12 Feb

Die Weisheiten der alten Eule 8 (Therapeutische Geschichte)

Die Weisheiten der alten Eule © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

Die Weisheiten der alten Eule
(Therapeutische Geschichten)

 

In einer sehr alten Eiche lebte eine auch ziemlich alte Eule. Mit der Zeit konnte sie schlechter hören und sehen, aber die Tiere des Waldes gingen gern zu ihr, wenn sie Sorgen und Probleme hatten. Im Gespräch mit der alten Eule fanden viele Tiere ihre Lösungen und verstanden, was das eigentliche Thema war. Von einigen dieser Begebenheiten will ich berichten.

 

Der kleine Igel Malte

Es gab eine Zeit im Wald, da war „Vorsicht Malte“ häufiger zu hören. Manchmal galt es dem kleinen Igel Malte selbst und manchmal war es eher eine Warnung für die anderen. Dass man beim Spielen mit Igeln vorsichtiger sein sollte, um nicht gepiekst zu werden, wussten die anderen Waldkinder. Auch die Igel wussten das.

Doch der kleine Igel Malte wurde oft traurig, wenn er „Achtung Malte“ oder „Vorsicht Malte“ hörte. So gern hätte er einfach nur mit den anderen spielen wollen. Doch wenn sie mal nicht mit ihm spielen wollten oder er nicht seinen Willen bekam, kugelte sich Malte schnell ein. Er sah dann aus wie eine kleine Stachelkugel. Dann hatten die anderen oft Angst und liefen weg. „Dann eben nicht“, schnaufte Malte in sich hinein. Seine Stachelhaut schützte ihn dann. Aber so sahen die anderen Waldkinder auch nicht, wie traurig er dann war. Wenn er mal so richtig ärgerlich über jemanden war, dann rollte er sich zusammen und auf denjenigen zu. Das piekste dann und der oder die andere war dann traurig. Manchmal weinten die Kinder dann auch. „Jetzt weißt Du mal, wie das ist.“, dachte sich dann Malte. Eigentlich wollte er die anderen zwar nicht verletzen, aber irgendwie wusste er auch nicht weiter.

Eines Tages spielten die Waldkinder auch unter der Eiche der weisen Eule. Das Fangen-Spiel mochten die Waldkinder. Malte wurde nur selten gefangen. Viele hatten Angst, ihn abzuklatschen, weil sie befürchteten, sich zu pieksen. „Hier bin ich . Hieeer. Fang mich doch.“, rief Malte. Er war ganz stolz auf sich, weil er geübt hatte, schneller zu laufen. Doch als die anderen ihn weiterhin nur sehr selten fangen wollten, wurde er trotzig und kugelte sich ein. „Achtung Malte“ hörte er wieder. Die Kinder machten nun erst recht einen Bogen um ihn. Die weise alte Eule schaute sich das eine Weile an und flog dann hinab zu den spielenden Kindern.

„Na Malte, Du scheinst nicht ganz zufrieden zu sein?“, fragte die weise Eule vorsichtig. „Das brauche ich jetzt gerade auch noch!“, grummelte Malte in sich hinein. „Na warte, Dir werde ich es zeigen.“, dachte er sich. Er fühlte sich ertappt und wollte nicht, dass die anderen merkten, dass er eigentlich traurig war. Er schaute einmal grimmig und rollte sich zusammen. Dann rollte er auf die Eule zu. „Du wirst es gleich selbst spüren, wie sich das anfühlt …“, dachte er sich und rollte über ihre Füsse. Er war es gewohnt, dass die anderen dann davonliefen, jammerten, weil er sie gepiekst hatte oder auf ihn schimpften. Doch die Eule … zuckte nicht einmal. „Komm mal zu mir und erzähle.“, sagte die weise Eule zum kleinen Igel.

Malte wollte, dass die Eule seinen Schmerz, die Traurigkeit und Wut, auch spürte. „Los geh weg!“, er rollte nochmal über ihre Füße, aber die reagierte nicht darauf. „Eulen scheinen keinen Schmerz in den Füßen zu spüren.“, versuchte er sich das unerwartet Erlebte zu erklären. „Ich werde nicht weggehen, bevor wir gesprochen haben“, sagte die Eule, „ganz gleich, wie oft Du mir noch in die Füße piekst.“ „Sie fühlt es also doch!“, erschrak Malte. Da war er verwundert. „Nun erzähl mal, was mit Dir los ist.“, lächelte ihn die Eule an.

