14 Jul

Psychoonkologie – Blogprojekt & Podcast – 4. Sinn und Sinnsuche

 

Mit meiner Kollegin Franziska Sebode von wieder-leben.info habe ich ein Videoprojekt begonnen zum Thema Psychoonkologie. Sie ist selbst Betroffene und schreibt in ihrem blog Lass-uns-reden u.a. über Krebs, Angst, Trauer und vieles mehr.

In mehreren Beiträgen werden wir verschiedene Aspekte rund um das Thema Psychoonkologie betrachten. Wir freuen uns über Zuschauerfragen und werden gerne darauf eingehen/reagieren.

Mir ist die Psychoonkologische Begleitung eine Herzensangelegenheit, die in Deutschland noch viel mehr Raum bekommen sollte.

 

Was ist der “Sinn meines Lebens”? Eine Frage, die sich und der sich viele Menschen stellen.

 

 

 

“Wir werden sterben. Keiner kommt aus dem Leben lebend heraus. Das ist außerhalb unseres Einflussbereiches. Was wir aber beeinflussen können, ist, wie wir diese Zeit – so lange sie auch sei – gestalten.” waren Deine Worte, die mich an die Logotherapie von Viktor Frankl erinnern. Wie hast Du Deinen Sinn im Leben, Dein IKIGAI gefunden?

So oder anders haben es schon Einige geschrieben. Früher oder später wird ein jeder von uns mit der existenziellen Frage des Seins und des “Wie lange noch” konfrontiert. Und letztendlich muss jeder den für sich passenden Umgang damit finden. Religion und Esoterik entsprechen zum Beispiel nicht meinem Wesen. Ich bin sehr der Eigenverantwortung und dem dem Hier und Jetzt zugewandt. So haben sich im Laufe der Zeit Themen herauskristallisiert, die mir ein Gefühl von Sinnhaftigkeit gegeben haben.
Im Laufe unseres Lebens ändern sich Prioritäten. Deshalb gibt es aus meiner Sicht nicht “den einen Sinn”. Er wandelt sich im Laufe der Rolle, die wir in unserem Leben einnehmen. Denn als Jugendlicher sind andere Prioritäten wichtig, als bei einem jungen Erwachsenen, bei Eltern, bei Singles, bei Menschen am Ende des Berufslebens und danach.

 

 

 

 

Wie hat sich Dein Sinn im Leben verändert? Wie hast Du vielleicht Dein Leben verändert?

Was sich für mich durch alle diese Etappen zog, war das Bedürfnis nach Kommunikation, Respekt, Neugier auf Andere, Nachhaltigkeit und der Wunsch, Spuren zu hinterlassen. Ich habe mich schon seit vielen Jahren mit Kommunikation, Philosophie und Psychologie beschäftigt. Mir wurde immer klarer, dass Selbstwirksamkeit, Sinnhaftigkeit und Zugehörigkeitsgefühl für mich wesentliche Bestandteile eines Lebens im Gleichgewicht sind. Einige Punkte hatte ich in den vergangenen Jahren vernachlässigt. Ich hatte Familie und einen Job. Ich habe gut verdient, konnte das, was ich tat. Aber mir fehlte das Gefühl von Sinn und Freude daran. Einfach alles hinwerfen und das studieren, was ich immer schon wollte, war keine Option. Also habe ich ein Fernstudium begonnen und 3 Jahre neben der Arbeit jeden Abend und am Wochenende studiert. Das hat mich sehr erfüllt. Gleichzeitig hat es mir in schwierigen Zeiten auch Struktur gegeben. Als sich die Chance für einen neuen Job im Unternehmen ergab, der mehr meinem Bedürfnis nach Kontakt zu Kunden und Kommunikation entsprach, habe ich zugegriffen. Und ich habe meine Arbeitszeit reduziert, um parallel eine eigene Praxis als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Coach aufzubauen.
Ich bin heute im Gleichgewicht. Ich kann loslassen und mich an den kleinen Dingen im Leben freuen. Ich gönne mir jeden Tag kleine Pausen – beim Laufen ins Büro, in der Mittagspause, an meinem freien Tag.

Jede Form von Veränderungen bewirkt auch im Umfeld (System) eine Reaktion und Veränderung (systemische Ansatz). Wie hat Dein Umfeld auf Deine veränderte Lebensgestaltung reagiert?

Das ist in der Tat ein wichtiger Punkt. Nicht umsonst wird auch bei Psychotherapien darauf hingewiesen, dass sich im Laufe der Therapien Beziehungen nicht nur positiv verändern können.
Bei mir gab es am Anfang einige Reibungen. Plötzlich habe ich mehr Nein gesagt, war nicht immer verfügbar, habe bei alten Kommunikationsmustern nicht mehr mitgemacht. Bei mir traf diese Zeit mit der Pubertät und Ablösung unserer Tochter zusammen. Aus heutiger Sicht war alles ein verbundener Prozess und hat am Ende für uns alle positive Auswirkungen gehabt. Wir haben uns zum Beispiel als Eltern emanzipiert und ein neues Verständnis als Paar entwickelt.
Dabei war ein Familienmitglied mit Erfahrung in systemischen Prozessen, Entwicklungs- psychologie und gewaltfreier Kommunikation ganz nützlich.
So konnten wir einige Tretminen umgehen und haben uns alle weiterentwickelt.

Wir sprachen auch schon über die Unsicherheit auf beiden Seiten – bei PatientINNen und beim Umfeld. Welche Empfehlung würdest Du anderen aufgrund Deiner Erfahrungen geben, die von einer Krebsdiagnose unmittelbar oder indirekt betroffen sind?
Meine Empfehlung ist Offenheit und Ehrlichkeit. Fragen hilft. Was kann ich für die tun? Was willst du wissen? Es müssen keine unsinnigen Lügen sein, keine Verleugnung der Situation. Aber auch “es wird wieder gut”, “wir halten zusammen”, “ich bin für die da” wirken unterstützend: Sie schaffen positive Energie, Hoffnung, Emotionen. Sie stärken das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte des Menschen.
Mißachtung, Schuldzuweisung, das Zurückziehen des Arztes hinter technische Termini, die körperliche Abweisung durch den Partner: das alles sind sogenannte Nocebo. Sie zerstören den Glauben an die Heilung, sie verstärken die Hilflosigkeit und Angst.
Aber auch der innere Dialog kann unsere Heilung sabotieren: “Ich werde sowie sterben, alles hat keinen Sinn mehr”…. das hilft auf keinen Fall.

Das heißt, auch bei einem so ernsten Thema darf mal gelacht werden?

Natürlich! Lachen löst peinliche und fremde Situationen auf. Es entlastet und setzt Endorphine frei. Es bringt Menschen mehr zusammen und ist einfach schön. Ich habe mit Mitpatienten gelacht, mit Ärzten und natürlich mit meiner Familie.

