29 Aug

Workshop Grenzen überwinden & Lesung Herzgeschichten

Workshop Grenzen überwinden - Löffel biegen

Ich möchte mich bei allen Teilnehmer_inne_n und Zuhörer_inne_n am 25.8.18 ganz herzlich bedanken. Ihr habt diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht.

Es war toll für mich zu sehen, wie die Teilnehmer_inne_n des Motivations-Workshops “Grenzen überwinden” über sich hinausgewachsen sind und die Löffel einfach mit ihren Händen verbogen haben. Motivation und Kraft kommt von innen – das habt Ihr gezeigt. Auch wenn die Themen, die dahinterstanden, für die diese Löffel symbolisch stehen, unterschiedlich waren, hat jeder seine Kraft gefunden.

Da schon weiteres Interesse angemeldet wurde, wird es Nachfolgetermine geben.

 

 

Danach kamen die beiden Lesungen aus meinem Buch “Herzgeschichten für kleine Glücksmomente” (Lehmanns Media). Das Feedback war sehr berührend für mich. Nochmals vielen Dank dafür.

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017


 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

(Ansichten 31, 1 Ansichten heute)
18 Jul

Warum die Dankbaren glücklich sind (Thema des Monats)

 

Warum die Dankbaren glücklich sind (Thema des Monats)

 

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Sir Francis Bacon

 

Warum die Dankbaren glücklich(er) sind

Da ich schon einige Ländern der Welt besuchen durfte, kann ich sagen, dass Zufriedenheit und Glücklichsein nicht unbedingt etwas mit Reichtum zu tun haben. Für diese Erfahrungen bin ich sehr dankbar. Besonders in Asien (z.B. Thailand) habe ich viele Menschen getroffen, die sich mir glücklich und voller Vertrauen und Hoffnung zeigten. Die Zeit, die ich dort verbrachte, hat mich manche Dinge im Leben in einem neuen Blickwinkel sehen lassen. Ob und wie glücklich ich mich fühle, hängt oft davon ab, was ich erwarte und dann bekomme. Kann ich Dankbarkeit für mein Leben und das, was ich habe, empfinden, machen mich auch schon kleine Dinge glücklich. Glück ist für mich daher keine Frage von Geld oder bestimmten Gütern. Es mag Güter geben, die meine Bedürfnisse befriedigen, so dass ich mich glücklich fühle und Geld kann mir manche diese Dinge ermöglichen, jedoch ist es nicht das Geld selbst, sondern, das, was es ermöglicht, was mir Glücksgefühle schenken kann.

 

Kann man Dankbarkeit lernen?

Eine Übung, die ich gerne mit Klienten mache, ist eine Liste: „Wofür ich dankbar bin in meinem Leben“ oder ein Dankbarkeitstagebuch. Im Alltag vergessen wir schnell, wieviel uns eigentlich geschenkt ist und wofür wir dankbar sein können. Kleinen Kindern bringen wir bei, „Danke“ zu sagen. Wir großen Kinder haben es wieder verdrängt. Eine Freundin, bei der wir mal Dampf ablassen können oder Trost bekommen, ein gutes Buch, das uns Entspannung oder auch spannenden Lesegenuss schenkt oder das Lachen eines Kindes, kann uns deutlich machen, wofür wir dankbar sein sollten. Positive Gefühle vergessen wir oft schneller als negative. Eine Liste oder ein Dankbarkeitstagebuch können in Momenten, wo es uns nicht so gut geht, wie das Stöbern nach Kindheitserinnerungen auf einem Dachboden sein. So eine Schatztruhe glücklicher Erinnerungen und Dankbarkeitsmomenten kann wie ein emotionales Trostpflaster sein. Jeder von uns kam vermutlich schonmal in eine Lebenslage, wo sie/er sich positive Gefühle gewünscht hat.

Die Liste „Wofür ich dankbar bin in meinem Leben“ nutze ich eher, um Klient_inn_en in diesem Moment, in dem sie bei mir sind, spüren zu lassen, dass es Vieles in ihrem Leben gibt, um dankbar und glücklich zu sein. Es geht um das aktuelle Bewusstmachen, denn unseren Fokus auf die negativ bewerteten Aspekte zu legen, haben wir ausreichend gelernt.