Da nahm Malte seinen Mut zusammen und schüttete ihr sein Herz aus. Er erzählte davon, wie er sich fühlte, wenn er sich ausgegrenzt und anders fühlte. Nun kullerten auch ein paar Tränchen seine Wange herunter. Doch irgendwie fühlte er sich danach leichter. „Anders zu sein, ist nichts Schlechtes. Es kann sogar etwas sehr Gutes sein. Jeder ist doch auf seine Art irgendwie anders.“, sagte die weise Eule, „Schau Dich mal um. Hier ist doch keiner genau wie der andere.“ Malte schniefte kurz und sah sich um. „ABER …“, fing Malte an, „warum ärgern mich die anderen dann?“ Die Eule schaute ihm in die Augen und fragte: „Wie genau ärgern sie Dich denn?“

Malte überlegte kurz und antwortete: „Immer wenn ich ‘Achtung Malte’ höre oder sie mich beim Fangenspiel nicht fangen wollen zum Beispiel.“ „Hm“, die Eule schaut fragend, „Hast Du ihnen das denn mal gesagt?“ „Gesagt?“, stutzte der kleine Igel, „ähm … nein, ich dachte immer …“. Man konnte seinem Gesicht ansehen, dass es ihm plötzlich bewusst wurde. „Wenn Du Dich zur Kugel einigelst und den anderen nicht sagst, wie es Dir geht, … wird sich vermutlich nichts ändern.“, zwinkerte ihm die Eule zu bevor sie wieder in ihr Nest flog.

Am nächsten Tag erzählte er den anderen Waldkindern, was ihn manchmal traurig machte und warum er sich dann einigelte. Er hatte immer gedacht, die anderen würden ihn auslachen, aber das taten sie nicht. Auch die anderen erzählten nun, was sie manchmal störte, ihnen Angst machte oder sie traurig werden ließ. Irgendwie fühlten sich die Waldkinder nun verbundener. Seitdem rollte sich Malte nur noch selten zusammen.

Am Nachmittag verabredeten sie sich zum Fangen spielen. Malte sollte als erster fangen. Als er die anderen sah, strahlte er voller Glück. Sie hatte sich alle Handschuhe mitgebracht und Malte … musste ganz schön laufen ;o)

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2019)

 

 

 

 

 

 

(Ansichten 73, 1 Ansichten heute)
06 Dez

Weihnachtliche Lesung Herzgeschichten im Käthe-Dorsch-Haus Berlin

 

Der Besuch in einem Seniorenheim / Pflegeheim ist etwas Besonderes. Er wird noch besonderer, wenn man wie ein Weihnachtswichtel verkleidet den Bewohnern kleine Weihnachtsgeschichten – Weihnachtslichter – vorliest.

 

Am 4.12.18 war ich ein weiteres Mal zu Besuch im Käthe-Dorsch-Haus und habe als vorweihnachtliche Einstimmung aus meinen “Herzgeschichten für kleine Glücksmomente” (Lehmanns Media) vorgelesen.

 

weihnachtliche Lesung im Käthe Dorsch-Haus Berlin 4.12.18

 

Die Einrichtung ist schon wundervoll weihnachtlich geschmückt und für die Adventszeit mit den Bewohnern vorbereitet.

 

weihnachtliche Lesung im Käthe Dorsch-Haus Berlin 4.12.18weihnachtliche Lesung im Käthe Dorsch-Haus Berlin 4.12.18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielen Dank an die herzliche Aufnahme, die freundliche Unterstützung vor Ort durch Betreuungsassistentin Nataša, die mich die ganze Zeit begleitete, und insbesondere an die leitende Ergotherapeutin Laura Lindner, die diese Lesungen ermöglichte.

 

 

Ich habe mich bewusst entschieden, Lesungen auch für ältere Menschen anzubieten. Sollte ich eines Tages meinen Lebensabend verbringen, möchte ich so viel Eigenständigkeit und Freiheiten genießen, wie mir möglich ist.

Bei Interesse – bitte melden.