Du hast als Patientin sowohl betroffene Männer als auch Frauen erlebt. Was war Dein Eindruck: Gehen Männer und Frauen unterschiedlich mit der Diagnose um?
Es ist natürlich nicht in Ordnung, bei dieser Frage zu verallgemeinern. Ich habe “Kämpfer und Aufgeber” erlebt. Im Wesentlichen war zumindest meine Wahrnehmung, dass Frauen selbständiger und pragmatischer sind. Viele Frauen erhielten ihre Chemotherapie zwischen Haushalt und Kinder- bzw. Familienbetreuung und waren sehr selbständig. Sie waren offen, haben schnell Kontakte geschlossen und es haben sich kleine Gruppen gebildet, die sich die Zeit gegenseitig leichter gemacht haben. Es wurde viel geredet, über die Krankheit, aber auch praktische Themen und Probleme im Alltag.
Die Männer waren mehr für sich, haben wenig gesprochen und wurden oft von ihren Ehefrauen begleitet. In meinem Umfeld war allerdings auch der Altersdurchschnitt der weiblichen Patienten viel jünger, als der der männlichen.

Fällt es Männern vielleicht schwerer, mit der Diagnose umzugehen, weil sie sich schwach/schwächer fühlen und in unserer Gesellschaft und Erziehung “Ein Mann muss stark sein.” als impliziter und/oder expliziter Glaubenssatz vermittelt wird?

Das war mein Gedanke, als ich die Frage nach den Unterschieden im Umgang zwischen Männern und Frauen reflektiert habe: Frauen wird es leichter zugestanden, schwach zu sein, zu weinen. Frauen sind aber auch schneller bereit, sich in neuen Situationen zurechtzufinden und sich zu öffnen. Sie dürfen eher über psychische Probleme sprechen, halten aber auch damit die Rolle der “Schwächeren” zugewiesen.
In vielen Familien steht der Mann zudem als Hauptverdiener der Erwartung gegenüber, immer funktionieren zu müssen.
Die Männer, die heute im mittleren Alter sind, wurden mit klassischen Rollenerwartungen erzogen: Ein Mann weint nicht, ist nicht schwach, darf nicht versagen. Mitleid zu erhalten ist ein Zeichen von Schwäche und unmännlich.
Ich habe aber auch in meinem Freundes- und Kollegenkreis ganz großartige Männer kennengelernt – die meisten davon selbst mit tiefen Einschnitten im Leben – die sich aus dieser Rollenzuschreibung befreit haben und sehr viel Lebensqualität dadurch gewonnen haben.

Dürfen heutige Männer auch mal schwach sein?

Aus meiner Sicht dürfen sie es nicht, sie müssen es! Licht und Dunkel gehören zusammen, Hitze und Kälte und so auch Stärke und Schwäche. Schwach zu sein ist menschlich. Das nicht zulassen zu dürfen, macht einen Menschen krank. Sein Ich nicht in allen seinen Facetten leben zu dürfen, kostet Lebensenergie und führt im schlimmsten Fall zu Depression und Sucht. Jeder Mensch hat das Recht, schwach sein zu dürfen und um Hilfe zu bitten, das macht das Leben reich.

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

(Ansichten 35, 1 Ansichten heute)
07 Jul

Psychoonkologie – Blogprojekt & Podcast – 3. positive Aspekte von Erkrankungen

 

Mit meiner Kollegin Franziska Sebode von wieder-leben.info habe ich ein Videoprojekt begonnen zum Thema Psychoonkologie. Sie ist selbst Betroffene und schreibt in ihrem blog Lass-uns-reden u.a. über Krebs, Angst, Trauer und vieles mehr.

In mehreren Beiträgen werden wir verschiedene Aspekte rund um das Thema Psychoonkologie betrachten. Wir freuen uns über Zuschauerfragen und werden gerne darauf eingehen/reagieren.

Mir ist die Psychoonkologische Begleitung eine Herzensangelegenheit, die in Deutschland noch viel mehr Raum bekommen sollte.

 

Der Gedanke, dass eine Erkrankung positive Aspekte haben könnte, fällt vielen Menschen anfangs schwer. Wir möchten zeigen, dass es positive Effekte und Veränderungen geben kann.

 

 

Liebe Franziska, Du hast selbst vor einiger Zeit eine Krebsdiagnose erhalten. Wie hast Du diese damals aufgenommen?

Eine derartige Diagnose ist immer ein Schock. Selbst wenn man, wie ich damals, schon eine vage Vermutung hat, dass etwas nicht stimmt, ist die endgültige Diagnose ein tiefer Einschnitt in das Leben. Ich spürte schon einige Wochen tief in meinem Unterbewusstsein etwas Fremdes, Bedrohliches. Aber ich habe es verdrängt und wollte es nicht wahrhaben. Als ich mich entschloss, einen Arzt zu konsultieren, habe ich noch ein Wochenende mit meiner damals 13-jährigen Tochter am Meer verbracht. Mir war schon klar, dass danach die Zeit der Sorglosigkeit vorbei sein würde.
Dann ging alles schnell: Der Ultraschall war auffällig und ich hatte keine Zeit zum Nachdenken. Ich war beschäftigt mit der Suche nach einem schnellstmöglichen Mammographie-Termin. Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich nicht denken konnte und innerlich vollkommen leer war. Vor allem fühlte ich mich allein, denn jede Praxis verließ ich mit einer weiteren Überweisung und keinerlei Idee, wie und wo ich den nächsten Termin bekommen könnte. Der einzige Wunsch, den ich immer im Kopf hatte, war: ich möchte irgendwo behandelt werden, wo ich mich sicher und nicht fremd fühle. So landete ich im Brustzentrum der Charité und dort bei einer Ärztin, die sich später als großer Gewinn herausstellte.
Als Mutter und Ehefrau bauten sich in meinem Kopf Horrorszenarien auf: Was würde aus meinem Kind? Würde es mich leiden und sterben sehen? Wie würde mein Mann reagieren? Was würde aus der Arbeit, meiner Mutter, den Freunden? Ich kann mich kaum erinnern, in dieser Zeit geweint zu haben. Ich wollte es allen leicht machen und habe signalisiert, dass ich keine Hilfe brauche und alles alleine schaffe. Das war natürlich nicht der Fall, aber das wurde mir erst später bewusst.

 

 

 

 

Was hat Dir in der Situation und später geholfen?

