26 Apr

Der Morgen, an dem Carlo nicht bellte …

Der Morgen, an dem Carlo nicht bellte

 

 

Der Morgen, an dem Carlo nicht bellte …
Mein Liebesbrief an Dich
(Therapeutische Geschichte)
-Für Katja-

  

Als ich aufwachte, schien alles normal zu sein. Und doch war dieser Tag dann so ganz anders. Es stand kein Kaffee auf meinem Platz in unserer Küche. Es war nicht so, dass ich es erwarten würde und doch hatte ich mich über die Jahre daran gewöhnt. Der Kaffee war wie ein Morgengruß von Dir, der mich jeden Tag daran erinnerte, dass es Dich und uns gibt.

Am Tisch sitzend blicktest Du auf die leere Tischplatte vor Dir und sahst so traurig aus. Ich fragte Dich, was los sei, doch Du gabst mir keine Antwort. Du warst so versunken und ich ging erstmal in den Hof, um frische Luft zu schnappen.

Und dann war noch etwas anders: Carlo, der Hund unserer Nachbarin, der mich sonst jeden Morgen anbellte, schwieg. Ich versuchte mich zu erinnern, wann er das letzte Mal nicht gebellt hatte als ich auf dem Hof war und konnte mich nicht daran erinnern.

Als ich zurück kam, warst Du nicht mehr am Küchentisch und so ging ich nochmal durch unser Haus. Es kam mir merkwürdig verändert vor, auch wenn ich nicht genau sagen konnte, was es war. Auf Deinem Nachttisch stand noch immer mein Bild. Doch es sah anders aus. Die Box mit den Papiertaschentüchern neben Deinem Bett war mir wohl vorher nie aufgefallen.

Und dann sah ich mir mein Bild auf Deinem Nachttisch genauer an und bemerkte es. Wie ein Blitz durchfuhr es mich – es war in schwarz-weiss und plötzlich erinnerte ich mich. Da war dieser eine Tag und ein Augenblick veränderte mein Leben, denn er beendete es schlagartig – so schnell und ohne Vorwarnung.

Ich hatte keine Möglichkeit mehr, Dir zu schreiben, was ich Dir für Dein weiteres Leben von Herzen wünsche. Der Teil von mir, der noch immer hier ist, weil Du ihn im Herzen trägst und weil er noch etwas mitzuteilen hat, möchte, dass Du folgendes weisst:

Ich bin nicht mehr so bei Dir, wie Du es kennst, aber meine Liebe bleibt bei Dir. Menschen, die wir lieben, tragen wir in unserem Herzen mit uns. Auch wenn alles andere endet, bleibt das.

Wir wissen nicht, wieviel Zeit uns geschenkt ist. Mein Leben endete und daher bitte ich Dich zu leben, Dein Leben zu leben. Füll Dein Dasein wieder mit Leben, Liebe, Freude und Glück.

Lass Deine Erinnerungen an mich und unsere gemeinsame Zeit Deine Motivation sein, das Beste aus Deinem Leben zu machen und das beste Leben zu leben, was Dir möglich ist. Gib allen Gefühlen ihren Raum, ergreife die Hände, die Dir helfen wollen und lass Dir helfen. Dann kannst auch Du irgendwann dem Deine Hand reichen, der Deiner Hilfe bedarf.

Ich danke Dir für Dein Sein und Deine Einzigartigkeit, mit der Du mein Leben bereichert hast, Deine Liebe, Dein Vertrauen, Deinen Halt, Deine Zuverlässigkeit und für jede Träne, die Du um mich geweint hast.

Deine Leidenschaft hat mich begeistert und Dein Humor zum Lachen gebracht. Ich bin Dir so dankbar für jedes Lächeln, jeden Kuss, jeden Blick und jede Berührung, die Du mir geschenkt hast, für zwei Leben, die Du mit mir in diese Welt gegeben hast und die Du jeden Tag umsorgst.

Alle Momente, die wir gemeinsam erlebt, durchgestanden oder uns geschaffen haben, werde ich in Erinnerung behalten.

Für all das und so viel mehr danke ich Dir und deshalb wünsche ich Dir, dass sich Deine Trauer in dankbare Erinnerungen wandelt. Richte Deinen Blick nach vorn auf das, was noch alles vor Dir liegt und entdecke die Welt wieder mit Neugierde, so dass Du jeden Tag einen und sei es noch so kleinen Glücksmoment findest.

Ich möchte, dass Du wieder lachst und lebst und wieder glücklich wirst und von jemandem gefunden wirst, dem Du Dein Herz schenkst und der Deine Liebe erwidert. Er wird nicht wie ich sein, er wird wie er sein und Dein Herz heilen lassen.

Nimm Dir Zeit für Dich, achte auf Dich. Gib Deinen Gefühlen den Raum, den sie brauchen und folge Deinem Herzen, wenn es Dir neue Wege zeigen will. Ich liebe Dich so, wie Du bist, also bleib Dir selbst treu und sei der wunderbare Mensch, der Du bist.

Schau Dir einen Sonnenuntergang mit jemandem an und mach die Nacht durch bis die Sonne wieder aufgeht, koste Schneeflocken, tanze im Regen, tauche Deine Füsse ins Meer und mach eine Schneeballschlacht – mit anderen Worten: LEBE.

Es wäre schön, wenn Du Dir an jedem Tag einen (wenn auch kleinen) Glücksmoment notierst, für den Du dankbar bist.

