24 Apr

“Veränderung im Leben” und “Die kleine Biene”

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

Kürzlich fragte mich die Freie Waldorfschule Wahlwies an, ob eine meiner Geschichten in der Schulzeitung “Das Aktuell” veröffentlicht werden dürfte:

“…In diesen Zeiten ohne Schüler möchten wir einen Beitrag für Kinder machen und wollten fragen, ob wir Ihre Geschichte “Die kleine Biene” für die Kinder/Schüler zum Selberlesen oder Vorlesen in der Schulgemeinschaft veröffentlichen dürfen…

Gern habe ich dem Wunsch entsprochen. Ich finde es wichtig, Schüler_innen auf ihrem Weg zu unterstützen und biete daher auch gern Lesungen in Schulen an.

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

Das Ratgeber und Onlinemagazin ratgeber-lifestyle.de bat mich kürzlich einen Fachartikel zum Thema (intrinsische) Motivation zu schreiben. Dieser wurde nun veröffentlicht, was mich sehr freut und ein wenig mit Stolz erfüllt.

Der vollständige Artikel ist unter https://www.ratgeber-lifestyle.de/beitraege/persoenlichkeitsentwicklung/gedanken-zu-intrinsischer-motivation.html zu finden.

Die eigene Motivation ist eine wichtige Grundlage für Veränderungen bei KlientINNen in Coaching oder Therapie. Daher ist die motivationale Klärung (nach Grawe) ein wesentlicher Bestandteil in der Anfangsphase und bedeutsamer Faktor in der Umsetzung von Veränderungsprozessen (z.B. Disziplin, Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit).

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

 

 

 

(Ansichten 27, 1 Ansichten heute)
16 Mrz

Workshop “Kommunikation in schwierigen Situationen” in der TU Berlin

TU Berlin Kommunikation in schwierigen Situationen März 2020

 

Vom 11.03. bis 12.03.2020 fand mein Workshop “Kommunikation in schwierigen Situationen” in der Technischen Universität Berlin statt. Nach einer Einführung in verschiedene Aspekte von Kommunikationstheorien erprobten die Teilnehmer_innen das Erlernte in Kleingruppen.

 

Mein Workshop "Motivation mein Motor" in der Technischen Universität Berlin

 

Mit Erlaubnis einer Teilnehmerin veröffentliche ich hier ihr Feedback, über das ich mich sehr gefreut habe:

Ich persönlich fand den Theorieteil interessant und informativ, … ich denke du hast da ja auch ein Gespür dafür, wer was mag oder nicht und weißt das sehr wohl zu dosieren, hierfür noch ein Dankeschön … Deine Erzählungen waren sehr anschaulich, lustig und ich habe gerne zugehört … … ich werde mir dein Handout in Ruhe ansehen…

 

 

 

 

Der Workshop behandelte u.a. die Themen:

  • Was ist Kommunikation?
  • Die 5 Axiome von Paul Watzlawick
  • Was sind schwierige Situationen?
  • Gewaltfreie Kommunikation (Marshall B. Rosenberg)
  • Beobachten/Wahrnehmen vs. Bewerten
  • Werte und Bewertungen
  • Männliche und weibliche Kommunikation
  • Kommunikationstypen
  • Sprachebenen (Friedemann Schulz von Thun)
  • Metamodell der Sprache (NLP)
  • Aktives Zuhören (Beschwerdesituation)
  • Was macht schwierige Situationen “schwierig”?
  • Blickwinkel, Trigger, Reizworte
  • emotionale Verletzung, Missverständnisse
  • verbales Aikido – manipulative Techniken und ihre Abwehr

 

Die Seminarteilnehmer_innen konnten dadurch

  • Grundlagen der Kommunikation (Theorien, Modelle) erarbeiten
  • Verhalten in schwierigen Situationen lernen
  • die Grundidee Gewaltfreier Kommunikation kennenlernen
  • schwierige Situation erkennen
  • eine souveräne Kommunikation erlernen
  • lernen, manipulative Rhetorik zu erkennen und abzuwehren

 

Vielen Dank an Sabine Patschorke für die freundliche Unterstützung.