Ein Dankbarkeitstagebuch ist eine Aufzeichnung über die Zeit. Wie ein Container voller Dankbarkeits- und Glücksmomente, der „in schlechten Zeiten“ Hoffnung und Trost spendet. Über die Zeit werden Menschen, die ein Dankbarkeitstagebuch führen, achtsamer für kleine und große Momente, für die sie dankbar sind. Dadurch entwickeln sie auch ein Verständnis, anderen Menschen ihre Dankbarkeit auszudrücken. Eine Danksagung sollte nicht den Todesanzeigen und Grabreden vorbehalten sein.

 

Das alltägliche „Vielen Dank“

Im Alltag schätze ich es, mich bei Menschen, die etwas für mich tun, zu bedanken. Ganz gleich, ob am Telefon oder persönlich, an der Kasse, wenn ein Busfahrer mal wartet oder ich beim Arzt noch einen Termin bekomme, bedanke ich mich gern. „Danke“ oder „Vielen Dank“ geht vermutlich vielen Menschen so über die Lippen. ABER: Wann haben wir den Menschen, die uns besonders wichtig sind, uns nahe stehen oder denen wir viel verdanken, “Danke” gesagt? Seiner Familie, seinen Freund_inn_en und anderen nahestehenden Personen einmal „Vielen Dank, dass Du …“ zu sagen oder wofür man (ihnen) dankbar ist und sie schätzt, kann zwar im ersten Moment für Irritationen sorgen (Viele glauben, man sage das nur, weil man seine letzten Angelegenheiten regeln müsse.), aber es kann Menschen einander viel näher bringen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass manche Menschen diesen Gedanken weitertragen und sich danach bei anderen bedanken. Eine Welle positiver Gefühle kann sich ausbreiten. Wir wissen nie, wieviel Zeit uns oder unseren Lieben noch geschenkt ist, lasst uns daher darauf achten, unsere Dankbarkeit (mit)zu teilen. (Danach fühlen sich meist beide Beteiligte glücklich.)

 

Der Schnupfen und die Dankbarkeit

Ein Schnupfen ist lästig und unangenehm, aber im Regelfall nach 10-14 Tagen ausgestanden. Der positive Effekt ist jedoch, dass ich mir in solchen Momenten schnell bewusst werde, wie schön es ist, ansonsten und in der anderen Zeit gesund und dafür sehr dankbar zu sein. Oft entwickeln Menschen -in und nach schweren Krankheiten- ein Bewusstsein für das, was ihnen (noch) gegeben ist. Manchmal ist es wie ein Weckruf, ein Wachrütteln, um jemandem wieder das Wunder des Lebens und die Schönheit des Augenblicks erleben und fühlen zu lassen. Mal ehrlich, wer stand nicht schon einmal vor dem Spiegel und konnte nur an das denken, was ihr/ihm in diesem Moment gerade nicht gefiel. Ich empfinde es immer wieder erstaunlich, dass einige Klient_inn_en ganz anderes an sich wahrnehmen, als ich. Meist bleiben ihnen die wunderbaren Seiten an sich selbst verborgen. Ich liebe es, diese Menschen (wieder) von sich selbst zu begeistern.

 

Wofür ich dankbar bin …

In diesem Moment bin ich für so vieles dankbar und möchte mich bei meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten und den Menschen, die mich in meinem Leben geprägt haben, bedanken. Ich hatte eine recht glückliche Kindheit und hatte sicher auch viel Glück in meinem Leben. Nicht alle Erfahrungen waren schön, manche sogar recht schmerzlich, aber sie haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Ich bin dankbar und glücklich, dadurch einen Beruf ausüben zu dürfen, der mich so sehr bereichert und den ich jeden Tag mit Leidenschaft ausfülle.

 

 

Ich danke Ihnen oder Dir für das Lesen meines Beitrags und wünsche Ihnen oder Dir einen wundervollen Tag.