Dir wünsche ich alles Glück der Welt

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2022)

 

 

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Der Morgen, an dem Carlo nicht bellte …
18 Mrz

Das kaputte Fahrrad – so ein Tag wie dieser …

Das alte Fahrrad - so Tage wie dieser

 

 

Das kaputte Fahrrad – so ein Tag wie dieser …
(Therapeutische Geschichte)

  

Ich hatte ein schwarzes Fahrrad, auf dem ich tagein tagaus fuhr. Auf all diesen Wegen war es recht zuverlässig gewesen. In der letzten Zeit waren jedoch immer mal wieder kleinere Reparaturen erforderlich, um es in Stand zu halten.

Und dann gibt es so Tage …

 Diese Geschichte habe ich exklusiv auf nur-positive-nachrichten.de veröffentlicht.

https://nur-positive-nachrichten.de/inspirierende-geschichten/das-kaputte-fahrrad-kurzgeschichte

 

Hier gibt es die Hörversion:

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2021)

 

 

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Das kaputte Fahrrad – so ein Tag wie dieser …
22 Dez

Die kleine Murmel

Die kleine Murmel im Schnee - Weihnachtsgeschichte für Weihnachten 2021

 

 

Die kleine Murmel
(Therapeutische Geschichte)

 

Eine kleine Murmel lag inmitten eines von frischem Schnee bedeckten Fleckchens Erde. Sie hatte längst vergessen, wo genau das eigentlich war. Auch wie sie dort hingekommen war, wusste sie nicht mehr. Dafür fühlte sie sich allein und nutzlos. Sie war sich sicher, für nichts und niemanden mehr gut zu sein. Das machte sie sehr traurig.

Vor langer Zeit hatten Kinder mit ihr gespielt. Die kleine Murmel hatte so oft das Lachen der Kinder gehört und konnte ihre Freude spüren. Doch diese Zeiten und das Strahlen der Kinderaugen waren lange her. Die kleine Murmel hatte früher selbst auch gestrahlt. Sie war einst glatt poliert und funkelte im Licht der Sonne. Wenn die Sonnenstrahlen durch sie hindurch gingen, entstand ein buntes Lichterspiel. Dann fühlte sie sich wie eine kleine Zauberkugel und verzauberte die Kinderherzen.

Doch nun hatte sie eine Schmutzschicht angesetzt und ihr Zauber und das Funkeln waren verschwunden. Sie hatte sogar eine kleine Kerbe bekommen. „Mit dieser Kerbe und so schmutzig, wie ich bin, will mich ja sowieso niemand mehr haben.“, dachte sich die kleine Murmel oft.

Der erste Schnee fiel auf die Dächer der Stadt und deckte alles mit einem puderzuckerweißen Mantel ein. Doch heute sollte ein besonderer Tag für die kleine Murmel werden. Der kleine Caspar kam ausgerechnet heute und ausgerechnet an dieser Stelle vorbei. Normalerweise wäre er einen anderen Weg nach Hause gegangen, aber nun dachte er viel über seine jüngere Schwester Mila nach. Mila war nun schon einige Zeit krank und lag in ihrem Bettchen. Seitdem ihre Lieblingspuppe Tara, die wie eine kleine Elfe aussah, verschwunden war, ging es ihr nicht gut. Sie hatte viel geweint und klagte über Kopf- und Bauchschmerzen.

Überall hatten Mila, Mama, Papa und Caspar gesucht und doch konnten sie Tara nicht finden. „Vielleicht bekommst Du zu Weihnachten eine neue Puppe geschenkt“, hatte die Mama gesagt und ihre Tochter getröstet. Aber Mila wollte ja gar keine neue Puppe. Sie wollte ihre Tara zurück.

In dem Moment, als Caspar noch ein paar Schritte von der kleinen Murmel entfernt war, fiel ein Sonnenstrahl in eben diese kleine Kerbe der kleinen Murmel und ein Glitzerfunkeln traf Caspars Gesicht. Das weckte seine Neugier und er schaute nach, was denn da auf dem Boden lag. „Oh, eine kleine Murmel.“, sagte er erstaunt, „Die nehme ich für Mila mit.“ und steckte die kleine Murmel in seine Hosentasche.

Als er zuhause ankam, schaute er als Erstes in Milas Zimmer. Sie lag noch immer im Bett und sah etwas kränklich aus. Dann ging er ins Badezimmer und wusch sich die Hände und dabei die kleine Murmel gleich mit. Ein bisschen von ihrem Zauberfunkeln konnte man nun schon wieder erahnen.

Dann holte er eine kleine Pappschachtel aus seinem Zimmer, die er vor einer Weile mit seinem Opa gebastelt hatte und legte die kleine Murmel hinein. So hübsch verpackt war die Murmel nun ein Geschenk geworden – für Mila. Mit einem strahlenden Gesicht ging er leise in Milas Zimmer. Sie schaute ihn an und Caspar sagte leise: „Hallo“. „Ich hab Dir etwas mitgebracht“, platzte es aus ihm heraus, „ein Geschenk – eine Zauberkugel“.

Mila sah ihn erstaunt an: „Eine Zauberkugel? Was kann die denn?“ Neugierig schaute sie über die Bettdecke und öffnete die kleine Schachtel. Caspar wollte seiner kleinen Schwester eigentlich nur eine kleine Freude bereiten. Darüber, was die Zauberkugel nun eigentlich genau konnte, hatte er nicht nachgedacht. „Hm, naja … sie glitzert und …“, er überlegte kurz, “… und kann Wünsche erfüllen, wenn man ganz fest daran glaubt.“ Nun war er es, der sich wünschte, dass die kleine Murmel Wünsche erfüllen könnte.