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2020)

 

 

 

 

(Ansichten 42, 1 Ansichten heute)
07 Okt

Türöffner-Tag 2019 – Die Sendung mit der Maus

Maus Türöffner-Tag 2019

 

 

Die Sendung mit der Maus – Türöffner-Tag 2019

 

Der 3.10.2019 und damit der Maus-Türöffner-Tag rückte immer näher, die Spannung stieg und die letzten Vorbereitungen für unsere kleinen und großen Gäste liefen an. Meine Kollegin Marianne Gorski und ich beteiligten uns in diesem Jahr, um Kindern unsere Arbeit mit Erwachsenen zu erklären. Trotz des nasskalten Wetters haben es die meisten geschafft und sind zu uns gekommen.

In Rollenspielen und mit einer kurzen Fantasiereise durften unsere kleinen Gäste in Begleitung ihrer Eltern in unsere Arbeitswelt als Coach und Heilpraktiker/in für Psychotherapie hineinschnuppern. Zur Stärkung gab es warmen Tee und selbstgebackenen Kuchen. Und die Maus-Luftballons standen hoch im Kurs.

Unsere kleinen wie großen Gäste waren begeistert von den Rollenspielen wie von der Entspannungsübung und dem anschließenden Malen des Bildes. In den Pausen hab ich ein paar kindgerechte Kurzgeschichten aus “Herzgeschichten für kleine Glücksmomente” vorgelesen.

Marianne und ich haben uns über das tolle Feedback der Kinder und ihrer Eltern sehr gefreut. Wir hatten viel Spaß und möchten uns bei allen Kindern, Eltern und unseren fleißigen HelferINNEn … und natürlich der Maus ganz herzlich bedanken.

 

 

Hier ein paar Eindrücke von diesem wunderbaren Tag, die wir gern teilen möchten:

Mit freundlicher Erlaubnis der Kinder und der Erziehungsberechtigten.

 

Ich bekenne, selbst ein Maus-Fan zu sein. Schade, dass es den Maus-Türöffner-Tag nicht schon zu meiner Kindheit gab. 😉

 

 

 

 

 #Berlin,  #Die Sendung mit der Maus,   #MausFans,  #MausTag,  #Sachgeschichtenliveerleben,  #TürenAuf,  #Türöffner-Tag

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2019)

 

 

 

(Ansichten 76, 1 Ansichten heute)
27 Sep

Lesung und Austausch zum Thema Mobbing an der Berlin British School

Berlin British School

 

Meine Zusammenarbeit mit der Berlin British School durfte ich diesmal in einer neuen Form fortführen. Für Schüler der 10./11. Klasse (deutsche Klassenstufe 9/10) habe ich am Donnerstag, 19.09.2019 meine Geschichte “Mein Brief an Dich” gelesen, in der es um Mobbing in der Schulzeit geht. Im Anschluss fand ein themenbezogener Dialog mit den SchülerINNEn statt. Vom Interesse und der Offenheit, Fragen zu stellen seitens der SchülerINNEN war ich beeindruckt.

Der stellvertretende Schulleiter Dominic Coutts (Deputy Head of Senior School with responsibility of pastoral care) und das gesamt Lehrerkollegium engagieren sich, “um sicherzustellen, dass Mobbing kein Bestandteil der Schulgemeinschaft an der Berlin British School wird.”

Dieser Austausch mit SchülerINNEn war mir eine Herzensangelegenheit, da es in Deutschland leider tagtäglich zu Mobbing kommt – nicht nur an Schulen. Ein sehr tragischer Fall kam Anfang des Jahres in Berlin in die Medien. Eine elfjährige Schülerin starb an den Folgen einer Selbstverletzung – unter dem Verdacht des Mobbings.[1] Auch wenn nicht immer geklärt werden kann, was letztlicht dazu führte, ist jeder Suizid -insbesondere in einem so jungen Alter- einer zu viel. Wenn Menschen so verzweifelt sind, dass sie keinen anderen Ausweg mehr erkennen, sollten sie Hilfe erhalten und geschützt werden.