 

 

Dankbar

Kommt ein Engel in Dein Leben,
ermuntert Dich und lässt Dich streben,
stets Dein Bestes nur zu geben,
Lassen tiefe Meeres-Augen
Dich an kleine Wunder glauben
ein Zauber Dir die Stunden rauben,
Erlebst Du Leidenschaft und Küssen
mit ungeahnten Hochgenüssen,
von denen wohl nur Engel wissen,
Lässt Deine Seele Du berühren,
kannst tiefe Verbindung Du verspüren,
ein Wort, ein Blick kann Dich verführen,
Hast Du als Spiegelbild erkannt,
was Du da hältst in Deiner Hand,
zählt nur das Herz, nicht der Verstand,
Ist Charme mit Geist und Witz vereint,
Verständnis, was ein Kleinod meint,
und Schweres so viel leichter scheint,
Trotz Frust und Schmerz und Traurigkeit,
weil mir geschenkt nur wenig Zeit,
spüre ich tiefe Dankbarkeit.
sz

 

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

 

(Ansichten 41, 1 Ansichten heute)
13 Jun

Motivations-Workshop “Grenzen überwinden” – Erstaunlich, was alles möglich ist

Motivationsworkshop, Löffelbiegen, Grenzen


Du willst die erstaunliche Kraft erleben, die Du in Dir hast?
Du willst erleben, wie Du ungeahnte Möglichkeiten ausschöpfst?
Du willst Deine Wünsche und Ziele erreichen?

 

In meinem Workshop zeige ich Dir, wie Deine Motivation es Dir möglich macht, Ziele zu erreichen und selbstgesteckte Grenzen zu überwinden. Das Verbiegen eines Löffels mit den Händen hat dabei eher symbolischen Charakter. Vielmehr geht es um die mentale Kraft, ungenutzte Ressourcen zu aktivieren und an sich zu glauben.

Ich möchte Dich von Dir selbst begeistern, Dir Deine Stärken bewusst/er machen.

Ganz gleich, ob Du z.B. an Deinem Selbstbewusstsein, Deiner Motivation, Deiner mentalen Stärke oder Ängsten/Phobien arbeiten möchtest, dieser Workshop kann Dich dabei unterstützen. Es ist faszinierend, was möglich wird, wenn Du an Dich glaubst.

 

Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht:
Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

Henry Ford (1863-1947)

 

 

Lass Dich inspirieren, wozu Du fähig bist.

In ca. 3 Stunden arbeiten wir in der Gruppe, bereiten uns auf das Verbiegen der Löffel vor und nutzen Visualisierungen, um die neu entdeckte Kraft für das weitere Leben zu festigen. Wer möchte, kann auch gern einen eigenen Löffel mitbringen.

 

Der nächste Workshop findet am 25. August 2018 statt.

 

Kurz und knapp

Termin:  Sa, 25.08.2018,  10:00 bis ca. 13:00
Veranstaltungsort:  Berlin Schöneberg, Nähe U Bayerischer Platz
Teilnehmer:  6-15
Investition:  99,99€  pro Person
Ziel/e:  Motivation, Selbstbewusstsein, Selbstwertstärkung, Ziele erreichen, Stärken entdecken

 

Die Plätze sind begrenzt, daher sichere Dir rechtzeitig Deine Teilnahme.

Mit jeder Teilnehmerin bzw. jedem Teilnehmer führe ich vorab ein kurzes, persönliches Vorgespräch in meiner Praxis oder ggf. telefonisch.

Email und Anmeldeformular

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

(Ansichten 127, 1 Ansichten heute)
30 Mai

Urlaubsstress (Thema des Monats)

 

Stress mit dem Urlaub (Thema des Monats)

 

Eigentlich sollte Urlaub doch der Erholung von Stress und Alltag dienen …

Die Sommerferien nahen und damit beginnt für viele Menschen … der Stress. Wenn dieser nicht bereits Ende des vergangenen Jahr mit den Fragen: „Wann? Wo? Wie lange? und ggf. auch Mit wem? mache ich Urlaub“ begonnen hat, so startet der Stress für viele in den Tagen vor dem Urlaub, wenn es um Vorbereitungen, Kofferpacken oder „die letzten Arbeiten vor dem Urlaub“ geht.