„Hatschi“, nieste Mila plötzlich und die kleine Murmel fiel auf den Fußboden. Dann rollte sie weiter und rollte und rollte – bis ans Bettende, weiter über den Holzboden und bis unter ihren kleinen Spielzeugschrank mit den bunten Schubladen. Erst als sie an die Wand stieß, blieb sie liegen. „Oh nein“, rief Mila laut, „meine Zauberkugel ist weg. Wo ist sie? Ich muss mir doch noch etwas wünschen.“ Kleine Tränchen bildeten sich in ihren Augen. „Keine Sorge, ich finde sie“, sagte Caspar sofort, denn er wollte keinesfalls, dass Mila wieder traurig werden würde.

Er hatte genau beobachtet, wo die kleine Murmel entlang gerollt war und versuchte, mit seinen Armen unter den kleinen Spielzeugschrank zu kommen. Aber sie waren zu kurz und er erreichte sie nicht. Der Schrank war zu schwer für ihn, um ihn zu verschieben. „Wir müssen den Schrank ausräumen“, sagte er, „dann kann ich ihn vielleicht verschieben und die Zauberkugel hervorholen.“

Mila krabbelte aus ihrem Bettchen und zog sich warme Sachen an. Das hatte sie schon einige Tage lang nicht mehr gemacht. Doch nun ging es um die Zauberkugel. Gemeinsam räumten sie Stück für Stück die Spielsachen aus und bei jedem Spielzeug erinnerte sich Mila daran, wie schön es war, damit zu spielen. Und doch war kein Spielzeug wie Tara.

Als der Schrank leer war, versuchte Caspar, ihn mit aller Kraft zur Seite zu schieben … und es gelang ihm. Plötzlich hörte man ein dumpfes Geräusch. Irgendetwas, was wohl zwischen den großen Kleiderschrank und ihren kleinen Spielzeugschrank gerutscht war, musste auf den Boden gefallen sein.

„Tara“, rief Mila laut und strahlte über das ganze Gesicht, „Meine Tara ist wieder da. Das hatte ich mir doch so sehr gewünscht. Woher wusste die Zauberkugel das nur?“ Sie umarmte ihren großen Bruder ganz fest und sagte immer wieder „Danke, Danke“. Die kleine Murmel war überglücklich, dass sie die verlorene Puppe „gefunden“ hatte.

„Sie ist wirklich eine wunderbare Zauberkugel“, sagte Mila und legte die kleine Murmel in ihr Schatzkästchen, das auf dem Spielzeugschrank stand. Als die Mama in Milas Zimmer kam, strahlte Mila noch immer. „Was ist denn passiert?“, fragte sie. „Dir scheint es ja wieder besser zu gehen“, freuten sich Mama und Papa, der auch dazu gekommen war.

„Meine Tara ist wieder da! Meine Tara ist wieder da!“, rief Mila nochmals, „Die Zauberkugel, die Caspar mir geschenkt hat, hat meine Tara gefunden. Das ist ganz wunderbar!“, freute sich Mila, „Das hatte ich mir so sehr gewünscht. Und dabei ist noch gar nicht Weihnachten.“

Mama lächelte: „Morgen ist Weihnachten …“

 

 

Hier gibt es die Hörversion:

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2021)

 

 

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Die kleine Murmel
05 Mrz

Die Geschichte von Zwei-Fell

 

Die Geschichte von Zwei-Fell

In einem tiefen Wald -fern von hier- lebte unter den Tieren des Waldes eines, das irgendwie anders war. Viele der Waldtiere nannten es „Fellchen“ oder „Zwei-Fell“, weil es ein zweites Fell übergezogen hatte. Dadurch wusste auch niemand so genau, welche Art Tier sich eigentlich darunter verbarg. Einige der älteren Tiere erinnerten sich, dass Fellchen -als es noch ganz klein war- oft verletzt wurde und sich dann in sein zweites Fell einpackte. So fühlte es sich geschützter. Aber das Fell wog auch schwer, so dass Fellchens Bewegungen langsamer wurden und man ihm ansah, dass die Last des zweiten Fells auf ihm drückte.

Auch wenn das Zwei-Fell eine Last war, trug Fellchen es tagein tagaus mit sich herum und fühlte sich so sicherer. Es war so gewohnt daran, es mit sich zu tragen, dass es ihm kaum noch auffiel. Schon oft hatten die anderen Waldtiere versucht, Fellchen zu überzeugen, das schwere zweite Fell abzulegen, aber die Angst, erneut verletzt zu werden, war bislang stets zu groß gewesen. Nur gelegentlich, wenn es zu dem kleinen Teich ging und dort badete, legte es für einen Moment sein Zwei-Fell ab. Auf einem seiner Wege zurück war Fellchen Vita -einer Häsin aus dem Wald- begegnet und hatte sie ins Herz geschlossen.

Eines Tages badete Fellchen im Teich und betrachtete anschließend seine Narben, da bemerkte es den Rauch, der von der Lichtung herüber wehte. So wie der Wind stand, würde er das Feuer auf den Wald zu treiben. Fellchen selbst war hier sicher, doch ein Gedanke schoss ihm plötzlich durch den Kopf: „Was würde aus Vita werden, wenn sie und die anderen nicht gewarnt werden.“ Nur gemeinsam könnten sie das Feuer bekämpfen.