 

 

 

Ein paar ergänzende Fakten:

Knapp 10% (9,7% Mädchen, 9,1% Jungen) der Kinder und Jugendlichen in Deutschland waren oder sind schon Opfer von Mobbing geworden.[2]

Eine Wiederholungsstudie [3] (Erwachsene) des Bündnisses gegen Cybermobbing stellt u.a. fest:

  • Fast 40% der Mobbingattacken dauern länger als ein Jahr.
  • In Deutschland sind 30,1% der Befragten (über 18 Jahren in Deutschland) -als Zahl 20,8 Mio.- schon einmal Opfer von Mobbingattacken gewesen.
  • Frauen, jüngere Menschen und ältere Arbeitnehmer sind besonders häufig von Mobbing und Cybermobbing betroffen.
  • 80% der Täter waren zuvor schon Opfer von Mobbing oder Cybermobbing.
  • Das höchste Mobbingrisiko haben Schüler, Auszubildende bzw. Lehrlinge und Personen, die in sozialen Berufen beschäftigt sind.
  • häufigste Folgen von Mobbing- und Cybermobbingattacken: Depressionen, Persönlichkeitsveränderungen und Probleme mit dem Selbstvertrauen sowie körperliche Beschwerden (insbesondere Magen-Darm-Beschwerden und körperliche Schmerzen)
  • Ca.12% der Betroffenen (etwa 2,5 Mio. Personen in Deutschland) stuft sich selbst als suizidgefährdet ein.
  • Durch Mobbing entsteht der deutschen Wirtschaft durch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ein direkter Schaden von knapp 5 Mrd. Euro.

 

Vielen Dank an Dominic Coutts (Stv. Schulleiter der Senior School) und Sabine Pause (Fachbereichsleiterin Fremdsprachen) für die Organisation und den freundlichen Empfang.

Ich freue mich auf das nächste Mal.

Gerne biete ich diese Veranstaltungen auch in anderen Schulen an.

 

This time I continued my cooperation with Berlin British School in a new way. For students of the Class 10/11 I read my story “My Letter To You” on Thursday, 19.09.2019, which deals with bullying in school. Afterwards a thematic dialogue took place with the students. I was impressed by the interest and the openness to ask questions from the students.
Dominic Coutts (Deputy Head of Pastoral) and the entire teaching staff are committed to “ensuring that bullying does not become part of the school community at the Berlin British School.”
This dialogue with the students was a matter close to my heart, because unfortunately there is daily bullying in Germany – not only at schools. A very tragic case in Berlin came in the media in the beginning of 2019. An eleven-year old student died as a result of self-harm, with bullying suspected as the cause.[1] We cannot always find the reason but every suicide -especially at such a young age- is so hard. When people are so desperate that they can not see any other way out, they should receive our help and be protected.

A few additional facts:
At about 10% (9.7% girls, 9.1% boys) of children and adolescents in Germany are or have already been victims of bullying.[2]

Many thanks to Dominic Coutts (Deputy Head of Senior School with responsibility of pastoral care) and Sabine Pause (Head of Foreign Languages) for the organization and the friendly welcome.

I look forward to the next time.

 

 

Quellen:

[1] https://www.tagesspiegel.de/berlin/suizid-in-berlin-was-ueber-den-tod-des-elfjaehrigen-maedchens-bekannt-ist/23943858.html

[2] Statista “Anteil der Kinder und Jugendlichen, die wiederholt Opfer von Mobbing geworden sind, in Deutschland nach Alter und Geschlecht im Jahr 2014” https://de.statista.com/statistik/daten/studie/218728/umfrage/mobbingopfer-unter-kinder-und-jugendliche-nach-alter-und-geschlecht/
(Ergebnisse einer repräsentativen Schülerbefragung im Rahmen der von der WHO gestützten HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) zum Thema Mobbing unter Schülern aus den Jahren 2013 und 2014)

[3] Wiederholungsstudie Bündniss gegen Cybermobbing e.V. (2014)
https://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de/fileadmin/pdf/studien/mobbingstudie_erwachsene_2018.pdf

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2019)

(Ansichten 82, 1 Ansichten heute)
05 Sep

Ein tolles Feedback zu meiner Geschichte “Das Aber-Männchen”

Ich bin gerade so erfreut und beseelt über eine Rückmeldung, die ich kürzlich erhielt.