Plötzlich tauchen viele kleine ungeplante und mehr oder weniger unvorhersehbare Dinge auf – wie Zahnschmerzen, ein abgelaufener Reisepass, eine verschwundene Reisetasche oder ähnliches. Und da diese Zeit ja besonders schön sein soll, wird sich auch Vieles im Urlaub vorgenommen: Ausflüge, Aktivitäten mit oder ohne Kinder oder, wenn man zuhause bleibt, all die Dinge, „die man schon immer machen wollte“. All diese Vorbereitungen, Pläne und Vorhaben stapeln sich auf und werden für viele – als riesiger Block- stressig. Dieser Stress schlägt gerne Mal in Streitigkeiten, Diskussionen und Wortgefechte um. Die Zeit kurz vor dem Urlaub stellt manchmal sogar Beziehungen auf die Probe.

 

Wie vermeide ich Urlaubsstress?

Das Wichtigste ist in meinen Augen, daran zu denken, wozu man den Urlaub macht. Es geht um Erholung, gemeinsame Zeit, Erlebnisse jenseits des Alltags, Neues und Eindrücke – Glücksmomente.

Manchmal kann etwas Planung im Vorfeld entspannend sein. Ich kann zwar nicht alles planen oder vorhersehen, aber ich kann zumindest einige Dinge mittelfristig angehen.

 

Grundsätzliches

  • Was will ich im Urlaub? (z.B. Erholung, Aktivität, Städtetour, Fotos, etc.)
  • Was ist mir dabei (wirklich) wichtig? (z.B. Wetter, Essen, Aktivitäten vs. Ruhe)
  • Kann/muss ich das, was mir wichtig ist, planen/vorbereiten/reservieren?
  • Um wirklich loslassen zu können: Wer kümmert sich um Wohnung, Post oder Blumen?

 

Bei (Auslands)Reisen

  • Urlaubszeit – Ferien, Geburtstage, Jubiläen oder Feiertage bedenken
  • Jahreszeiten (z.B. Nordlichter, Kirschblüte, Regenzeit, Erntezeiten)
  • Sind Reisepass/Personalausweis noch (ausreichend lange) gültig? Brauche ich ein Visum?
  • Besonderheiten (Kultur, Zoll/Einfuhrverbote, Einreise, Devisen, etc.)
  • Liste zum Koffer packen für die ‘wichtigen’ Dinge (Ladekabel, Sonnencreme, Reiseapotheke)
  • Was darf ins Handgepäck?
  • Welche Medikamente brauche ich?
  • Wie gestalte ich die An-/Abreisezeit möglichst angenehm (besonders mit Kindern)?

 

Wenn ich einige (planbare) Dinge mittelfristig erledige, kommen sie nicht geballt kurz vor dem Urlaub und ich kann (voraussichtlich) zeitliche Engpässe vermeiden. Damit bin ich in der Vor-Urlaubs-Phase flexibler.

 

Wenn einer eine Reise tut …

Eine Reise ist für viele Menschen eine Ausnahmesituation – ungewohnt und (an)spannend. Das Ungewohnte gepaart mit vielen Regeln, Menschen und ggf. anderen Sprachen erzeugt häufig Unsicherheit. Diese angespannte Unsicherheit entlädt sich gerne in kleinen oder größeren Gereiztheiten, Verbalattacken oder Streitigkeiten.

Je mehr Wert ich auf Nebensächlichkeiten (Sitzplatz, Pünktlichkeit, Wartezeiten) lege, desto weniger habe ich das im Blick, was mir doch eigentlich wichtig war – ein schöner Urlaub. Ich wollte doch diesen Urlaub erleben, die Reise unternehmen oder vielleicht die Zeit mit bestimmten Menschen verbringen.

Tief durchatmen, mich besinnen, wozu ich Urlaub machen wollte und lächeln …

 

„Das machen wir mal im Urlaub“

Manche Paare heben sich „besondere Sachen“ für den Urlaub auf. Ganz gleich, ob es ein besonderes Essen, ein Hobby oder Zweisamkeit ist, kann die Erwartung, dass „das Besondere“ dann auch ganz besonders werden muss, Druck aufbauen. Die Erwartung an das Perfekte lässt dann kleine Fehler zum Drama werden.

Oft sind die schönsten Momente die ungeplanten, spontanen Situationen, bei denen man außerhalb des Gewohnten tut, worauf man gerade Lust hat und vielleicht einmal die Grenzen des Alltags überschreitet.