Nach einem Burnout einige Jahre vorher hatte ich noch Kontakt zu einem Therapeuten, den ich sehr schnell um Begleitung gebeten habe. Bei ihm konnte ich meine Angst aufnehmen und über meine Sorgen sprechen, ohne Rücksicht auf fremde Erwartungen und Befindlichkeiten nehmen zu müssen.
Meine Ärztin war ebenfalls eine große Hilfe: klar, konkret, wertschätzend, offen und sehr professionell. Außerdem hat mein Mann mich von Anfang an zu den weiteren Terminen begleitet und sehr souverän reagiert. Ich weiß von vielen anderen Fällen, dass das nicht selbstverständlich ist.
Die Begleitung war besonders wichtig, weil zu jener Zeit alle Worte der Ärzte an mir vorbei geflossen sind und ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Das ist auch eine Empfehlung, die ich jedem Menschen mit einer schweren Diagnose geben möchte: Nehmt jemanden mit, der alles aufschreibt, vorher überlegte offene Fragen anspricht und der emotional stabil ist. Denn es müssen Entscheidungen getroffen werden, die man schon im unbelasteten Zustand kaum treffen kann: Brust ab? Brusterhaltende OP? Chemo, Bestrahlung? Was kann ich vertreten, was will ich nicht?
Während der Chemotherapie habe ich viele großartige Gespräche geführt. Viele Patientinnen hatten eine ähnliche Historie wie ich: Immer perfekt, immer für andere da, Familie und Arbeit im Mittelpunkt und keine Rücksicht auf das eigene Befinden. Selbst in der Krankheit konnten viele anfänglich nur schwer akzeptieren, jetzt verletzt und krank zu sein.
Der Punkt einer qualitativen Wende war der Tag, an dem ich Akzeptanz für meine Situation entwickelte. Ich werde sterben. Wir alle werden das. Nur findet diese Realität keinen Raum in unserem Leben. Wir hetzen voran, ohne im Hier und Jetzt zu sein. Und plötzlich war ich im Moment. Ich werde sterben. Aber nicht jetzt. Und nicht morgen. Und ich sah plötzlich viele Chancen, die mir diese Erkrankung gab: Ich hatte die einmalige Gelegenheit, innezuhalten und mich umzuschauen. Was war bisher geschehen? Was tat mir gut?
In den 9 Monaten Behandlung ging es mir oft schlecht, aber auch sehr oft gut. Und an allen diesen Tagen begann ich, bewusst zu leben, den Tag mit schönen Dingen zu füllen, auf mich zu hören und mich zu spüren.
Am Tag der letzten Bestrahlung verließ ich die Klinik mit Tränen in den Augen. Nicht vor Glück, sondern vor Unsicherheit, wie ich nun weiterleben sollte. Ohne wöchentlichen Arztkontakt, ohne Vertrauen in meine eigene Unversehrtheit, ohne Hilfe.
Ich habe mich damals bewusst entschieden, keine Anschlussheilbehandlung zu machen, weil ich mich nicht über die Krankheit definieren wollte. Vielmehr habe ich mir ein Netz von Unterstützung geschaffen: Massagen, viel Zeit an der frischen Luft, eine Verkürzung meiner Arbeitszeit, eine Beibehaltung der Termine bei meinem Therapeuten in größeren Abständen, Achtsamkeit und eine regelmäßige Überprüfung, um nicht wieder in alte Muster zu fallen. Ich habe mich nicht danach gerichtet, was die Krankenkasse zahlt, sondern was mir gut tat.
Nach 3 Jahren hatte ich eine emotional sehr belastende Situation im Familienumfeld und stand unter sehr starkem Stress. 2 Monate später -an Zufall glaube ich nicht – wurde ein Rezidiv festgestellt.

Wie hat sich Dein Leben verändert? Was hast Du verändert?

Auch wenn die Behandlungen nach dem Rezidiv nun schon wieder 2 Jahre her sind, ist mir klar, dass jederzeit wieder eine Diagnose gestellt werden kann. Der Weg zu meiner inneren Freiheit sind Akzeptanz und Selbstwirksamkeit.
Die Krankheit hatte dafür gesorgt, dass ich runterschalte und mehr für mich sorge. Wenn ich diese Aufgabe selbst übernehme, kann ich die Krankheit loslassen.
Natürlich ist Krebs nicht selbst verschuldet. Die Entstehung eines Karzinoms hat viele Ursachen: genetische, Umwelteinflüsse, aber auch immunologische. Das Immunsystem ist an der Beseitigung fehlerhafter Zellen beteiligt. Auf meine Gene habe ich keinen Einfluss, auf meine Umwelt nur bedingt über Essen, Schlaf, gesunde Lebensweise. Meinen größten Einfluss habe ich darauf, ob ich mein Immunsystem durch Entspannung, innere Ruhe und positive Gedanken stärke, oder ob ich durch Dauerstress meinen Körper mit Adrenalin und schlussendlich Cortisol überflute.
Stress vermeidet man jedoch nicht durch Vermeidung des Lebens, sondern durch das Finden eines inneren Gleichgewichtes und der bewussten Entscheidung für eine positive lebensbejahende Einstellung.

Manche PatientINNen beschäftigen sich -teilweise unbewusst- mit der Frage „Darf ich wieder gesund werden?“ Ich durfte Dich als lebensfrohe Frau kennenlernen. Wie bist Du damit umgegangen?

Ja, ich darf gesund sein. Denn ich brauche den Krebs weder als Beschützer vor meinem eigenen selbstschädigenden Verhalten, noch als neuen Lebensinhalt. Natürlich erfährt man als Patient eine verstärkte Zuwendung. Man kann jederzeit Nein sagen, man wird rücksichtsvoll behandelt und hat etwas zu erzählen. Die Übernahme von Eigenverantwortung ist die Voraussetzung dafür, die Krankheit auch wieder loszulassen.
Es ist nicht einfach, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Denn Verantwortung bedeutet auch die Verantwortung für das Scheitern. Es kann keinem anderen Schuld zugewiesen werden für unbefriedigende Lebensumstände. Die Welt schuldet uns nichts, wir schulden uns selbst Achtung und Respekt.
Im Hier und Jetzt sein, heißt auch, Dinge in Frage zu stellen, Veränderungen anzustoßen und Situationen auszuhalten.
Ich hatte schon einige Jahre vor meiner Erkrankung neben meinem Beruf eine Weiterbildung auf dem Gebiet der Psychologie und Psychotherapie begonnen. Diese habe ich intensiviert und gleichzeitig mit meiner letzten Behandlung abgeschlossen. Ein Jahr nach dem Rezidiv habe ich die Heilpraktikerprüfung bestanden.

Mir hat das Lernen geholfen, mich in schlechten Zeiten zu fokussieren und mir eine Struktur zu schaffen. Gleichzeitig habe ich meine Situation sowohl aus Patientensicht als auch aus Therapeutensicht betrachten können. Viele theoretische Themen wurden plötzlich fassbar und klar.

In diesem Kontext bin ich auf das japanische Konzept des „IKIGAI gestoßen. Die Grundsätze finden sich in vielen psychologischen und philosophischen Ideen wieder, sind aber aus meiner Sicht dort am prägnantesten definiert. Es handelt sich um das Streben nach Sinn, ein Gleichgewicht zwischen Passion (es gibt etwas, was ich liebe zu tun), Profession (ich kann es gut), Mission (es hat einen Sinn, es wird gebraucht) und Anerkennung (ich werde dafür bezahlt, ich kann davon leben).

IKIGAI bedeutet: klein anzufangen, loslassen zu lernen, Harmonie und Nachhaltigkeit zu leben, die Freude an kleinen Dingen zu entdecken und im Hier und Jetzt zu sein.