Anfang des Jahres wurde ich vom Seraphischen Liebeswerk Solothurn SLS angefragt, ob einige meiner Geschichten in der selbst aufgelegten Zeitschrift „Antonius von Padua“ veröffentlicht werden dürfen. Die erste war “Das Aber-Männchen” und gerade aktuell „Die gestohlene Zeit“.

Dann bekam ich eine Rückmeldung von Schwester Klara zur ersten Geschichte:

“Inzwischen sind noch zwei „Echos“ auf die Erzählung „Das Aber-Männchen“ bei uns eingetroffen. In einem Brief schrieb jemand:

Die Geschichte im letzten Antoniusheft vom «Aber-Männchen» hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Sie ist wirklich zauberhaft und wundervoll! Vielen Dank für diesen wundervollen Beitrag.

In einem zweiten Brief berichtete eine Frau, dass ihr Enkel sich nach dem Lesen der Geschichte gleich hinsetzte, um das Aber-Männchen zu zeichnen.”

Das Foto der Zeichnung war im Anhang und sie war so freundlich, beim jungen Künstler Jamiro und seiner Familie die Erlaubnis zur Veröffentlichung einzuholen. Daher freue ich mich sehr das Bild zu zeigen:

 

Zeichnung Jamiro zu Das Aber-Männchen aus Herzgeschichten für kleine Glücksmomente

 

Und hier auch nochmal die Geschichte dazu:

 

Das Aber-Männchen
(Therapeutische Geschichte)
-gewidmet Sabine Gerbrand-

© Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017In einem Wald nahe einer Wiese und einem kleinen Bach leben die Waldlinge. Du musst wissen, dass Waldlinge etwa so aussehen wie Menschen, nur viel kleiner. Selbst wenn du mal in diesen Wald kommen solltest, wirst du sie wohl nicht entdecken, denn sie leben gut versteckt. Waldlinge leben von und mit dem, was der Wald ihnen bietet. Im Winter ziehen sie sich unter die Erde in ihre Baumkeller zurück.

In diesem Dorf der Waldlinge lebte einer, den alle nur das Aber-Männchen oder Aberich nannten. Vielleicht nicht immer und doch sehr häufig, hörte man ihn etwas sagen wie: „aber ich wollte doch nur …“ oder: „das ist gut, aber zu groß/klein/viel/ wenig für mich“ So wurde aus dem häufigen „aber ich …“ der Aberich.

Auch wenn die anderen Waldlinge zum Beispiel etwas Neues gefunden, hergestellt oder verschönert hatten, hörten sie etwas wie „Das sieht schön aus, aber zu … bunt oder zu dunkel oder zu hell für mich.“ oder „Ein schöne Idee, aber ich glaub das wird schwer … und wer soll das ganze bezahlen?“ oder „und wer braucht schon … ?“

Man könnte glauben „aber … zu“ oder „und wer …“ wären seine Lieblingsworte. Eigentlich war Aberich nur etwas unsicher und manchmal auch etwas neidisch auf das, was andere geschafft hatten. So versuchte er, damit besser klar zu kommen, dass er manche Dinge nicht hatte oder konnte. Wenn er sich die Dinge weniger schön redete, empfand er es leichter.

Die anderen Waldlinge fanden es natürlich schade, wenn er an ihren Sachen etwas bemängelte und immer etwas fand, was „zu“ klein, groß, schwer, leicht, hart, weich etc. war. Irgendwann zeigten ihm immer weniger Waldlinge die Dinge, die sie so gefunden, geerntet oder gebaut hatten, denn keiner wollte wieder hören, was dem Aberich nicht gefiel. Als Aberich das bemerkte, wurde er traurig. Es beschäftigte ihn sehr. Er dachte darüber nach und schlief dabei irgendwann ein.

Im Traum erlebte er viele dieser Begegnungen mit den anderen Waldlingen. Plötzlich fiel auch ihm auf, dass er sehr oft “… aber zu …“ oder „und wer …“ sagte. Eigentlich wäre es doch schöner, wenn er sich mit den anderen freuen könnte, anstatt sie zu beneiden. Er sah in seinem Traum, wie traurig manche der anderen Waldlinge wurden, wenn er meistens etwas auszusetzen hatte. Diese Worte „ABER ZU“ und „UND WER“ wurden immer größer und größer in seinem Traum, wie riesige Felsblöcke.