Die Balance zwischen gemeinsamer Zeit und Zeit für sich und des Raums für die Interessen aller Beteiligten sorgt vermutlich für das entspannteste Klima. Wer offen ist für Neues, Inspiration und für das Entdecken von Schönen, wird viele Glücksmomente und wundervolle Erinnerungen sammeln können.

 

Und dann war die ganze Erholung gleich wieder fort …

Ich persönlich mag es, wenn ich nach einer Reise noch ein paar Tage Urlaub habe, um wieder anzukommen und die ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Das ist mir besonders nach Reisen wichtig, bei denen ich eine Zeit allein oder mit wenigen Menschen verbracht habe, damit mich die Menschenmasse der Großstadt nicht gleich erschlägt.

 

Wer also einen schönen Urlaub erleben möchte, sollte vielleicht

  • wissen, was „schön“ für sie/ihn dabei bedeutet
  • stets im Auge behalten, dass es um das Erleben geht
  • den Alltag loslassen
  • offen sein, um Glücksmomente zu schaffen und zu genießen

 

In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne und erholsame Urlaubszeit und freue mich auf Feedback und Austausch.

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

 

(Ansichten 58, 1 Ansichten heute)
02 Mai

Abnehmen – WARUM will ich das eigentlich? (Thema des Monats)

Wenn auch draußen noch nicht immer merklich, ist es Frühling  und bei einigen Menschen beginnen mit der Sonne und den ersten warmen Tagen die Gedanken an den Sommer und die dann gewünschte Figur wieder verstärkt aufzukommen. Eine mögliche Diskussion über Schönheitsideale und grundsätzliches Ernährungsverhalten lasse ich bewusst außen vor. Meine Ausführungen richten sich vorrangig an Menschen, die die Entscheidung gefällt haben, ihr Körpergewicht verändern zu wollen und damit bisher nicht den gewünschten Erfolg hatten.

Ich möchte mich der Frage widmen, warum es manchen Menschen gelingt, ihr Körpergewicht zu verändern und anderen weniger.

Was beeinflusst eigentlich unsere Ernährung(sweise)? Hier gibt es eine Vielzahl an Faktoren wie z.B.

  • Stress,
  • Emotionen (z.B. Trauer, Frust, Angst, Wut, Alleinsein, Glück, Freude, Spaß, Liebe, Geborgenheit),
  • Erziehung/Prägung, Kindheitserinnerungen, Rituale,
  • Werbung, Medien, Düfte, Verpackungen, Packungsgröße, Hersteller, Preis, Verfügbarkeit,
  • individueller Geschmack/Vorlieben und auch situatives Geschmacksempfinden,
  • Ernährungswissen, Inhaltsstoffe, Herstellung, Anbau, Herkunft, Lebensmittelskandale,
  • Werte-/Weltbild (vegetarisch/vegan, Religion), Selbstbild/Fremdbild, Selbstwert, Achtsamkeit, Kulturkreis,
  • Körperlicher Bedarf: Menge (Energiebedarf, Sättigung), Nährstoffe (schneller Zucker vs. langfristige Kohlenhydrate; Vitamine, Eiweiße, Fett, Kalorien), Jahreszeit / Wetter / Hormone.

Selbst diese (unvollständige) Aufzählung zeigt schon, wie viele unterschiedliche Faktoren die individuelle Ernährung(sweise) beeinflussen. Jedoch ist die Ernährung nur eine Komponente, die sich auf unseren Körper auswirkt. Dem, was wir als Nahrung und Energie aufnehmen, steht unser Energieverbrauch gegenüber. Hier spielen Faktoren wie z.B. Menge an körperlicher/geistiger Arbeit, Umgebungs-/Körpertemperatur, Kondition eine Rolle. Eine Reduzierung des Körpergewichts (Abbau der körpereigenen Fettreserven) funktioniert.

Diese Informationen sind allgemein bekannt und stellen daher zunächst gleiche Ausgangsvoraussetzungen dar. Es mag in manchen Fällen auch genetische Faktoren geben, die eine Gewichtsveränderung begünstigen oder erschweren, aber ich möchte einen anderen -meines Erachtens wichtigen- Aspekt betrachten.

 

Warum funktioniert Abnehmen dann so oft nicht?