Nun hieß es so schnell wie möglich in den Wald und die anderen Tiere warnen. Es blieb keine Zeit, das Zwei-Fell überzulegen. Außerdem würde die Last verlangsamen und damit wichtige Zeit kosten. Also nahm Fellchen allen Mut zusammen und lief los – so schnell und kraftvoll, wie noch nie in seinem Leben. Es war klar, dass der Wald und die Tiere gerettet werden müssen – vor allem natürlich Vita. Und plötzlich war da so viel Kraft und Leichtigkeit, denn ohne das Zwei-Fell ging es viel besser.

Schon von Weitem rief Fellchen in den Wald hinein „Feuer, Feuer“ und die Waldtiere versammelten sich und löschten gemeinsam das Feuer. Als alle aufatmeten, schauten sie Fellchen an, doch niemand erkannte es. „Wir danken Dir herzlich für Deine Warnung. Ohne Dich hätten wir das Feuer wohl nicht rechtzeitig bemerkt und es löschen können.“, sagte die alte Eule, „Doch wer bist Du?“

Nur Vita schaute in seine Augen und erkannte es: „Das ist doch Fellchen, mein Fellchen.“ Viele waren unsicher: „Das soll Fellchen sein, das Zwei-Fell? So schnell und kraftvoll?“ Doch Vita war sich sicher: „Aber natürlich, ich sehe es an den Augen. Die Kraft war schon immer da und nur durch das zweite Fell verdeckt.“ Alle Tiere schauten und waren erstaunt, denn vor ihnen stand ein kräftiger Hase.

Von da an wurde dieser Hase von allen nur noch Leonhard genannt. Und ein Jahr später erzählte Vita ihren Kindern die Geschichte ihres Vaters.

 

Hier gibt es die Hörversion:

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2021)

 

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Die Geschichte von Zwei-Fell
14 Dez

Die Weisheiten der alten Eule – Die Rotkohl-Therapie

Die Weisheiten der alten Eule © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

 

 

Die Weisheiten der alten Eule
(Therapeutische Geschichten)

In einer sehr alten Eiche lebte eine auch ziemlich alte Eule. Mit der Zeit konnte sie schlechter hören und sehen, aber die Tiere des Waldes gingen gern zu ihr, wenn sie Sorgen und Probleme hatten. Im Gespräch mit der alten Eule fanden viele Tiere ihre Lösungen und verstanden, was das eigentliche Thema war. Von einigen dieser Begebenheiten will ich berichten.

Die Rotkohl-Therapie ist meine diesjährige Weihnachtsgeschichte und exklusiv auf https://nur-positive-nachrichten.de veröffentlicht. Die Hörversion gibt es wie gewohnt hier:

 

 

 

 

Die Weisheiten der alten Eule - Die Rotkohl-Therapie, Weihnachten 2020

 

 

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein frohes, friedvolles und gesundes Weihnachtsfest sowie einen guten Start in ein gesundes Jahr 2021.

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

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Die Weisheiten der alten Eule – Die Rotkohl-Therapie
06 Jul

Workshop Therapeutische Geschichten online

Workshop Therapeutische Geschichten Magie von Märchen und Geschichten 2019

 

Workshop – Die Magie von Märchen und Geschichten
„Therapeutische Geschichten in der Therapie- und Coachingpraxis“

 

Warum sprechen Erwachsene in der Therapie so gut auf Geschichten an?
Kinder lieben Märchen und Geschichten. Sie werden seit Jahrhunderten für die Entwicklung und Erziehung von Kindern genutzt.

 

  • Entdecke die Möglichkeiten und Potentiale des gezielten Einsatzes von therapeutischen Geschichten in der Praxis – für Therapie oder Coaching.
  • anstelle von Rat-Schlägen, lerne, KlientINNen sanft Denkanstöße zu geben
  • Erfahre, wie Du den Raum öffnest, KlientINNen ihre eigenen Lösungen finden zu lassen.
  • Begeistere Deine Klienten durch maßgeschneiderte Geschichten.

 

Auf die aktuelle Situation (Coronavirus / SARS-CoV-2 / COVID-19) reagierend, biete ich diesen Workshop online (via zoom) an. Eine Webcam, ein Mikrofon bzw. Headset oder ein Smartphone und eine stabile Internetverbindung ermöglichen eine Teilnahme.

 

 

 

Online- Workshop – insbesondere für Heilpraktiker_innen (für Psychotherapie), Therapeut_inn_en, Coaches, Lehrer_innen, Pflegekräfte, Kinderzieher_innen, Kinderbetreuer_innen, Trauerbegleiter_innen

 

 

Workshopinhalte

  • Einsatzmöglichkeiten, Vorteile, Aufbau, Wie erzählt man eine Geschichte interessant?
  • Potentiale (Lösungsfindung, Widerstände umgehen, Kreativität)
  • Kreativteile – Methode „Heldenreise“, eigene Geschichte schreiben
  • viele Beispiele und praktische Übungen

 

Tag 1
ca. 09:00-18:00, 16.8. oder 12.9. oder 13.9. oder 26.9. oder 3.10.20
Grundlagen Therapeutische Geschichten, Heldenreise

Tag 2
ca. 10:00-16:00, 29.8. oder 27.9. oder 4.10. oder 7.11. oder 8.11.20
eigene Geschichten der TeilnehmerINNEN, Übungen Heldenreise

Onlineseminar via zoom.

Ab 8 TeilnehmerINNEN findet ein Kurs statt.

 

Ich arbeite seit einigen Jahren in eigener Praxis und nutze dabei Geschichten erfolgreich, um meine KlientINNen bei Ihren Heilungs- und Veränderungsprozessen zu unterstützen. Anstelle von Rat-Schlägen (!) erzähle ich ihnen Geschichten und jede/r darf daraus das von sich mitnehmen, was sie/er darin erkennt.