 

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017


 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

(Ansichten 25, 1 Ansichten heute)
01 Okt

Workshop “Motivation mein Motor” in der TU Berlin 2018

Mein Workshop "Motivation mein Motor" in der Technischen Universität Berlin 2018

 

Am 27. September 2018 war es wieder soweit. Mein Workshop “Motivation mein Motor” in der Technischen Universität Berlin fand mit neuen Elementen statt.

 

Mein Workshop "Motivation mein Motor" in der Technischen Universität Berlin

 

Ein neuer Bestandteil war das Verbiegen eines Esslöffels, was ich sonst in meinem separaten Workshop “Grenzen überwinden – Erstaunlich, was alles möglich ist” anbiete.

 

Mein Workshop "Motivation mein Motor" in der Technischen Universität Berlin 2018

 

Die Teilnehmer/innen und ich hatten viel Spaß und es gab viele Übungen und Selbsterkenntnisse über die eigene Motivation. Jede/r Teilnehmer_in erarbeitete in einem persönlichen Arbeitsheft die eigenen Motivatoren und Ressourcen und den Umgang mit diesen.

 

Motivation, sich selbst zu motivieren, lernt man nicht an einem Tag oder in einem Workshop. Man kann jedoch mit einem ersten Schritt beginnen, Impulse bekommen und z.B. ein Motivationstagebuch beginnen (ein Geschenk an die Teilnehmer_innen von mir).

Es geht mir im ersten Schritt darum, das Bewusstsein der Teilnehmer_innen für all die Motivatoren in unserem Leben zu schaffen und zu schärfen. Viele positive und stärkende Aspekte nehmen wir oft als gegeben hin und schenken Ihnen keine oder nur wenig Beachtung.

 

 

 

Der Workshop behandelte die Themen

  • Motivation und Ressourcen
  • intrinsische und extrinsische Motivation
  • Motivatoren und Hygienefaktoren – Zwei-Faktoren-Theorie (Herzberg)
  • Was motiviert mich? Was demotiviert mich?
  • Umgang mit (De)Motivatoren
  • Was sind meine Ressourcen?
  • Motivations- und Ressourcenbilanz
  • Was begeistert mich? Wie begeistere ich?
  • Motivation und Erfolg

 

Die Seminarteilnehmer_innen konnten dadurch

  • ihre persönliche Motive finden, die sie jeden Tag aufs Neue motivieren
  • ihre motivierenden und demotivierenden Faktoren (er)kennen
  • lernen, ihre Ressourcen bestmöglich einzusetzen und ihr ein eigenes
  • Motivationstableau zusammenzustellen
  • Begeisterung und Engagement als Schlüssel für den beruflichen Erfolg entdecken
  • Strategien zur Selbstmotivation entwickeln

 

Vielen Dank an Sabine Patschorke und Antje Kürschner für die freundliche Unterstützung.

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

 

(Ansichten 44, 1 Ansichten heute)
11 Sep

Lesung Herzgeschichten im Käthe-Dorsch-Haus Berlin

Lesung Herzgeschichten im Käthe-Dorsch-Haus Berlin

 

Der Besuch in einem Seniorenheim / Pflegeheim ist schon etwas Besonderes. Man wird unweigerlich mit dem Alter und der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Gleichermaßen kann man dort auch Menschlichkeit, engagierten Pflegerinnen und Pflegern und einer Atmosphäre aus Freundlichkeit und Wohlwollen begegnen.

Ich habe mich bewusst entschieden, Lesungen auch für ältere Menschen anzubieten. Sollte ich eines Tages meinen Lebensabend verbringen, möchte ich so viel Eigenständigkeit und Freiheiten genießen, wie mir möglich ist.

Am 4.9.18 war ich zu Gast im Käthe-Dorsch-Haus. Die Reaktion der einzelnen Bewohner_innen war natürlich unterschiedlich. Je nach geistiger und körperlicher Fitness nahmen sie mich und meine “Herzgeschichten für kleine Glücksmomente” (Lehmanns Media) anders auf. Zu meiner Freude beobachteten die mich begleitenden Betreuungsassistentinnen Nataša und Wilma positive Reaktionen. Manche Bewohner_innen wurden ruhiger und konnten für die Zeit des Vorlesens stillsitzen und andere wurden aufmerksamer beim Zuhören. Wieder anderen gefielen einfach die Geschichten und vielleicht die Abwechslung, die meine Anwesenheit mit sich brachte.