Ikigai ist zum Teil Deines Lebens und als Tattoo Teil Deines Körpers geworden. Was bedeutet es für Dich?

Ich arbeite jeden Tag an meinem IKIGAI, denn genau wie Beziehungen zu anderen Menschen braucht auch die Beziehung zu sich selbst tägliche Arbeit.
Auch das ist Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit. Veränderungen treten nur ein, wenn man die neuen Wege täglich läuft. So lange, bis die alten Wege mit Gras überwachsen sind und der neue Weg auch für andere sichtbar ist und bleibt.
Um mein Ziel im Auge zu behalten, habe ich es mir an die Wand geschrieben und eines Tages habe ich mich entschieden, es als Tattoo immer bei mir zu tragen.
Aber die Bedeutung von Tattoos füllt einen eigenen Blog, darüber zu schreiben ist eines meiner nächsten Ziele.

Wie ich schon sagte: Wir werden sterben. Keiner kommt aus dem Leben lebend heraus.
Das ist außerhalb unseres Einflussbereiches.
Was wir aber beeinflussen können, ist, wie wir diese Zeit – so lange sie auch sei – gestalten.

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

(Ansichten 22, 1 Ansichten heute)
30 Jun

Psychoonkologie – Blogprojekt & Podcast – 2. Ängste bei Krebs

 

Mit meiner Kollegin Franziska Sebode von wieder-leben.info habe ich ein Videoprojekt begonnen zum Thema Psychoonkologie. Sie ist selbst Betroffene und schreibt in ihrem blog Lass-uns-reden u.a. über Krebs, Angst, Trauer und vieles mehr.

In mehreren Beiträgen werden wir verschiedene Aspekte rund um das Thema Psychoonkologie betrachten. Wir freuen uns über Zuschauerfragen und werden gerne darauf eingehen/reagieren.

Mir ist die Psychoonkologische Begleitung eine Herzensangelegenheit, die in Deutschland noch viel mehr Raum bekommen sollte.

 

Angst ist eines der beherrschenden Themen im Rahmen einer Krebserkrankung. Dies betrifft nicht nur die erkrankte Person selbst, sondern auch ihr Umfeld. Die Angstthemen reichen vom eigenen Tod, Schmerzen, Sorgen über die Zukunft von Kindern und PartnerINNEn bis hin zur Behandlung selbst und deren Folge. Das Spektrum und die Intensität ist dabei individuell.

 

 

Eine Krebsdiagnose ist für die meisten Menschen ein Schock- Ähnlich wie in einer Trauer können Phasen von Nicht-wahrhaben-Wollen und Rückzug, Zorn, Verhandeln (mit höherer Macht), Depression und Trauer sowie Akzeptanz folgen (vgl. Trauerphasen nach Elisabeth Kübler-Ross). Wie hast Du das erlebt?

Diese Phasen kann man nicht überspringen. Und es ist wichtig, das anzunehmen und auszuhalten. Und für die Außenstehenden ist das Wissen nötig, um Erwartungen an den Patienten und die Kommunikation mit ihm der Situation anzupassen.
Ich habe es bereits vorher erwähnt: In der Phase des Schocks und der Verleugnung macht es keinen Sinn, schon über Behandlungen und Pläne zu sprechen oder Entscheidungen zu erwarten. Nur halten die Patienten und auch die Angehörigen diese Phase kaum aus und wollen durch Aktion von den Gefühlen ablenken. Und die behandelnden Ärzte müssen einen Behandlungsplan erstellen. Aber die Betroffenen sind zu dieser Zeit nicht in der Lage, rational zu denken und zu handeln.
Sie brauchen ganz pragmatische Unterstützung, Begleitung, jemanden, der mitschreibt, nachfragt, übersetzt. Und vor allem ehrliche und wertschätzende emotionale Nähe. Ein “das wird schon wieder, das überlebt man” etc sind nur Ausdruck der eigenen Überforderung, helfen aber dem Patienten nicht. “Ich weiss, wie du fühlst..”, nein, das weißt du nicht! Jeder Mensch hat seine eigene Geschwindigkeit, seine individuelle Wahrnehmung. “Der xy hatte das auch…” – das mag sein, aber es geht jetzt um mich!

 

 

Krebserkrankungen sind meist von vielen Ängsten begleitet. Neben der aktuellen Bedrohung durch die Krebsdiagnose begleitet jemanden die Angst vor einem erneuten Auftreten (Rezidiv). Wie konntest Du damit umgehen?

Bei einer schweren Krankheit wird immer vor allem eines verletzt: das bisherige unerschütterliche Vertrauen in die eigene Unversehrtheit. Wer nicht gerade unter Hypochondrie leidet, hat bisher nie einen Gedanken an eine schwere Krankheit und die eigene Sterblichkeit verschwendet. Plötzlich stellt sich die Frage, warum man mögliche frühe Anzeichen nicht wahrgenommen hat. Der eigene Körper hat einen verraten, er ist verletzlich und wird zum Feind. Eine regelmäßige Nachsorge gibt nach und nach das Gefühl, wieder Vertrauen zu gewinnen und nicht bei jedem kleinsten Symptom in Panik zu verfallen. Bei mir hatte sich die Angst vor einem Rezidiv nach etwa einem Jahr gelegt. Ich habe für mich entschieden, dass ich nicht ständig in Angst vor der Zukunft leben will.
Geholfen haben mir positive Glaubenssätze und die Verankerung im Hier und Jetzt. Des weiteren habe ich bei meinen Therapien sehr viele Frauen in unterschiedlichsten Lebenssituationen getroffen: mit mehreren Rezidiven und auch einige am Ende der Therapierbarkeit. Einen Monat vor meinem Rezidiv habe ich auf der Beerdigung einer Freundin gesessen, die zeitgleich mit mir ihre erste Brustkrebsdiagnose erhalten hatte.
Letztendlich habe ich verstanden, dass keine Angst und Panik der Welt mein Schicksal beeinflussen wird. Wenn überhaupt, dann durch negativen Einfluss auf meine Psyche und mein Immunsystem.
Loslassen und das Leben in all seinen Facetten zu bejahen, gibt mir innere Ruhe. Selbstverständlich spüre ich auch immer wieder Angst, aber ich lasse sie zu, schau sie mir an und lasse sie los.
Auch heute noch können schwere Krankheitsdiagnosen zu Rückzug und/oder Isolation führen. Wie offen bist Du damit in Deinem Umfeld umgegangen?
Ich habe mein Umfeld immer ermutigt, mir Fragen zu stellen und bin offen und ehrlich mit meiner Diagnose umgegangen. Ich habe darum gebeten, mich “normal” in den Alltag einzubeziehen und habe überwiegend ein positives Echo erhalten. Man darf nicht vernachlässigen, dass auch die Umgebung unsicher ist, wie sie mit dem Erkrankten umgehen soll. Ehrlichkeit und Offenheit sind der beste Weg gegen Missverständnisse. Und sie wirken auch entängstigend für das Umfeld. Denn eine Krebsdiagnose konfrontiert auch die Anderen mit ihrer eigenen Verletzlichkeit.