 

DAS bekommst Du für den Preis von nur 199 Euro:

  • Seminarunterlagen mit wertvollen Informationen und Tipps
  • praxisnaher Workshop zu therapeutischen Geschichten (Vorteile, Nutzen u.v.m.)
  • die nettesten Teilnehmer_innen mit Dir
  • meine Begeisterung für diesen Workshop und Praxiserfahrung
  • einfacher online-Zugang – alles bequem von zuhause aus
  • Lass Dich von Therapeutischen Geschichten begeistern und begeistere andere mit Deiner Geschichte
  • am 2. Tag – praktisches Üben, eigene Geschichten und Feedback

 

Um es Dir noch leichter zu machen… Sonderpreis 2020: nur 159 €

 

Ich freue mich auf Deine Teilnahme. Hier kann Du Dich anmelden:

Email und Anmeldeformular

 

 

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017


 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

 

 

 

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Workshop Therapeutische Geschichten online
30 Jun

Psychoonkologie – Blogprojekt & Podcast – 2. Ängste bei Krebs

 

Mit meiner Kollegin Franziska Sebode von wieder-leben.info habe ich ein Videoprojekt begonnen zum Thema Psychoonkologie. Sie ist selbst Betroffene und schreibt in ihrem blog Lass-uns-reden u.a. über Krebs, Angst, Trauer und vieles mehr.

In mehreren Beiträgen werden wir verschiedene Aspekte rund um das Thema Psychoonkologie betrachten. Wir freuen uns über Zuschauerfragen und werden gerne darauf eingehen/reagieren.

Mir ist die Psychoonkologische Begleitung eine Herzensangelegenheit, die in Deutschland noch viel mehr Raum bekommen sollte.

 

Angst ist eines der beherrschenden Themen im Rahmen einer Krebserkrankung. Dies betrifft nicht nur die erkrankte Person selbst, sondern auch ihr Umfeld. Die Angstthemen reichen vom eigenen Tod, Schmerzen, Sorgen über die Zukunft von Kindern und PartnerINNEn bis hin zur Behandlung selbst und deren Folge. Das Spektrum und die Intensität ist dabei individuell.

 

Video podcast Psychoonkologie

 

Eine Krebsdiagnose ist für die meisten Menschen ein Schock- Ähnlich wie in einer Trauer können Phasen von Nicht-wahrhaben-Wollen und Rückzug, Zorn, Verhandeln (mit höherer Macht), Depression und Trauer sowie Akzeptanz folgen (vgl. Trauerphasen nach Elisabeth Kübler-Ross). Wie hast Du das erlebt?

Diese Phasen kann man nicht überspringen. Und es ist wichtig, das anzunehmen und auszuhalten. Und für die Außenstehenden ist das Wissen nötig, um Erwartungen an den Patienten und die Kommunikation mit ihm der Situation anzupassen.
Ich habe es bereits vorher erwähnt: In der Phase des Schocks und der Verleugnung macht es keinen Sinn, schon über Behandlungen und Pläne zu sprechen oder Entscheidungen zu erwarten. Nur halten die Patienten und auch die Angehörigen diese Phase kaum aus und wollen durch Aktion von den Gefühlen ablenken. Und die behandelnden Ärzte müssen einen Behandlungsplan erstellen. Aber die Betroffenen sind zu dieser Zeit nicht in der Lage, rational zu denken und zu handeln.
Sie brauchen ganz pragmatische Unterstützung, Begleitung, jemanden, der mitschreibt, nachfragt, übersetzt. Und vor allem ehrliche und wertschätzende emotionale Nähe. Ein “das wird schon wieder, das überlebt man” etc sind nur Ausdruck der eigenen Überforderung, helfen aber dem Patienten nicht. “Ich weiss, wie du fühlst..”, nein, das weißt du nicht! Jeder Mensch hat seine eigene Geschwindigkeit, seine individuelle Wahrnehmung. “Der xy hatte das auch…” – das mag sein, aber es geht jetzt um mich!

 

 

Krebserkrankungen sind meist von vielen Ängsten begleitet. Neben der aktuellen Bedrohung durch die Krebsdiagnose begleitet jemanden die Angst vor einem erneuten Auftreten (Rezidiv). Wie konntest Du damit umgehen?

Bei einer schweren Krankheit wird immer vor allem eines verletzt: das bisherige unerschütterliche Vertrauen in die eigene Unversehrtheit. Wer nicht gerade unter Hypochondrie leidet, hat bisher nie einen Gedanken an eine schwere Krankheit und die eigene Sterblichkeit verschwendet. Plötzlich stellt sich die Frage, warum man mögliche frühe Anzeichen nicht wahrgenommen hat. Der eigene Körper hat einen verraten, er ist verletzlich und wird zum Feind. Eine regelmäßige Nachsorge gibt nach und nach das Gefühl, wieder Vertrauen zu gewinnen und nicht bei jedem kleinsten Symptom in Panik zu verfallen. Bei mir hatte sich die Angst vor einem Rezidiv nach etwa einem Jahr gelegt. Ich habe für mich entschieden, dass ich nicht ständig in Angst vor der Zukunft leben will.
Geholfen haben mir positive Glaubenssätze und die Verankerung im Hier und Jetzt. Des weiteren habe ich bei meinen Therapien sehr viele Frauen in unterschiedlichsten Lebenssituationen getroffen: mit mehreren Rezidiven und auch einige am Ende der Therapierbarkeit. Einen Monat vor meinem Rezidiv habe ich auf der Beerdigung einer Freundin gesessen, die zeitgleich mit mir ihre erste Brustkrebsdiagnose erhalten hatte.
Letztendlich habe ich verstanden, dass keine Angst und Panik der Welt mein Schicksal beeinflussen wird. Wenn überhaupt, dann durch negativen Einfluss auf meine Psyche und mein Immunsystem.
Loslassen und das Leben in all seinen Facetten zu bejahen, gibt mir innere Ruhe. Selbstverständlich spüre ich auch immer wieder Angst, aber ich lasse sie zu, schau sie mir an und lasse sie los.
Auch heute noch können schwere Krankheitsdiagnosen zu Rückzug und/oder Isolation führen. Wie offen bist Du damit in Deinem Umfeld umgegangen?
Ich habe mein Umfeld immer ermutigt, mir Fragen zu stellen und bin offen und ehrlich mit meiner Diagnose umgegangen. Ich habe darum gebeten, mich “normal” in den Alltag einzubeziehen und habe überwiegend ein positives Echo erhalten. Man darf nicht vernachlässigen, dass auch die Umgebung unsicher ist, wie sie mit dem Erkrankten umgehen soll. Ehrlichkeit und Offenheit sind der beste Weg gegen Missverständnisse. Und sie wirken auch entängstigend für das Umfeld. Denn eine Krebsdiagnose konfrontiert auch die Anderen mit ihrer eigenen Verletzlichkeit.