Plötzlich schwebten die Felsen über seinem Kopf und drohten ihn zu erschlagen. Aberich bekam ordentlich Angst und hob die Hände über seinen Kopf. Da begannen die Felsblöcke in kleinere Steine zu zerspringen.

Jeder Stein wurde zu einem der Buchstaben und die drehten sich vor ihm. A, B, E, R, Z, U wirbelten hin und her und dann sah er es: Die Steine passten zusammen … doch irgendwie anders. Er sortierte die ganzen Buchstaben neu und lächelte. Aus „ABER ZU“ wurde: „ZAUBER“ und aus „UND WER“ entstand: „WUNDER“.

Als Aberich am nächsten Morgen aufwachte, sah man ein strahlendes Lächeln in seinem Gesicht. Er sprang auf, machte sich fertig und ging durchs Dorf. Manchmal entdeckte er etwas Neues im Dorf und sagte „Das ist sehr schön …“ und die anderen Waldlinge fragten dann gleich “ … aber zu …?“ und er lächelte „und ZAUBERhaft“ oder „und WUNDERvoll“ entgegnete er.

Schnell sprach es sich im Dorf herum, dass etwas passiert war mit Aberich. Anfangs waren manche noch skeptisch, doch als sie merkten, dass er sich wirklich verändert hatte, freuten sie sich sehr. Und er freute sich, dass die anderen Waldlinge auch freundlicher zu ihm waren und gerne mit ihm sprachen. Sie zeigten ihm nun gerne ihre Sachen, die sie so gefunden hatten. Und immer mehr Waldlinge nannten ihn wieder bei seinem eigentlichen Namen: Caius.

 

Gefallen gefunden und neugierig geworden? Diese und viele weitere Geschichten für Groß und Klein gibt es in meinem Buch

 

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2017)

 

 

(Ansichten 118, 1 Ansichten heute)
08 Aug

Wie man einen Fluss bestraft (Therapeutische Geschichte)

Wie man einen Fluss betraft Weisheiten SinnSationsGeschichten in Herzgeschichten

 

“Wie man einen Fluss bestraft” heisst meine neueste Kurzgeschichte, die nun auf nur-positive-nachrichten.de veröffentlicht ist. Sie befasst sich mit dem Thema “Schuld” und wie wir sie so gern bei anderen suchen.

Manchmal könnte das Leben durch Akzeptanz und eigenverantwortliche Veränderung so viel leichter sein.

 

Wie man einen Fluss betraft Weisheiten SinnSationsGeschichten in Herzgeschichten

 

 

Hier gibt es die Hörversion:

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2019)

(Ansichten 100, 1 Ansichten heute)
31 Jul

Die Weisheiten der alten Eule 9 (Therapeutische Geschichte)

Die Weisheiten der alten Eule © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2018

Die Weisheiten der alten Eule
(Therapeutische Geschichten)

In einer sehr alten Eiche lebte eine auch ziemlich alte Eule. Mit der Zeit konnte sie schlechter hören und sehen, aber die Tiere des Waldes gingen gern zu ihr, wenn sie Sorgen und Probleme hatten. Im Gespräch mit der alten Eule fanden viele Tiere ihre Lösungen und verstanden, was das eigentliche Thema war. Von einigen dieser Begebenheiten will ich berichten.

 

Die Kuh Nicole

Vielleicht fragt ihr euch, warum eine Kuh im Wald lebt, denn normalerweise leben Kühe ja eher auf einer Wiese. Aber die Kuh Nicole lebte schon so lange im Wald, dass keiner mehr wusste, warum. Auch sie selbst konnte es nicht mehr sagen und fühlte sich doch manchmal nicht dazugehörig. Eines Tages kam die Kuh an der alten Eiche, in der alte, weise Eule lebte, vorbei und setzte sich darunter. „Muuuhuu“ seufzte sie leise vor sich hin. Die weise Eule hörte es eine Weile und flog dann hinab zur Kuh Nicole.