Wie hast Du Deine Familie informiert?

Das war sehr schwer. Vielleicht das Schwerste von allem. Meinem Mann habe ich die Diagnose per whatsapp geschickt, ich hätte nicht sprechen können. Meiner Tochter habe ich es sehr klar und schnell gesagt, ich habe sie wahrscheinlich damit überfordert, aber ich wusste mir selbst keinen anderen Rat. Ich kann mich an vieles heute nicht mehr erinnern. Ich war zu der Zeit nur im “Funktionier”-Modus und habe funktioniert.

Wie haben Deine Angehörigen reagiert? Wie seid ihr danach miteinander umgegangen?

Von tiefer Verzweiflung bei meiner Mutter bis hin zu sehr viel hilfreichem Pragmatismus bei meinem Mann und meiner Schwester. Ich war in unserem unmittelbaren Umfeld – besonders in der Klasse meiner Tochter – nicht der erste Krebsfall. Alle vorher Betroffenen hatten überlebt. So haben alle von Beginn an einen unerschütterlichen Glauben an meine Heilung entwickelt. Sicher auch zum Selbstschutz, um die größten Ängste zu verdrängen. Aber es war hilfreich, weil so alle Energie in die Therapie fließen konnte. Trotzdem glaube ich heute, dass vieles unausgesprochen blieb und jeder auf seine Weise allein mit seinen Gefühlen war.

Welche Ängste hat Dein Umfeld geäußert?

Da muss ich mich auf meine vorangegangene Antwort beziehen. Wir haben bis heute nicht über diese Ängste gesprochen. Jeder hat seine eigene Coping-Strategie gefunden. Ich habe mir bis heute nicht die Frage beantworten können, ob das Aussprechen und Benennen von Ängsten zum damaligen Zeitpunkt hilfreich oder kontraproduktiv gewesen wäre. Ich sehe aus heutiger Sicht dieses gemeinsame “von der Heilung überzeugt sein” für unsere Familie als gelungene Abwehrstrategie an.

Welche Ängste waren für Dich von besonderer Bedeutung?

Meine größte Angst war es, nicht für mein Kind da sein zu können und meinen Liebsten Schmerz zu bereiten. Und ich hatte Angst vor dem Unbekannten: den Behandlungen und vor Schmerz und Verfall.

Du hattest in Deiner Behandlungszeit viel Kontakt mit ÄrztINNen, Pflegekräften und TherapeutINNen. Die Psychoonkologie schließt diesen Personenkreis ganz bewusst in ihren Aufgabenkreis ein. Wie hast Du den Kontakt erlebt?

Meine Behandlung im Brustzentrum der Charite war optimal: Therapie und Kommunikation haben alle auf das Konto Heilung eingezahlt. Empathische, professionelle und zugewandte Betreuung durch alle Beteiligten haben mir sehr viel Kraft gegeben. Meine Ärztin war realistisch und offen. Alle Prozesse wurden mir erläutert und ich hatte großes Vertrauen in sie. Ich war immer der Mensch, nicht die Diagnose – meine Bedürfnisse und Fragen wurden ernst genommen. Vor allem habe ich mich immer auf Augenhöhe einbezogen gefühlt. Das war aber auch ein Ergebnis meines eigenen Umgangs mit allen medizinischen Betreuern. Ich habe immer im Rahmen meiner Möglichkeiten Selbstverantwortung gezeigt und meine Bedürfnisse formuliert.
Eine verständliche und gute Aufklärung über alle Behandlungen erhöhen die Compliance der Patienten. Nebenwirkungen werden so besser akzeptiert.
Aber ich habe auch im eigenen Umfeld andere Fälle erlebt: Ärzte, die ihre eigene Unsicherheit oder fehlende Empathie hinter Arroganz, Kälte, Fachchinesisch und Distanz versteckt haben. Kommunikation, die durch ihren Nocebo-Effekt kontraproduktiv für jede Therapie ist.

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

(Ansichten 38, 1 Ansichten heute)
23 Jun

Psychoonkologie – Blogprojekt & Podcast – 1. Was ist Psychoonkologie?

 

Mit meiner Kollegin Franziska Sebode von wieder-leben.info habe ich ein Videoprojekt begonnen zum Thema Psychoonkologie. Sie ist selbst Betroffene und schreibt in ihrem blog Lass-uns-reden u.a. über Krebs, Angst, Trauer und vieles mehr.

In mehreren Beiträgen werden wir verschiedene Aspekte rund um das Thema Psychoonkologie betrachten. Wir freuen uns über Zuschauerfragen und werden gerne darauf eingehen/reagieren.

Mir ist die Psychoonkologische Begleitung eine Herzensangelegenheit, die in Deutschland noch viel mehr Raum bekommen sollte.

 

Im ersten Block gehe auf die Bedeutung von Psychoonkologie -im doppelten Sinne- ein: die wörtliche und die für das Gesundheitssystem.

 

 

Psychoonkologie – setzt sich aus den Bereichen/Worten der Psycho(therapie) und der Onkologie, die sich interdisziplinär mit der Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von malignen (bösartigen) Tumorerkrankungen (Krebs) befasst, zusammen.

 

Die Gesamtheit der Krebserkrankungen stellt aktuell (nach den Herz-Kreislaufkrankheiten) den zweiten Platz bei den Todesursachen in Deutschland dar. Zu den häufigsten Krebsarten zählen dabei Brust-, Prostata-, Lungen- und Darmkrebs.

2014 wurde bei 476.216 Menschen (227.001 Frauen, 249.215 Männer) in Deutschland eine Krebsdiagnose gestellt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt für das Jahr 2020 einen Anstieg auf ca. 520.000 Neuerkrankung pro Jahr.

 

 

 

Neben der onkologischen Behandlung der PatientINNen kommt insbesondere der Psychoonkologie (auch Psychosoziale Onkologie) eine besondere Bedeutung zu. Die Psychoonkologie befasst sich “mit dem Erleben und Verhalten sowie den sozialen Ressourcen von Krebspatienten im Zusammenhang mit ihrer Krebserkrankung, deren Behandlung sowie damit verbundenen Problemlagen… Aufgabe der Psychoonkologie ist es, die Bedeutung psychologischer und sozialer Faktoren für die Entstehung, Früherkennung, Diagnostik, Behandlung, Rehabilitation, Nachsorge sowie den gesamten Verlauf einer Tumorerkrankung und deren Wechselwirkungen wissenschaftlich zu untersuchen und die gewonnenen Erkenntnisse in der Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Behandlung, Rehabilitation, ambulanten Versorgung und Palliativbetreuung von Patienten nutzbar zu machen und in konkrete Unterstützungs- und Behandlungsangebote umzusetzen. Dabei schließt die Psychoonkologie nicht nur die direkt von der Krankheit betroffenen Personen, sondern auch die Angehörigen und das soziale Umfeld mit ein. Darüber hinaus sind auch die Behandler (Ärzte, Psychotherapeuten, Pflegende (Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen) und alle in der Onkologie tätigen Berufsgruppen) wichtige Zielgruppen psychoonkologischer Unterstützung hinsichtlich der Bereitstellung von Fort- und Weiterbildungs- sowie Supervisionsangeboten… Die Psychoonkologie ist ein Arbeitsgebiet innerhalb der Onkologie, in das Inhalte aus den Fachbereichen Medizin, Psychologie, Soziologie, praktische Philosophie und Ethik, Theologie sowie Pädagogik mit einfließen. Die Psychoonkologie zeichnet sich durch eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen aus. So arbeiten in der psychoonkologischen Versorgung der Patienten Ärzte unterschiedlicher Fachgebiete, Psychologische Psychotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter, Pädagogen, Vertreter der Künstlerischen Therapien, Pflegende, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Seelsorger der verschiedenen Religionsgemeinschaften zusammen.”