Wie hast Du Deine Familie informiert?

Das war sehr schwer. Vielleicht das Schwerste von allem. Meinem Mann habe ich die Diagnose per whatsapp geschickt, ich hätte nicht sprechen können. Meiner Tochter habe ich es sehr klar und schnell gesagt, ich habe sie wahrscheinlich damit überfordert, aber ich wusste mir selbst keinen anderen Rat. Ich kann mich an vieles heute nicht mehr erinnern. Ich war zu der Zeit nur im “Funktionier”-Modus und habe funktioniert.

Wie haben Deine Angehörigen reagiert? Wie seid ihr danach miteinander umgegangen?

Von tiefer Verzweiflung bei meiner Mutter bis hin zu sehr viel hilfreichem Pragmatismus bei meinem Mann und meiner Schwester. Ich war in unserem unmittelbaren Umfeld – besonders in der Klasse meiner Tochter – nicht der erste Krebsfall. Alle vorher Betroffenen hatten überlebt. So haben alle von Beginn an einen unerschütterlichen Glauben an meine Heilung entwickelt. Sicher auch zum Selbstschutz, um die größten Ängste zu verdrängen. Aber es war hilfreich, weil so alle Energie in die Therapie fließen konnte. Trotzdem glaube ich heute, dass vieles unausgesprochen blieb und jeder auf seine Weise allein mit seinen Gefühlen war.

Welche Ängste hat Dein Umfeld geäußert?

Da muss ich mich auf meine vorangegangene Antwort beziehen. Wir haben bis heute nicht über diese Ängste gesprochen. Jeder hat seine eigene Coping-Strategie gefunden. Ich habe mir bis heute nicht die Frage beantworten können, ob das Aussprechen und Benennen von Ängsten zum damaligen Zeitpunkt hilfreich oder kontraproduktiv gewesen wäre. Ich sehe aus heutiger Sicht dieses gemeinsame “von der Heilung überzeugt sein” für unsere Familie als gelungene Abwehrstrategie an.

Welche Ängste waren für Dich von besonderer Bedeutung?

Meine größte Angst war es, nicht für mein Kind da sein zu können und meinen Liebsten Schmerz zu bereiten. Und ich hatte Angst vor dem Unbekannten: den Behandlungen und vor Schmerz und Verfall.

Du hattest in Deiner Behandlungszeit viel Kontakt mit ÄrztINNen, Pflegekräften und TherapeutINNen. Die Psychoonkologie schließt diesen Personenkreis ganz bewusst in ihren Aufgabenkreis ein. Wie hast Du den Kontakt erlebt?

Meine Behandlung im Brustzentrum der Charite war optimal: Therapie und Kommunikation haben alle auf das Konto Heilung eingezahlt. Empathische, professionelle und zugewandte Betreuung durch alle Beteiligten haben mir sehr viel Kraft gegeben. Meine Ärztin war realistisch und offen. Alle Prozesse wurden mir erläutert und ich hatte großes Vertrauen in sie. Ich war immer der Mensch, nicht die Diagnose – meine Bedürfnisse und Fragen wurden ernst genommen. Vor allem habe ich mich immer auf Augenhöhe einbezogen gefühlt. Das war aber auch ein Ergebnis meines eigenen Umgangs mit allen medizinischen Betreuern. Ich habe immer im Rahmen meiner Möglichkeiten Selbstverantwortung gezeigt und meine Bedürfnisse formuliert.
Eine verständliche und gute Aufklärung über alle Behandlungen erhöhen die Compliance der Patienten. Nebenwirkungen werden so besser akzeptiert.
Aber ich habe auch im eigenen Umfeld andere Fälle erlebt: Ärzte, die ihre eigene Unsicherheit oder fehlende Empathie hinter Arroganz, Kälte, Fachchinesisch und Distanz versteckt haben. Kommunikation, die durch ihren Nocebo-Effekt kontraproduktiv für jede Therapie ist.

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

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Psychoonkologie – Blogprojekt & Podcast – 2. Ängste bei Krebs
23 Jun

Psychoonkologie – Blogprojekt & Podcast – 1. Was ist Psychoonkologie?