Vielen Dank an die herzliche Aufnahme, die freundliche Unterstützung vor Ort und insbesondere an die leitende Ergotherapeutin Laura Lindner, die diese Lesungen ermöglichte.

 

Aufgrund des positiven Feedbacks sind Nachfolgetermine geplant.

 

 

 

 

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017


 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

(Ansichten 37, 1 Ansichten heute)
29 Aug

Workshop Grenzen überwinden & Lesung Herzgeschichten

Workshop Grenzen überwinden - Löffel biegen

Ich möchte mich bei allen Teilnehmer_inne_n und Zuhörer_inne_n am 25.8.18 ganz herzlich bedanken. Ihr habt diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht.

Es war toll für mich zu sehen, wie die Teilnehmer_inne_n des Motivations-Workshops “Grenzen überwinden” über sich hinausgewachsen sind und die Löffel einfach mit ihren Händen verbogen haben. Motivation und Kraft kommt von innen – das habt Ihr gezeigt. Auch wenn die Themen, die dahinterstanden, für die diese Löffel symbolisch stehen, unterschiedlich waren, hat jeder seine Kraft gefunden.

Da schon weiteres Interesse angemeldet wurde, wird es Nachfolgetermine geben.

 

 

Danach kamen die beiden Lesungen aus meinem Buch “Herzgeschichten für kleine Glücksmomente” (Lehmanns Media). Das Feedback war sehr berührend für mich. Nochmals vielen Dank dafür.

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017


 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

(Ansichten 46, 1 Ansichten heute)
13 Jun

Motivations-Workshop “Grenzen überwinden” – Erstaunlich, was alles möglich ist

Motivationsworkshop, Löffelbiegen, Grenzen


Du willst die erstaunliche Kraft erleben, die Du in Dir hast?
Du willst erleben, wie Du ungeahnte Möglichkeiten ausschöpfst?
Du willst Deine Wünsche und Ziele erreichen?

 

In meinem Workshop zeige ich Dir, wie Deine Motivation es Dir möglich macht, Ziele zu erreichen und selbstgesteckte Grenzen zu überwinden. Das Verbiegen eines Löffels mit den Händen hat dabei eher symbolischen Charakter. Vielmehr geht es um die mentale Kraft, ungenutzte Ressourcen zu aktivieren und an sich zu glauben.

Ich möchte Dich von Dir selbst begeistern, Dir Deine Stärken bewusst/er machen.

Ganz gleich, ob Du z.B. an Deinem Selbstbewusstsein, Deiner Motivation, Deiner mentalen Stärke oder Ängsten/Phobien arbeiten möchtest, dieser Workshop kann Dich dabei unterstützen. Es ist faszinierend, was möglich wird, wenn Du an Dich glaubst.

 

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht:
Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

Henry Ford (1863-1947)

 

 

Lass Dich inspirieren, wozu Du fähig bist.

In ca. 3 Stunden arbeiten wir in der Gruppe, bereiten uns auf das Verbiegen der Löffel vor und nutzen Visualisierungen, um die neu entdeckte Kraft für das weitere Leben zu festigen. Wer möchte, kann auch gern einen eigenen Löffel mitbringen.

 

Der nächste Workshop findet am 25. August 2018 statt.

 

Kurz und knapp

Termin:  Sa, 25.08.2018,  10:00 bis ca. 13:00
Veranstaltungsort:  Berlin Schöneberg, Nähe U Bayerischer Platz
Teilnehmer:  6-15
Investition:  99,99€  pro Person
Ziel/e:  Motivation, Selbstbewusstsein, Selbstwertstärkung, Ziele erreichen, Stärken entdecken

 

Die Plätze sind begrenzt, daher sichere Dir rechtzeitig Deine Teilnahme.

Mit jeder Teilnehmerin bzw. jedem Teilnehmer führe ich vorab ein kurzes, persönliches Vorgespräch in meiner Praxis oder ggf. telefonisch.

Email und Anmeldeformular

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

(Ansichten 148, 1 Ansichten heute)