 

Eine psychoonkologische Betreuung soll Unterstützung geben bei psychischen und sozialen Problemen sowie sonstigen Problemen im Kontext einer Krebserkrankung und deren Behandlung. Dabei kann es im ersten Schritt (nach der Diagnose) darum gehen, Unterstützung bei der Verarbeitung der Krebsdiagnose zu geben. “Zentrale Aufgaben der psychoonkologischen Versorgung sind patientenorientierte und bedarfsgerechte Information, psychosoziale Beratung, psychoonkologische Diagnostik und psychoonkologische Behandlung zur Unterstützung der Krankheitsverarbeitung sowie Verbesserung / gezielte Behandlung psychischer, sozialer sowie funktionaler Folgeprobleme.”

Im weiteren kommen Aspekte wie die Verbesserung der psychischen Befindlichkeit sowie bei Begleit- und Folgeprobleme der medizinischen Diagnostik oder Therapie, die Erhöhung von Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen z.B. durch das Stärken von sozialen Ressourcen.

Neben der körperlichen Belastung durch die Erkrankung und deren Behandlung, die teilweise einen massiven Eingriff bedeutet, erleben KrebspatientINNen weitere psychosoziale Belastungen wie psychische, soziale oder spirituelle/religiöse Probleme. Betroffene erleben ebenso negativen Stress (

Distress), verschiedene Ängste (u.a. Progredienz- und Rezidivangst [fortschreitende Erkrankung bzw. erneutes Auftreten nach der Therapie]) und depressive Symptome.

 

Zur psychoonkologische Therapie/Begleitung gehören

  • ● psychosoziale Beratung (für Krebspatienten und Angehörige)
  • ● Psychoedukation (für Krebspatienten und Angehörige)
  • ● Psychotherapie
  • ● Stressbewältigungstraining
  • ● Entspannungsverfahren
  • ● künstlerische Therapien (Kunsttherapie, Tanztherapie, Musiktherapie u.a.)

 

 

Für mich (sz) bedeutet Psychoonkologie neben der Psychoedukation, für KrebspatientINNen und deren Angehörige da zu sein, wertfrei zuhören, Halt zu geben, sie im Leben zu begleiten, mit ihnen Situationen der Normalität zu schaffen, Ängste und Stress zu reduzieren und ihre Lebensqualität zu erhöhen. „Hoffnung gibt es bis zum Schluss.“

 

Das Netz der psychoonkologischen Betreuung sollte m.E. deutlich engmaschiger gespannt werden. Selbst unter den psychotherapeutisch Arbeitenden gibt es in meiner Wahrnehmung noch Vorbehalte. Dabei ist Psychoonkologie in vielen Fällen keine Sterbebegleitung, sondern eine Lebensbegleitung. Eine Krebsdiagnose ist heute bei vielen Krebsformen kein “Todesurteil” mehr. Die Behandlungsmöglichkeiten und -erfolge werden ständig verbessert.

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Onkologie

Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatienten, Kurzversion 1.1, 2014, AWMF-Registernummer: 032/051OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/psychoonkologie/, Stand Januar 2014, (Originaltexte)

 https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/krebs.html

 https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Krebsregisterdaten/krebs_node.html

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/30563/umfrage/jaehrliche-krebserkrankungen-und-todesfaelle-in-deutschland/

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

(Ansichten 47, 1 Ansichten heute)
16 Mrz

Workshop “Kommunikation in schwierigen Situationen” in der TU Berlin

TU Berlin Kommunikation in schwierigen Situationen März 2020

 

Vom 11.03. bis 12.03.2020 fand mein Workshop “Kommunikation in schwierigen Situationen” in der Technischen Universität Berlin statt. Nach einer Einführung in verschiedene Aspekte von Kommunikationstheorien erprobten die Teilnehmer_innen das Erlernte in Kleingruppen.

 

Mein Workshop "Motivation mein Motor" in der Technischen Universität Berlin

 

Mit Erlaubnis einer Teilnehmerin veröffentliche ich hier ihr Feedback, über das ich mich sehr gefreut habe:

Ich persönlich fand den Theorieteil interessant und informativ, … ich denke du hast da ja auch ein Gespür dafür, wer was mag oder nicht und weißt das sehr wohl zu dosieren, hierfür noch ein Dankeschön … Deine Erzählungen waren sehr anschaulich, lustig und ich habe gerne zugehört … … ich werde mir dein Handout in Ruhe ansehen…

 

 

 

 

Der Workshop behandelte u.a. die Themen:

  • Was ist Kommunikation?
  • Die 5 Axiome von Paul Watzlawick
  • Was sind schwierige Situationen?
  • Gewaltfreie Kommunikation (Marshall B. Rosenberg)
  • Beobachten/Wahrnehmen vs. Bewerten
  • Werte und Bewertungen
  • Männliche und weibliche Kommunikation
  • Kommunikationstypen
  • Sprachebenen (Friedemann Schulz von Thun)
  • Metamodell der Sprache (NLP)
  • Aktives Zuhören (Beschwerdesituation)
  • Was macht schwierige Situationen “schwierig”?
  • Blickwinkel, Trigger, Reizworte
  • emotionale Verletzung, Missverständnisse
  • verbales Aikido – manipulative Techniken und ihre Abwehr

 

Die Seminarteilnehmer_innen konnten dadurch

  • Grundlagen der Kommunikation (Theorien, Modelle) erarbeiten
  • Verhalten in schwierigen Situationen lernen
  • die Grundidee Gewaltfreier Kommunikation kennenlernen
  • schwierige Situation erkennen
  • eine souveräne Kommunikation erlernen
  • lernen, manipulative Rhetorik zu erkennen und abzuwehren

 

Vielen Dank an Sabine Patschorke für die freundliche Unterstützung.