 

Mit meiner Kollegin Franziska Sebode von wieder-leben.info habe ich ein Videoprojekt begonnen zum Thema Psychoonkologie. Sie ist selbst Betroffene und schreibt in ihrem blog Lass-uns-reden u.a. über Krebs, Angst, Trauer und vieles mehr.

In mehreren Beiträgen werden wir verschiedene Aspekte rund um das Thema Psychoonkologie betrachten. Wir freuen uns über Zuschauerfragen und werden gerne darauf eingehen/reagieren.

Mir ist die Psychoonkologische Begleitung eine Herzensangelegenheit, die in Deutschland noch viel mehr Raum bekommen sollte.

 

Im ersten Block gehe auf die Bedeutung von Psychoonkologie -im doppelten Sinne- ein: die wörtliche und die für das Gesundheitssystem.

 

 

Psychoonkologie – setzt sich aus den Bereichen/Worten der Psycho(therapie) und der Onkologie, die sich interdisziplinär mit der Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von malignen (bösartigen) Tumorerkrankungen (Krebs) befasst, zusammen.

 

Die Gesamtheit der Krebserkrankungen stellt aktuell (nach den Herz-Kreislaufkrankheiten) den zweiten Platz bei den Todesursachen in Deutschland dar. Zu den häufigsten Krebsarten zählen dabei Brust-, Prostata-, Lungen- und Darmkrebs.

2014 wurde bei 476.216 Menschen (227.001 Frauen, 249.215 Männer) in Deutschland eine Krebsdiagnose gestellt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt für das Jahr 2020 einen Anstieg auf ca. 520.000 Neuerkrankung pro Jahr.

 

 

 

Neben der onkologischen Behandlung der PatientINNen kommt insbesondere der Psychoonkologie (auch Psychosoziale Onkologie) eine besondere Bedeutung zu. Die Psychoonkologie befasst sich “mit dem Erleben und Verhalten sowie den sozialen Ressourcen von Krebspatienten im Zusammenhang mit ihrer Krebserkrankung, deren Behandlung sowie damit verbundenen Problemlagen… Aufgabe der Psychoonkologie ist es, die Bedeutung psychologischer und sozialer Faktoren für die Entstehung, Früherkennung, Diagnostik, Behandlung, Rehabilitation, Nachsorge sowie den gesamten Verlauf einer Tumorerkrankung und deren Wechselwirkungen wissenschaftlich zu untersuchen und die gewonnenen Erkenntnisse in der Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Behandlung, Rehabilitation, ambulanten Versorgung und Palliativbetreuung von Patienten nutzbar zu machen und in konkrete Unterstützungs- und Behandlungsangebote umzusetzen. Dabei schließt die Psychoonkologie nicht nur die direkt von der Krankheit betroffenen Personen, sondern auch die Angehörigen und das soziale Umfeld mit ein. Darüber hinaus sind auch die Behandler (Ärzte, Psychotherapeuten, Pflegende (Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen) und alle in der Onkologie tätigen Berufsgruppen) wichtige Zielgruppen psychoonkologischer Unterstützung hinsichtlich der Bereitstellung von Fort- und Weiterbildungs- sowie Supervisionsangeboten… Die Psychoonkologie ist ein Arbeitsgebiet innerhalb der Onkologie, in das Inhalte aus den Fachbereichen Medizin, Psychologie, Soziologie, praktische Philosophie und Ethik, Theologie sowie Pädagogik mit einfließen. Die Psychoonkologie zeichnet sich durch eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen aus. So arbeiten in der psychoonkologischen Versorgung der Patienten Ärzte unterschiedlicher Fachgebiete, Psychologische Psychotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter, Pädagogen, Vertreter der Künstlerischen Therapien, Pflegende, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Seelsorger der verschiedenen Religionsgemeinschaften zusammen.”

 

Eine psychoonkologische Betreuung soll Unterstützung geben bei psychischen und sozialen Problemen sowie sonstigen Problemen im Kontext einer Krebserkrankung und deren Behandlung. Dabei kann es im ersten Schritt (nach der Diagnose) darum gehen, Unterstützung bei der Verarbeitung der Krebsdiagnose zu geben. “Zentrale Aufgaben der psychoonkologischen Versorgung sind patientenorientierte und bedarfsgerechte Information, psychosoziale Beratung, psychoonkologische Diagnostik und psychoonkologische Behandlung zur Unterstützung der Krankheitsverarbeitung sowie Verbesserung / gezielte Behandlung psychischer, sozialer sowie funktionaler Folgeprobleme.”

Im weiteren kommen Aspekte wie die Verbesserung der psychischen Befindlichkeit sowie bei Begleit- und Folgeprobleme der medizinischen Diagnostik oder Therapie, die Erhöhung von Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen z.B. durch das Stärken von sozialen Ressourcen.

Neben der körperlichen Belastung durch die Erkrankung und deren Behandlung, die teilweise einen massiven Eingriff bedeutet, erleben KrebspatientINNen weitere psychosoziale Belastungen wie psychische, soziale oder spirituelle/religiöse Probleme. Betroffene erleben ebenso negativen Stress (Distress), verschiedene Ängste (u.a. Progredienz- und Rezidivangst [fortschreitende Erkrankung bzw. erneutes Auftreten nach der Therapie]) und depressive Symptome.

 

Zur psychoonkologische Therapie/Begleitung gehören

  • ● psychosoziale Beratung (für Krebspatienten und Angehörige)
  • ● Psychoedukation (für Krebspatienten und Angehörige)
  • ● Psychotherapie
  • ● Stressbewältigungstraining
  • ● Entspannungsverfahren
  • ● künstlerische Therapien (Kunsttherapie, Tanztherapie, Musiktherapie u.a.)