Ich denke, dass das Motiv / die Motivation, WARUM jemanden abnehmen WILL, ein wichtiger Faktor ist, der darüber entscheiden kann, ob es gelingt oder nicht.

starke Motive/Motivationen

schwache Motive/Motivationen

Ich will in dem Kleid meiner Mutter heiraten.

Mein Arzt hat mir geraten abzunehmen.

Ich will mit meinem Enkeln spielen können.

Meiner Frau bin ich zu dick.

Ich will wieder mit meiner Frau tanzen/reisen können. Meine Kleidung passt mir nicht mehr.

 

Ein starkes Motiv motiviert, schafft positive Energie, ist DER Antrieb für mich, stärkt mein Durchhaltevermögen, schafft Veränderungspotenzial und gibt mir Kraft. Auch das Setzen realistischer Ziele -meine Erwartungen an mich- ist wichtig. Eine Ernährungs- und Lebensumstellung führt regelmäßig nicht zu Blitzerfolgen. Der Körper reagiert auf Nahrungsumstellung und veränderte Aktivität. Setze ich mir viele kleine realistische Teilziele, kann das motivieren und das Durchhaltevermögen stärken.

Abnehmen funktioniert meist nicht linear, erfordert eine gewisse Anstrengung und Durchhaltevermögen und erfolgt geschlechtsspezifisch unterschiedlich. Das Wissen über unterschiedliche Abnehmerfolge kann Frust ersparen und ein starkes Motiv lässt mich durchhalten.

Bedenken wir auch den Alltag und all die Situationen und Momente, die uns Kraft kosten werden: „Das Leben – der ganz alltägliche Wahnsinn“: Stress, Konflikte, Veränderungen, Ausnahmen (Geburtstage, Feiern, Reisen, u.v.m.) und Gewohnheiten. (Ess)Gewohnheiten und Aktivitäten zu verändern, kostet Energie und kann in der Umwelt auf Widerstand stoßen. Veränderungen erzeugen meist inneren und äußeren Widerstand. Das Dokumentieren und „Feiern“ von Zwischenzielen, kann die Motivation auf- und ausbauen.

In der Arbeit mit Klienten achte ich darauf, dass sich die/der Klient/in bewusst macht, wo überall Gewohnheiten bestehen, die es zu verändern gilt. Gewohnheiten sind schon so lange da, dass sie unbewusst funktionieren. Sie sind uns vertraut, fühlen sich oft gut an und haben sich „bewährt“. Gleiches gilt für unsere „Systeme“ (Partner, Familie, Freunde, Kollegen, …), die auf die gelebte Veränderung (Ernährung, Sport, etc.) reagieren. Hier heißt es, sich bewusst zu machen, wer unterstützt und wer bremst? Veränderungen kosten Kraft. Ein starkes Motiv verleiht Kraft.

Auch das Selbstbild und der Selbstwert kann den Erfolg von Veränderungen beeinflussen. Wer bin ich – wer will ich sein? Was hat mich zu dem/derjenigen gemacht, der/die ich heute bin? Was ändert sich für mich, wenn ich mich verändere? Was gewinne ich? Was verliere ich aber vielleicht auch? Bin ich es mir wert, dass ich mein Ziel erreiche? Manchmal sorgen (unbewusste) innere Konflikte dafür, dass wir uns selbst sabotieren. Würde beispielsweise nur ein Mitglied einer Familie versuchen, abzunehmen, könnte ein innerer Konflikt entstehen. Die Zugehörigkeit und Akzeptanz der eigenen Familie stünde ggf. der Veränderungswillen gegenüber. Hier kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung zu suchen, um die Aspekte zu klären. Mit einem starken Motiv gelingen Veränderungen leichter.

Meine Klienten lasse ich sich gern vorstellen, wie sie ihr Ziel bereits erreicht haben. Das kann einen tollen Motivationsschub geben, lässt die innere Motivation nochmal prüfen und ermöglicht eine Betrachtung der verschiedenen Aspekte (Vor-/Nachteile, Veränderungen, Selbstbild, etc.)

 

Um erfolgreich zu sein und zu verändern, brauchst Du ein gutes und starkes Motiv. Es gibt Kraft.

GLAUBE AN DICH.

 

 

Über Feedback, Meinungsaustausch, Ideen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

 

(Ansichten 51, 1 Ansichten heute)