachtslicht wärmte drei Menschen.

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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22 Nov

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 4/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt. Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.

 

4. Licht „Heimkehr“

Finn hatte keine einfache Kindheit. Als sein Vater die Familie verließ, war er gerade 7 Jahre alt. Seine Mutter hat vieles versucht, doch als Alleinversorgerin, war nicht viel Zeit für ihren Sohn. Mit der Pubertät wurde das Verhältnis zwischen den beiden schwieriger. Er hatte sie bestohlen, belogen und sie beschimpft. Eines Tages mit 19 Jahren war er einfach abgehauen und lies sie ohne ein Wort zurück. Einige Zeit hatte er bei Freunden gelebt, dann eine Zeit auf der Straße, war durch die Städte gezogen mit Gelegenheitsjobs.

Dann führte ihn ein Zufall nach Norwegen. Sunja hieß „der blonde, wunderschöne Zufall“, der ihm Hoffnung, Mut und ein neues Leben schenkte. Als er eines Tages auf der Straße saß, blieb sie bei ihm stehen und schaute ihn an. „Was machst Du hier?“, hatte sie gefragt. Er hatte nicht aufgeschaut. „Hey, BrownEyeBoy“ hatte sie ihn nochmals angesprochen. Als er aufblickte, blendete ihn für einen Moment das Licht einer Laterne und er konnte nur einen Umriss sehen. Er zwinkerte mit den Augen und versuchte zu erkennen, wem die helle Stimme gehörte.

Dann sah er in die schönsten Augen und das herzerwärmendste Lächeln seines Lebens. Wer weiß, was sie in ihm gesehen hatte, aber sie hielt ihm ihre Hand hin und zog ihn hoch. Dabei stießen sie zusammen, sahen sich für eine gefühlte Ewigkeit in die Augen und lachten. Ein Licht wurde geboren. Für ihn strahlten ihre Augen so, dass es sich kaum daran satt sehen konnte.

Mit Sunja ging nach Norwegen. Er machte eine Ausbildung als Zimmermann und wurde zum besten Lehrling in seinem Betrieb. Die beiden waren sehr verliebt und ihre Augen leuchteten jedes Mal, wenn sie sich sahen. Und doch plagten ihn ein schlechtes Gewissen und eine Sehnsucht nach seiner Mutter. So gerne wollte er sich bei ihr entschuldigen, erklären, was alles passiert war und ihr sagen, dass es ihm gut geht und er sie liebte. Oft hatte er über das Internet versucht, eine Telefonnummer zu finden. Doch unter ihrem Namen konnte er in seiner Heimatstadt nichts finden.

Nun wo sie heiraten wollten, war es beiden ein großer Wunsch, seine Mutter dabei zu haben, sich zu versöhnen und Frieden zu finden. In manchen Nächten lag er wach -was wenn ihr etwas passiert war, sie krank wäre oder nicht mehr lebte. In einem Urlaub fuhr er zurück in seine Heimatstadt und suchte das Haus auf, wo er aufgewachsen war. Fast 8 Jahre waren vergangen. An der Klingel stand ein anderer Name und die Frau die öffnete, kannte seine Mutter nicht. Er suchte im ganzen Ort, fragte an verschiedenen Stellen. Manche kannten zwar noch seine Mutter oder ihn, aber niemand wusste, wo sie lebte.

Traurig und frustriert setzte er sich auf eine Bank, an dem kleinen Park, wo er als Junge gespielt hatte. Wo mochte sie nur sein. Er legte sein Gesicht in seine Hände und weinte. Vermutlich seit 15 Jahren zum ersten Mal weinte er um die verlorene Zeit, sein Verhalten in der Jugend und, dass er seiner Mutter nicht sagen konnte, wie sehr er sie liebte und es ihm leid tat. Plötzlich fragte ihn jemand, „Was ist passiert, dass Sie so traurig sind?“ Er blickte nicht auf. Zu schwer war die Last, die er mit sich trug.