 

 

Für mich (sz) bedeutet Psychoonkologie neben der Psychoedukation, für KrebspatientINNen und deren Angehörige da zu sein, wertfrei zuhören, Halt zu geben, sie im Leben zu begleiten, mit ihnen Situationen der Normalität zu schaffen, Ängste und Stress zu reduzieren und ihre Lebensqualität zu erhöhen. „Hoffnung gibt es bis zum Schluss.“

 

Das Netz der psychoonkologischen Betreuung sollte m.E. deutlich engmaschiger gespannt werden. Selbst unter den psychotherapeutisch Arbeitenden gibt es in meiner Wahrnehmung noch Vorbehalte. Dabei ist Psychoonkologie in vielen Fällen keine Sterbebegleitung, sondern eine Lebensbegleitung. Eine Krebsdiagnose ist heute bei vielen Krebsformen kein “Todesurteil” mehr. Die Behandlungsmöglichkeiten und -erfolge werden ständig verbessert.

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Onkologie

Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatienten, Kurzversion 1.1, 2014, AWMF-Registernummer: 032/051OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/psychoonkologie/, Stand Januar 2014, (Originaltexte)

 https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/krebs.html

 https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Krebsregisterdaten/krebs_node.html

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/30563/umfrage/jaehrliche-krebserkrankungen-und-todesfaelle-in-deutschland/

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

(Ansichten 154, 1 Ansichten heute)
Psychoonkologie – Blogprojekt & Podcast – 1. Was ist Psychoonkologie?
09 Mai

Lesung aus Herzgeschichten online über zoom

Die „Corona-Krise“ hat die Welt an vielen Stellen beinflusst und tut es noch.
Viele Veranstaltungen sind momentan nicht in gewohnter Form möglich.

Als meinen kleinen Beitrag biete ich Lesungen meiner veröffentlichten Kurzgeschichten „Herzgeschichten für kleine Glücksmomente“ erschienen bei Lehmanns Media Berlin kostenfrei an.

 

 

Die Geschichten dürfen zum Nachdenken anregen, haben eine tieferen Sinn und handeln oft von Emotionen und dem Umgang damit. Viele davon sind für Kinder sollten ab 5/6 Jahren gut verständlich sein und könnten z.B. als Einschlafgeschichten genutzt werden.

 

Manche Lesungen sind thematisch ausgerichtet und eher für Erwachsene geeignet.

 

DatumStartDauerThemaAnmeldung
18.5.-21.5.2019:1510-15minGeschichten für Kinderoffen (max. 100)
25.5.-27.5.2019:1510-15minGeschichten für Kinderoffen (max. 100)
18.5.2020:2020-30minAngst (Erwachsene)offen (max. 100)
19.5.2020:2020-30minTrauer (Erwachsene)offen (max. 100)
20.5.2020:2020-30minÄrger und Wut (Erwachsene)offen (max. 100)
21.5.2020:2020-30minDas Leben (Erwachsene)offen (max. 100)
25.5.2020:2020-30minDie Liebe (Erwachsene)offen (max. 100)
26.5.2020:2020-30minWeisheiten 1 (Erwachsene)offen (max. 100)
27.5.2020:2020-30minselbst-bewusst-sein (Erwachsene)offen (max. 100)
4.6.2020:2020-30minWeisheiten 3 (Erwachsene)offen (max. 100)

 

 

Dem offenen Zoom-Meeting (Lesung für Kinder) 18.5.-21.5.2020 beitreten:

https://us04web.zoom.us/j/73780606149?pwd=anI2dmwvWktYRGduTFY3ZzFlT2tCUT09

Meeting-ID: 737 8060 6149
Passwort: 5M1AgS

 

 

Zugangsdaten für die Lesungen für Erwachsene  Zugangsdaten
(keine Datenerhebung oder Datenspeicherung)

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

 

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

 

 

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Lesung aus Herzgeschichten online über zoom
24 Apr

„Veränderung im Leben“ und „Die kleine Biene“

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

Kürzlich fragte mich die Freie Waldorfschule Wahlwies an, ob eine meiner Geschichten in der Schulzeitung „Das Aktuell“ veröffentlicht werden dürfte:

„…In diesen Zeiten ohne Schüler möchten wir einen Beitrag für Kinder machen und wollten fragen, ob wir Ihre Geschichte „Die kleine Biene“ für die Kinder/Schüler zum Selberlesen oder Vorlesen in der Schulgemeinschaft veröffentlichen dürfen…

Gern habe ich dem Wunsch entsprochen. Ich finde es wichtig, Schüler_innen auf ihrem Weg zu unterstützen und biete daher auch gern Lesungen in Schulen an.

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

Das Ratgeber und Onlinemagazin ratgeber-lifestyle.de bat mich kürzlich einen Fachartikel zum Thema (intrinsische) Motivation zu schreiben. Dieser wurde nun veröffentlicht, was mich sehr freut und ein wenig mit Stolz erfüllt.

Der vollständige Artikel ist unter https://www.ratgeber-lifestyle.de/beitraege/persoenlichkeitsentwicklung/gedanken-zu-intrinsischer-motivation.html zu finden.

Die eigene Motivation ist eine wichtige Grundlage für Veränderungen bei KlientINNen in Coaching oder Therapie. Daher ist die motivationale Klärung (nach Grawe) ein wesentlicher Bestandteil in der Anfangsphase und bedeutsamer Faktor in der Umsetzung von Veränderungsprozessen (z.B. Disziplin, Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit).

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

 

 

 

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„Veränderung im Leben“ und „Die kleine Biene“