11 Apr

Eine Welt – zwei Welten (Therapeutische Geschichte)

Eine Welt – zwei Welten
-für Elke-



Elke ist eine attraktive Frau Mitte vierzig, verheiratet
und aufgrund ihrer sportlichen Laufbahn noch immer sportlich und fit. Um weiterhin in Form zu bleiben, entscheidet sie sich, einen Kurs zu probieren.
Eines Abends besucht sie ein Fitnessstudio zum
Spinning-Probetraining (Fahrradergometer). Sie setzte sich auf das ‘Rad’ und machte fleißig das Training unter Anleitung des Trainers mit. Nach einer Weile bemerkte sie, dass der Trainer sie genau beobachtet und auch einige der anderen, meist jüngeren Frauen.
Sie versuchte bei sich zu bleiben und sich auf das Training zu konzentrieren. Doch die Frage, was die anderen über Sie denken, beschäftigte sie. „Die denken bestimmt, was will die Alte denn noch hier?“ oder „Warum trainiert die nicht mit Gleichalten?“ „Die sehen alle so jung und hübsch aus und meine beste Zeit ist vorbei.“ Und dann blickte sie doch einige Male zu den jungen Frauen rüber.
Sie beeilte sich nach dem Training und wollte nur noch schnell duschen. Da es ein Probetraining war, hatte sie noch keine Duschmarken.
Einer der mit ihr trainierenden Männer bemerkte das und schenkte ihr eine. „Es gibt also noch nette Männer
… oder hat der das jetzt aus Mitleid gemacht … ?“

Als sie nach Hause kam, erzählte sie ihrem Mann davon. „Ich weiß nicht, ob ich da nochmal hingehen sollte. Die jungen Frauen finden das bestimmt komisch, wenn sie mich sehen.“ Ihr Mann nahm sie in den Arm und küsste sie.

Laura ist eine attraktive junge Frau Anfang zwanzig, seit 2,5 Jahren mit ihrem Freund fest zusammen. Sie wohnen in einer gemeinsamen Wohnung und machen beide gerne Sport – als Ausgleich zum Job und um fit zu bleiben.
Eines Abends besucht sie mal wieder ihr Fitnessstudio zum Spinning-Probetraining (Fahrradergometer). Sie setzte sich auf das ‘Rad’ und machte fleißig das Training unter Anleitung des Trainers mit. Nach einer Weile bemerkte sie, dass der Trainer sie genau beobachtet und eine neue Teilnehmerin.
Sie versuchte es sich nicht anmerken zu lassen und sich auf das Training zu konzentrieren. Doch die Frage, wer die Neue war, beschäftigte sie. „Wenn ich mit 30 noch so aussehen würde und fit bin wir die Neue, das wäre schon klasse. Das sieht bei ihr so leicht aus und ich schwitze hier und kämpfe. Die sieht schon klasse aus.“ Und dann blickte sie noch einige Male zu der neuen Frau rüber.
Nach dem Training sah sie, wie ihr Thomas aus dem Kurs eine Duschmarke schenkte. „Tja, wenn man so gut aussieht, kriegt man auch eine Duschmarkte geschenkt … ;o) Mal schauen, wenn sie häufiger kommt, spreche ich sie vielleicht mal an und frag wer sie ist. Naja jetzt ab nach Hause.“

Als sie nach Hause kam, erzählte sie ihrem Freund davon. „Heute kam eine Neue in meinem Kurs – schätze mal so Anfang-Mitte 30. Ich sage Dir, wenn ich mal noch so aussehe und so fit bin …“ Ihr Freund nahm sie in den Arm und küsste sie.

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2016)

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