„Duhu siehst traurig aus.“, sagte die Eule, „Hast Du Kuhummer?“ Da kullerten ein paar Tränen aus Nicoles Augen. „Ich habe mein Lächeln verloren“, schluchzte sie, „und weiss manchmal nicht, ob ich hier her gehöre oder wie es weitergehen soll. Ich bin doch nur eine Kuh. In meinem Leben habe ich schon so einiges erlebt und wurde oft verletzt.“ Die Eule nickte. „Eine Kuh im Wald … das ist doch komisch. Was soll ich denn hier? Mich will doch niemand hier. Ich sollte weggehen … vielleicht für immer.“

„Ich weiss noch, wie Du als Kälbchen hier ankamst im Wald. Du hattest einige Wunden auf Deinem Weg hier her mitgenommen. Wir wussten anfangs nicht, ob Duhu es schaffen wirst.“, sagte die alte Eule plötzlich, „Aber Duhu warst stark. Duhu hast gehört, wie einige zweifelten und andere Tiere fragten, ob Duhu in den Wald gehörst. Duhu hast gekämpft. Duhu warst stark und hast gelächelt, wenn jemand Deine Wunden versorgte, auch wenn es manchmal schmerzte. Duhu wolltest den anderen nicht zeigen, wenn es Dir wehtat.“

Mit gesenktem Kopf schaute Nicole zur weisen Eule. „Das ist natürlich in Ordnung und doch nimmst Du den anderen die Möglichkeit, auf Deinen Schmerz zu reagieren.“, fuhr die Eule fort, „Auf Dauer hat Dich dann der versteckte Schmerz vielleicht Dein Lächeln vergessen lassen.“ Die Kuh Nicole schaute recht verzweifelt und fragte „… und was soll ich nun tun?“ „Wir werden Dein Lächeln suchen.“, sagte die weise Eule, „Lass uns in Deinem Haus anfangen.“

„Na gut“, druckste Nicole kleinlaut und spürte, dass es ihr gut tat, wenn jemand einfach da war und ihr zuhörte. Dann begann sie zu suchen – im Schrank, unter dem Bett, hinter dem Sessel, auf den Fensterbrettern. Doch nirgends war etwas zu finden, was sie ihr Lächeln wiederfinden ließ. Die Eule schaute auf die Bilder, die in Nicoles Haus an den Wänden hingen. „Wo ist das fotografiert worden?“, fragte sie immer mal wieder. Nicole erzählte zu jedem Bild eine kleine Geschichte, was sie auf den Bildern mit ihren Freunden jeweils unternommen hatte. „Duhu hast tolle Freunde und viel mit ihnen erlebt.“, sagte die alte Eule. „Naja, kann sein“, sagte Nicole kleinlaut. Mit jedem Bild und jeder damit verbundenen Erinnerung schien ihr Gesicht etwas weniger traurig. Dann zog die weise Eule ein Bild unter einer Ecke eines Teppichs hervor, was offenbar irgendwann vom Tisch gefallen war. Es war eine merkwürdige Kritzelei. „Was ist denn das?“, fragte die Eule.

 

Die Kuh Nicole Weisheiten der alten Eule 9 SinnSationsGeschichten in Herzgeschichten

 

Nicole schaut auf das Bild und ein paar Tränen rannen aus ihren Augen. Dann begann sie plötzlich unter Tränen zu lachen. „Das ist von Micki, der kleinen Tochter vom Biber – meinem Patenkind. Sie wollte mir unbedingt ein Bild malen, weil ich doch eine Heldin für sie bin.“ Plötzlich fielen Nicole wieder die vielen schönen Dinge in ihrem Leben ein. Sie hatte Freunde, glückliche Momente und sie konnte wieder lächeln und sogar LACHEN.

Da sie nur auf ihren Kummer geachtet hatte, hatte sie die anderen, schönen und glücklichen Momente vergessen. Seit dem hing ein weiteres Bild an Nicoles Wand und wann immer sie sich nicht so gut fühlte, schaute sie auf dieses Kritzelbild, erinnerte sich und konnte wieder lächeln.