„Ich komme so oft hierher, wie ich kann. Aber heute ist ein besonderer Tag. Heute ist der Jahrestag, an dem ich einen geliebten Menschen verloren habe.“ Die weibliche Stimme schluchzte kurz, „Aber ich gebe nicht auf. Irgendwann … irgendwann. Ich werde nie aufhören. ihn zu lieben.“ Die Worte berührten ihn sehr. Er fühlte, dass da jemand ähnlich empfand, wie er selbst. Noch in seiner ganzen Traurigkeit gefangen sagte er, „Ich habe so viel falsch gemacht, bis ich mich und mein Glück gefunden habe. Ich habe sie so verletzt und es tut mir so unendlich leid.“ Tränen liefen über sein Gesicht.

Plötzlich zuckte die Frau neben ihm zusammen. „FINN ? FINN?“ sie klang so erschrocken und aufgeregt. Er riss seine Hände vom Gesicht und blickte durch die Tränen verschwommenen Augen. Nach einigen Wimpernschlägen konnte er wieder klarer sehen und wurde von seinen Gefühlen übermannt. „MAMA …“, quälte er mit verweinter Stimme hervor.

Und das Weihnachtslicht wurde größer und größer. Minutenlang lagen sich beide in den Armen und waren glücklich. Mutterliebe ist unerschütterlich und Finns Mutter war sehr glücklich, dass es ihrem Sohn gut ging und war stolz, was er aus seinem Leben gemacht hatte. Zwei Jahre später zog sie zu ihrem Sohn und seiner Frau. Ein Enkelkind kündigte sich an und ein neues Licht sollte in die Welt kommen.

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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14 Nov

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 3/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt.

 

Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl

 

3. Licht „Der Engel“ – gewidmet dem Institut Christoph Mahr

Eines Abends lief ich noch durch den Park und setzte mich irgendwann auf eine Bank, um das Licht der untergehenden Sonne zu bewundern. Plötzlich setzte sich eine junge Frau neben mich. Ich hatte keine Ahnung, wo sie her kam, aber ich verspürte sofort eine besondere Anziehung. Auch die Frau schien und etwas in mir zu sehen und wir unterhielten uns eine Weile. Sie lächelte mich an. Ich war von ihrem Lächeln augenblicklich bezaubert und lächelte zurück. Ich spürte wie mein Herz schneller schlug und sich eine tiefe Wärme in mir ausbreitete. Dann schauten wir uns in die Augen und näherten immer mehr. Wie in Zeitlupe kamen sich unsere Lippen näher, bis sie sich zum ersten Mal zu einem Kuss vereinten. Ein unglaubliches Gefühl vollkommener Liebe, Geborgenheit und Glücks durchströmte mich. Ich war sofort beseelt und überglücklich. Sie musste ein Engel sein, da war ich mir sicher. Die Nacht war lau und wir saßen die ganze Zeit dort, erzählten, küssten uns und sahen irgendwann die Sonne gemeinsam aufgehen.

Als der Morgen kam, musste sie gehen und ich wurde sehr traurig. „Du hast mich die vollkommene Liebe eines Engels spüren lassen und nun lässt Du mich zurück. Wie sollte ich jemals wieder glücklich werden und lieben können?“, fragte ich tieftraurig.

Sie sah mich verwundert an und dann lächelte sie „Engel? Ich kann Dir nur spiegeln, was Du bereits in Dir trägst. Das, was Du spürtest, kam alles von Dir. Du trägst so viel Liebe in Dir.“ Dann ging sie und ich kenne weder ihren Namen noch ihre Adresse. Ich habe sie nie wieder gesehen. Doch jedes Mal, wenn ich an der Parkbank vorbei komme, sehe ich ein Leuchten und erinnere mich an die einzigartige Begegnung.

Ein Weihnachtslicht wurde an diesem Abend geboren und ein Funken davon lebt in meinem Herz weiter.

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

 

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07 Nov

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 2/8

Praxis Der Zuhörer - Steffen ZöhlEin Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt. Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.