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

 

 

 

 

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12 Jul

Mein erster Beitrag auf Trauer-Radio.de

Mein erster Beitrag auf Trauer-Radio.de, Trauer und Ängste, SinnSationsGeschichten, Der Traum vom Sterben

 

Ich freue mich sehr: Mein erster (Hör)Beitrag auf Trauer-Radio.de ist nun fertig und online. Unter “SinnSationsGeschichten” sollen noch einige Beiträge folgen. Der erste Beitrag behandelt das Thema “Ängste und Trauer” und beinhaltet meine therapeutische Geschichte “Der Traum vom Sterben”.

Trauerradio unterstützt Trauernde in ihrer schweren Zeit, zeigt Erfahrungen und Wege, mit Trauer umzugehen und stellt Ansprechpartner_innen vor, die in den Themenbereich Krisen und Trauer arbeiten und/oder hilfreiche Bücher geschrieben haben. Neben den festen ModeratorINNen gibt es auch Gastbeiträge.

Eva Terhorst (u.a. Heilpraktiker für Psychotherapie, Trauerbegleiterin und Autorin), die ich sehr schätze, bietet diese wunderbare Plattform für Menschen in den verschiedenen Trauerphasen an. Ich habe Eva kurz nach meiner Selbständigkeit kennen und schätzen gelernt. In ihre Arbeit und ihre Bücher (wie z.B. “Das erste Trauerjahr – Was kommt, was hilft, worauf Sie setzen können”) bringt sie ihre eigenen Lebenserfahrungen ein, was sie so lebensnah und erfolgreich macht.

Auf https://laut.fm/trauer-radio1 wird (soweit ich erfahren habe) aktuell montags 8 Uhr, dienstags 10 Uhr, mittwochs 17 Uhr, donnerstags 11 Uhr, freitags 13 Uhr, samstags  20 Uhr und sonntags 16 Uhr mein Beitrag -durch Musik begleitet- ausgestrahlt.

 

 

 

 

 

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2019)

 

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25 Feb

Gesundheitsmesse Zehlendorf 24.02.18

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

 

Zum ersten Mal waren meine Kollegin Sylvia Porstein und ich mit einem Stand auf der Gesundheitsmesse Zehlendorf im Bürgersaal vertreten. Die Messe war über den ganzen Tag (10:00-17:00) gut besucht und wir konnten einige gute Kontakte knüpfen.

Wir haben uns jeweils mit der Spende eines Gutscheins an der großen Verlosung zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuz Kreisverbands Berlin Steglitz-Zehlendorf e.V. für das Projekt “Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ” beteiligt.

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018 © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018 © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

 

 

 

 

 

Die Bezirksstadträtin für Jugend, Gesundheit und Integration für Steglitz-Zehlendorf, Carolina Böhm, erwähnte in ihren Grußworten zur Eröffnung, dass dieser Stadtbezirk einer der gesündesten von Berlin ist.

Ich war erstmalig dabei und habe mich als Heilpraktiker für Psychotherapie (Hypnose, Ängste/Phobien, Stress, Zwischenmenschliches), für Teamcoaching (insb. Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungen) und als Autor der Herzgeschichten vorgestellt.

Neben vielen Dienstleistungen, die vorgestellt wurden, konnten die Messebesucher Vorträgen lauschen oder vielfältige Angebote ausprobieren oder verkosten.

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

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20 Feb

Trau dich – Mach mal was „Verrücktes“! (Thema des Monats)

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

Aufgrund meiner Begegnung mit Sabine Asgodom Mitte Februar habe ich mein Thema des Monats kurzfristig neu geplant.

 

Viele Menschen -und das schliesst mich ein- mögen das Vertraute. Sich in vertrauter Umgebung zu bewegen, Dinge zu tun, die man schon kennt, sich in der Sicherheitszone zu befinden, empfinden wir als sicher. Hier fühlen wir uns wohl. Ein gewisses Maß an Sicherheit gehört für die meisten Menschen zu den Grundbedürfnissen (Maslow).

 

Allerdings passiert in der Sicherheits-/Wohlfühl-/Komfortzone auch nicht so viel. Es braucht Mut und vielleicht Fantasie und Neugier und manchmal ein bisschen Verrücktsein, um aus der Komfortzone auszubrechen. Mit „etwas riskieren“ meine ich nicht unbedingt, sein Leben oder auch die Gesundheit einer Gefahr auszusetzen. Mal etwas zu wagen, etwas zu tun, von dem man kaum glaubt, dass es möglich ist kann so viele Gesichter haben:

 

  • Probier mal eine Sorte Eis, die Du noch nie probiert hast.
  • Geh zum Bahnhof und fahr mit dem nächsten (erreichbaren) Zug.
  • Besuch einen Workshop/VHS-Kurs/Seminar o.ä.,
    zu dem du dich noch nie getraut hast.
  • Lächle auf der Straße einfach mal eine Frau/einen Mann an, die/die dir gefällt.
  • Bewirb dich dort, wo du „sowieso nicht angenommen“ wirst.
  • Mach, was du „schon immer, aber später mal“ machen wolltest.

 

Etwas außergewöhnliches zu machen, bietet die Chance, Außergewöhnliches zu erreichen, Neues zu erfahren und Glücksmomente zu sammeln.

 

Ich habe vor einiger Zeit in Facebook einen Vorschlag für eine Freundschaftsanfrage erhalten. Diese Frau hat(te) einen absolut faszinierenden Blick und … gemeinsame Freunde mit mir. Ich kannte sie nicht und bin einige Male den Vorschlag übergangen. Warum sollte sich diese Frau auch mit mir vernetzen wollen? Wir kannten uns nicht und … das wäre bestimmt ziemlich dreist von mir.

 

Eines Tages wollte ich es dann aber wissen und habe sie angeklickt und sie hat den Kontakt bestätigt. Mehr noch – wir hatten sofort einen Draht zueinander. Daraus entstand neben einer vertrauten Freundschaft auch eine Zusammenarbeit und so viel mehr. Ich bin sehr froh, sie kennen zu dürfen.

 

Auch andere Freunde habe ich durch solche „Zufälle“ kennengelernt. Natürlich kann auch mal etwas anders laufen, als erhofft oder nicht klappen. Doch was bereuen wir rückblickend eher/mehr … die Dinge, die nicht so passierten, wie gedacht („Fehler“) oder die Dinge, die wir nie probiert haben? In meinem Fall war letzteres der Beginn eines neuen Weges. So habe ich nach zwanzig Jahren als Banker den Spring in die Selbständigkeit gemacht und widme mich Menschen. Andere zu motivieren, von sich selbst zu begeistern und sie beim Wachsen zu unterstützen, entspricht meinem tiefsten Inneren und erfüllt mich.

 

Wie wäre es, häufiger mal etwas „Verrücktes“ zu probieren? Ganz gleich, ob daraus ein Glücksmoment, eine Anekdote oder eine Erfahrung wird … #LebeDeinLeben

 

 

Über Feedback, Meinungaustausch, Ideen und Anregungen würde ich mich sehr freuen!

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2018)

 

 

 

 

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20 Feb

Hast du heute schon etwas Verrücktes gemacht?