 

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2019)

(Ansichten 147, 1 Ansichten heute)
17 Jul

Türöffner-Tag 2019 – Die Sendung mit der Maus

Maus Türöffner-Tag 2019

 

 

Die Sendung mit der Maus – Türöffner-Tag 2019

 

 

Am 3.10.2019 ist wieder der Maus-Türöffner-Tag. An diesem besonderen Tag dürfen Kinder Türen öffnen, die ihnen normalerweise nicht zugänglich sind. Meine Kollegin Marianne Gorski und ich beteiligen uns in diesem Jahr. Sie wird Kindern in Rollenspielen ihre Arbeit mit Erwachsenen verdeutlichen und zeigen, wie man z.B. mit Ärger und Streitigkeiten besser umgeht bzw. diese löst.

Ich werde den Kindern Geschichten vorlesen und mit ihnen eine Fantasiereise (geführte leichte Trance) unternehmen. Im Anschluss können sie das Erlebte malen.

Marianne und ich freuen uns schon sehr darauf, den Kindern einen Einblick in unsere Arbeit zu geben und mit ihnen einen spannenden Tag zu verbringen.

 

 

#Entspannung #MausTag #Türöffner #2018 #Hypnose #Hypnoseausbildung #Hypnoseseminar

 

 

Termine am Türöffnertag sind 10:00, 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr.
(Salzburger Str. 10A, 10825 Berlin, U Bayerischer Platz)

 

Zunächst gibt es eine kurze Vorstellung, bei der wir -kindgerecht- erklären, wie unsere Arbeit praktisch aussieht. Die Kinder können danach (abwechselnd) beide Übungen: “Wie man besser mit Streit umgeht” als Rollenspiel mit Marianne bzw. Fantasiereise zum Wunschort mit Steffen erleben.

 

Wir freuen uns, wenn Ihr pünktlich da seid, damit alle Kinder ausreichend Zeit haben.


Für die Kinder ist aus organisatorischen Gründen eine Anmeldung und Erlaubnis der Erziehungsberechtigten
(senden wir nach Anmeldung) erforderlich. Bitte die Uhrzeit bei der Anmeldung mit angeben!

 

Seid uns herzlich willkommen.

 

Mehr Informationen direkt auf:   http://www.maus-tueren-auf.de/
(Der direkte link zu unserem Beitrag ist hier.)

 

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2019)

 

 

 

(Ansichten 845, 1 Ansichten heute)
12 Jul

Mein erster Beitrag auf Trauer-Radio.de

Mein erster Beitrag auf Trauer-Radio.de, Trauer und Ängste, SinnSationsGeschichten, Der Traum vom Sterben

 

Ich freue mich sehr: Mein erster (Hör)Beitrag auf Trauer-Radio.de ist nun fertig und online. Unter “SinnSationsGeschichten” sollen noch einige Beiträge folgen. Der erste Beitrag behandelt das Thema “Ängste und Trauer” und beinhaltet meine therapeutische Geschichte “Der Traum vom Sterben”.

Trauerradio unterstützt Trauernde in ihrer schweren Zeit, zeigt Erfahrungen und Wege, mit Trauer umzugehen und stellt Ansprechpartner_innen vor, die in den Themenbereich Krisen und Trauer arbeiten und/oder hilfreiche Bücher geschrieben haben. Neben den festen ModeratorINNen gibt es auch Gastbeiträge.

Eva Terhorst (u.a. Heilpraktiker für Psychotherapie, Trauerbegleiterin und Autorin), die ich sehr schätze, bietet diese wunderbare Plattform für Menschen in den verschiedenen Trauerphasen an. Ich habe Eva kurz nach meiner Selbständigkeit kennen und schätzen gelernt. In ihre Arbeit und ihre Bücher (wie z.B. “Das erste Trauerjahr – Was kommt, was hilft, worauf Sie setzen können”) bringt sie ihre eigenen Lebenserfahrungen ein, was sie so lebensnah und erfolgreich macht.

Auf https://laut.fm/trauer-radio1 wird (soweit ich erfahren habe) aktuell montags 8 Uhr, dienstags 10 Uhr, mittwochs 17 Uhr, donnerstags 11 Uhr, freitags 13 Uhr, samstags  20 Uhr und sonntags 16 Uhr mein Beitrag -durch Musik begleitet- ausgestrahlt.