2. Licht „Wie man Rechnen lernt“ – gewidmet meinen Eltern


Björn geht gerne in die Schule und er mag seine Klassenlehrerin. Heute steht Rechnen auf dem Stundenplan. Die Lehrerin fragt ihn „Du hast eine Tafel Schokolade mit 5 Reihen je 3 Stück Schokolade. Als Du gerade eine Reihe abgebrochen und gegessen hast, kommt ein Freund und bitte Dich auch um eine Reihe. Wie viel Stücke bleiben Dir dann noch?“ Björn überlegt und antwortet „6“.


Die anderen Kinder lachen. Die Lehrerin schaut ihn fragend an und will ihm helfen. „5 Reihen mal 3 Stück sind 15.“, sagt sie. Björn nickt. „Eine Reihe sind immer 3 Stücke. Und 15 minus 3 minus 3 …“, fährt sie fort. “… sind 9. Ich weiß.“, antwortet Björn wie aus der Pistole geschossen und lächelt, “… aber das haben Sie mich nicht gefragt.“ Die Lehrerin schaute ihn verblüfft an und die anderen Kinder waren plötzlich still.


„Sie fragten, wie viel Stücke ich noch haben würde, wenn mich ein Freund nach einer Reihe Schokolade fragen würde, nachdem ich schon eine Reihe gegessen habe.“, lächelte er. „15 minus 3 sind 12. Und wenn mich dann ein Freund fragt, würde ich mit ihm teilen. Er würde von mir die Hälfte bekommen. Daher blieben mir noch 6.“, sagte er weiter.


Nun war es die Lehrerin die lächelte und in ihren Augen sammelten sich ein paar Tränchen. Dann sagte sie „Ja, da hast Du recht lieber Björn. Heute habe ich einmal neu rechnen gelernt.“


Es schien ihr, als ob der Klassenraum plötzlich etwas heller war. Und ein Weihnachtslicht leuchtete in ihrem Herzen.


(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)


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31 Okt

Das Weihnachtslicht (Therapeutische Geschichte) 1/8

Ein Weihnachtslicht ist eine besondere Erscheinung. Es leuchten zwar zur Weihnachtszeit viele Lichter, aber Weihnachtslichter leuchten, wo menschliche Wärme, Herzlichkeit und Liebe sich zeigen. Dabei ist ein Weihnachtslicht nicht unbedingt heller oder größer als andere Lichter und es leuchtet auch nicht nur im Dezember. Es ist aber ein Licht, das so voller Wärme leuchtet, dass es Menschen berührt und Herzen wärmt.

Von acht dieser Weihnachtslichter will ich Euch berichten.

 

Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl

 

1. Licht „Das schönste Wort“ – gewidmet meinem Bruder

Ein alter Mann schaute eines Abends aus dem Fenster in den Sternenhimmel. Er erinnerte sich an so viele schöne, glückliche und auch traurige, besondere und berührende Momente in seinem Leben. Sein Herz war so voller Dankbarkeit und Freude.

Nur das Bild seiner Frau auf dem Tisch ließ immer mal wieder eine Träne seine Wangen herunterlaufen. Sie wäre so glücklich gewesen, ihren Enkel jetzt laufen zu sehen.
Als sein kleiner Enkel zur Tür hereinkam, war er so stolz, glücklich und nahm ihn sofort in seine Arme. „OPA“ war das schönste Wort in seinen Ohren, wenn es aus dem Mund seines Enkels kam.

Und jedes freudige Strahlen lies sein Herz aufgehen und seine Augen leuchteten. Und jedes Leuchten in seinen Augen war ein Weihnachtslicht.

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

 

 

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21 Okt

Interview mit Florian Mayer

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2016

 

Florian Mayer (ausbildungheilpraktiker.info) gefiel meine Internetseite
und er bat mich um ein kurzes  Interview zu meiner Arbeit und meinem
Werdegang.

 

 

Es behandelt u.a. die Themen

  • Wie werde ich Heilpraktiker der Psychotherapie (Motivation, Ausbildung)?
  • Wie finde ich eine geeignete Heilpraktikerschule?
  • Arbeitstag und Herausforderungen
  • Chancen und Grenzen der therapeutischen Arbeit

 

Das vollständige Interview : http://ausbildungheilpraktiker.info/heilpraktiker-psychotherapie-interview-steffen-zoehl/

oder als pdf-Datei.

 

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