Ich bin grundsätzlich ein planender, vorausschauender und eher konventioneller Mensch. Manchmal habe ich jedoch spontane, „verrückte“ Ideen und manche davon setze ich dann einfach mal um, um zu schauen, was passiert. Auch wenn es mir unwahrscheinlich und ein bisschen „größenwahnsinnig“ vorkommt.

 

Am vergangenen Freitag habe ich in Facebook gesehen, dass Sabine Asgodom nach Berlin kommt und in der Urania einen ihrer Vorträge hält. (Falls sie jemand nicht kennen sollte, sie ist u.a. im Bereich Managementtraining/Coaching, als Vortragsrednerin und Autorin eine der bekannten Größen.) Sie schrieb kurz über die Erlebnisse bei der Bahn-Anreise. Ich kommentierte zunächst nur, indem ich ihr eine gute Reise wünschte und sie in Berlin willkommen hieß.

 

Dann packte mich eine meiner „verrückten“ Ideen. Wenn sie doch (genau wie ich) in Berlin ist, könnte ich sie doch treffen und ihr mein Buch überreichen. Obwohl ich daran dachte, dass die Chance nicht sehr groß sein würde, dass sie sich vor einem Vortrag noch die Zeit für ein (wenn auch kurzes) Treffen nehmen würde bzw. könnte, schrieb ich ihr. Ich schrieb, dass mein erstes Buch mit meinen Kurzgeschichten noch frisch auf dem Markt ist und fragte, ob sie sich vorstellen könnte, mich kurz zu treffen, damit ich ihr eines schenken könnte. (Ein Feedback von ihr würde mir viel bedeuten.)

 

Zu meinem Erstaunen und meiner großen Freude, sagte sie zu und wollte mich am Abend -vor ihrem Vortrag- treffen. Ich hätte mir den Vortrag „Identität statt Image – Erfolg durch Selbst-PR“ gern angehört, aber eine kranke Freundin, für die ich Medikamente gekauft und deren Hündin, der ich eine Gassirunde versprochen hatte, wären wohl nicht begeistert gewesen.

 

Vor Jahren hatte ich mal ein Interview mit Sabine Asgodom gesehen, wo sie über ihre Anfangszeit und die ersten Fernsehauftritte berichtete. Es ging um Präsenz, ein neu gekauftes Kleid, zu kleine Sessel und was das alles mit einem machen kann. Auch wenn es sicher eine Anekdote aus ihrem Leben war, empfand ich es als Motivation und Beruhigung gleichermaßen.

 

Ich bin nun seit 2 Jahren selbständig und es gibt noch Potenzial nach oben. Für das, was ich schon geschafft habe, bin ich sehr dankbar – selbst für die ‘Fehler’, die mir unterlaufen sind und aus denen ich viel gelernt habe. Diese kleine Anekdote erinnert mich immer wieder daran, dass nicht alles von Anfang an perfekt läuft und es dennoch erfolgreich werden kann.

 

Sehr gespannt wartete ich also vorm Humboldtsaal und sprach sogar eine Urania-Mitarbeiterin an, damit ich sie nicht verpasste und nicht zu kurzfristig (vor dem Vortrag) stören würde. Und dann kam sie die Treppe herauf und ich lächelte sie an, als ich sie erkannte. „Herr Zöhl“, begrüßte sie mich sehr freundlich, „dass Sie extra hier hergekommen sind.“ Ich grinste in mich hinein: „dass ICH mir die Zeit nehme?“ Ich war beglückt, dass SIE es tat. Nach einem kurzen Austausch musste sie dann zum Technik-Check. Etwas, was ich selbst gut kenne und toll fand, dass sie es genauso handhabte. Aber Zeit für ein gemeinsames Foto (ich hatte überlegt und mich dann getraut, danach zu fragen) war dann doch noch.

 

Es war eine besondere Begegnung mit einer sehr sympathischen, freundlichen und charmanten Frau, die ich nicht vergessen werde.

 

mit Sabine Asgodom © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

 

Vielleicht sollte ich häufiger mal etwas „Verrücktes“ machen ;o)


 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

 

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14 Okt

Workshops MSB Gesundheitstage Berlin

 

Am 13. Oktober 2017 fanden im Rahmen der MSB Gesundheitstage  zwei meiner Workshops zur GfK – Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg und zu Prüfungs- und Redeängsten in der wunderschönen Villa der MSB Medical School Berlin Hochschule für Gesundheit und Medizin in der Calandrellistraße statt.

 

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

14:00 – 15:00 Gewaltfreie Kommunikation

Von Wölfen und Giraffen – die Sprachmodelle und Ansichten der beiden Modellvertreter kennzeichnen jeweils eine Grundhaltung bzw. eine Kommunikationsweise. Gewaltfreie Kommunikation (Giraffensprache) ist für viele mehr eine Lebenseinstellung und grundsätzliche Haltung zur sozialen Interaktion als eine Kommunikationstechnik. Es geht wesentlich um die menschliche Verbindung, Empathie und das Erkennen und Akzeptieren eigener und fremder Bedürfnisse – ohne diese zu bewerten.

Teilnehmer des Workshops konnten einen ersten Eindruck gewinnen, wie die Gewaltfreie Kommunikation eine konfliktträchtige Kommunikation beeinflusst und was sie bewirken kann.

Inhalte des Workshops :

  • Grundideen der GfK von Marshall B. Rosenberg
  • Die 4 Komponenten / Der Prozess
  • Beobachtung(en)
  • Gefühl(e)
  • Bedürfnis(se)
  • Bitte(n)
  • Killerphrasen
  • Rat-Schläge
  • Was Kommunikation erschwert

 

15:30 – 16:30 Prüfungsangst / Redeangst

Wer kennt das nicht – plötzlich soll man etwas sagen oder vor anderen reden, vielleicht sogar einen Vortrag halten. Und dann ist es plötzlich da – dieses komische Gefühl, die Unsicherheit, Lampenfieber bis trockener Mund und Zittern. In gewissem Maße ist Anspannung und Angst konzentrationsfördernd und hilfreich. Ab einem Punkt kehrt sich dieser Effekt jedoch um. Doch dagegen kann man etwas tun.

Workshopteilnehmer sollen ein erstes Verständnis bekommen, was Angst (emotional, mental, körperlich) ist und wie sie sich äußert.

Inhalte des Workshops :

  • Was ist Angst? (Angst, Furcht, Phobie, Panik)
  • Wie äußert sich Angst? (Dimensionen der Angst, Reaktionsmuster,
    Faktoren und Auslöser von Angst)
  • Prüfungsangst
  • Redeangst
  • Ängste erkennen und verstehen
  • Gegenmittel
  • Übung für den Akutfall

 

Über das rege Interesse, den Austausch während und nach den Workshops und die sehr angenehme Atmosphäre habe ich mich sehr gefreut.

Vielen Dank an Alice Sader und Tabea Fischer für die Vorbereitung und Unterstützung während der Veranstaltung.

 

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

 

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