 

 

 

 

 

 

Herzgeschichten für kleine Glücksmomente ISBN 3865419402 SinnSationsGeschichten © Praxis Der Zuhörer - Steffen Zöhl, 2017

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2019)

 

(Ansichten 62, 1 Ansichten heute)
11 Mrz

Im Land der Unfreundlichen (Therapeutische Geschichte)

Du bist das Echo der Welt. Erkenntnis, Menschen

Im Land der Unfreundlichen
(Therapeutische Geschichte)

Ich hatte mich eigentlich auf den Urlaub gefreut – ein anderes Land, eine neue Kultur und Sprache. Doch kaum war ich dort angekommen und noch ganz im Stress der Reise, fielen mir die unfreundlichen Menschen auf. Wohin ich auch schaute, blickte ich meist in unfreundliche, bestenfalls skeptische Gesichter. Waren die Leute einfach nur fremdenfeindlich oder warum schauten sie mich so komisch an? „Scheint das Land der Unfreundlichen zu sein.“, brummelte ich leise vor mich hin.

An einem Marktstand fiel es mir gleich auf. Der Frau vor mir packte der Obsthändler mit einem Lächeln ein paar Sachen extra in die Tüte und verabschiedete sie freundlich. Obwohl ich in seiner Sprache bestellte, erntete ich wieder nur einen abfälligen Blick. Es war zum Verzweifeln. Und hier sollte ich nun meinen Urlaub verbringen? Wie habe ich mich nur darauf einlassen können? Erschöpft und voller Selbstmitleid setzte ich mich auf eine Treppenstufe.

Plötzlich sprach mich ein kleiner Junge an, der vielleicht 6-7 Jahre alt war: „Bist Du krank?“ Ich freute mich, dass ich ihn verstanden hatte und schüttelte den Kopf. „Nein“, sagte ich zögerlich, „Wieso fragst Du?“ Er reichte mir seine Hand und ich nahm sie. Er führte mich ein paar Meter durch eine Gasse bis zu einem kleinen Laden, in dem eine alte Frau Souvenirs für Touristen verkaufte. „Ah, schon klar – eine Verkaufsmasche“, dachte ich. „Ist das Deine Oma?“, fragte ich ihn skeptisch. „Wer?“, sah er mich erstaunt an.

Und dann sah ich es. Plötzlich sah ich mein Spiegelbild in der Glasscheibe und erschrak. Hatte ICH wirklich die ganze Zeit so finster geschaut? Meine innere Anspannung stand mir bildlich ins Gesicht geschrieben. Der kleine Junge hatte mein Erschrecken und meinen verdutzten Gesichtsausdruck bemerkt und musste grinsen. Dann begann er zu lachen. Ich konnte nicht anders und lachte mit ihm. Er machte Grimassen und ich glaube, er versuchte ein bisschen, meinen finsteren Gesichtsausdruck nachzumachen. Aber ich konnte ihm nicht böse sein.

Er hatte mir den Tag versüßt und ich fühlte mich entspannter. Die alte Frau sprach mich plötzlich mit einem Lächeln an: „Kommen Sie gerne herein, wenn Sie wollen.“ Sie war die erste, die mich heute angelächelt hatte und so trat ich ein. Obwohl ich eigentlich nichts kaufen wollte, fiel mir doch ein bemaltes Holzschild auf. Ich kaufte Wasser und ein paar Snacks für unterwegs. Die alte Dame hatte wohl meine Blicke bemerkt und packte es mit ein. „Ein Geschenk – als Erinnerung.“, sagte sie lächelnd. Als ich das Geschäft verließ, war der Junge verschwunden.

Doch die Menschen, die mir entgegenkamen, lächelten mich an. Alle schienen wie ausgewechselt. Das machte mir meinen ersten Tag plötzlich viel leichter. Abends traf ich zur Begrüßung einen meiner einheimischen Reiseleiter und zeigte ihm mein Andenken. „Das ist weise.“, sagte er. Ich fragte ihn, was es denn bedeuten würde. Sinngemäß stand darauf „Die Welt ist Dein Echo.“

Ich lächelte und verstand. Nun begann mein Urlaub im Land der Freundlichen.

 

 

 

(© Praxis Der Zuhörer – Steffen Zöhl, 2019)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Ansichten 219, 1 Ansichten heute)